Und gleich der Gegenzug: RP ordnet Sofortvollzug an

Die Darmstädter Regierungspräsidentin B. Lindscheid hat den Sofortvollzug für den Betriebsrahmenplan 2019-21 genehmigt. Er sieht neben einigen Auffüll-Auflagen die neuerliche Rodung von 4,6 Hektar Wald vor. Es wird erwartet, dass der BUND für Umwelt- und Naturschutz jetzt gegen diese Massnahme vor dem Verwaltungsgericht Einspruch einlegen wird, welcher aufschiebende Wirkung hätte. Vielleicht haben die Gerichte offenere Ohren für das Anliegen des BUND, seine in Kassel anhängige Berufungsklage nich völlig substanzlos werden zu lassen.
So schnell kann es gehen. Nach den offenbar wenig eindrucksvollen Bittbriefen und Petitionen an Darmstadt und das Umweltministerium in Wiesbaden sind nun wieder die üblichen Protestformen vor Ort angesagt……

Aktionsbündnis Bannwald :RP soll auf Sofortvollzug verzichten

Das Bestreben, eine neuerliche Bannwaldrodung in Langen zu unterbinden oder wenigstens zu verzögern, nimmt Fahrt auf. Das Bündnis für den Bannwald appelliert an die amtierende Regierungspräsidentin B. Lindscheid, diesen Herbst die Berufungsklage in Kassel gegen den Planfeststellungsbeschluss und damit den Kiesförderplan nicht mit einem Sofortvollzug ausser Kraft zu setzen. Dieser war seit 2013 drei Mal mit Hinweis auf die Sicherung der Arbeitsplätze bei Sehring erlassen worden. (mehr…)

Klimaaktionstag am 20.9.

Am Freitag findet der international dritte Klimastreik statt. Hier in Deutschland ist es der erste, der eine gewisse Breiten- und (hoffentlich) Tiefenwirkung erreichen dürfte. Die Ziele der Aktion sind wenig bestimmt – damit kommt es darauf an, sie zu prägen, was auch langjährigen „Aktivistis“ Chancen eröffnet, mehr Resonanz zu finden. (mehr…)

Es gibt keinen grünen Kapitalismus- Tripodaktion vor dem hessischen Landtag

Protest an und in der Bannmeile – guckt mal hier
Es ging um die Ab- und Zustimmung des hessischen Landtages betreff des Logistikgebietes Neu-Eichenberg. Hebenshausen hebt und lebt……

Hier ein Update zur Aktion am Tag danach.
Die Aktion wurde von 4 KlettererInnen nach über fünf Stunden gegen 16.30 selbstbestimmt beendet, nachdem die achtköpfige Bodenunterstützungsgruppe bereits um 14 Uhr des Platzes verwiesen worden war. (mehr…)

Waldbesetzung gegen Steinabraumhalde bei Wuppertal

Seit dem 15.8. 2019 hält die Aktionsgruppe „Jeder Baum zählt“ ein fünf Hektar grosses Waldstück zwischen Wuppertal und Haan (südliches Ruhrgebiet) besetzt. Dort will das Kalkwerk Oetelshofen ( Slogan: „seit 1900-Der Unabhängigkeit verpflichtet“ ) diesen Herbst den alten Buchenbestand roden, um eine Halde für Blindgestein anzulegen. (mehr…)

Robin Wood Flosstour kommt langsam in Fahrt

Was ist da floss los ? Das fragt sich neben den SucherInnen und BesucherInnen des Aktionsflosses auch die Wasserschutzpolizei. Das Floss „Robina Wald“ war in den letzten Tagen selten da, wo es nach dem veröffentlichten Fahrplan sein sollte, aber es war immer dort, bis wo es umständehalber kommen konnte. In Kürze soll es nach Mainz gehen. Dienstagmittag lag das Floss noch am Anleger in Rüsselsheim. Die einen wollen weg, die anderen bleiben: 200 Meter weiter am Rathaus demonstrierten Mitglieder der IG Metall gegen geplante Entlassungen bei einem Automobilzulieferer. Von dem eigenem Rahmenprogramm ( Auftaktaktion am Eisernen Steg, Info- Veranstaltungen und -stände , Auftritt auf der der Montagsdemo) wurde das meiste umgesetzt. Die Stimmung der Flosscrew ist denn auch gar nicht so schlecht und es gab einigen Besuch. Auch von der Polizei, welche sich fragt ob hinter dem geänderten Aktionsablauf irgendeine polizeirelevante Absicht steckt…Ist aber nicht. Es gilt: „Die wollen bloss fahren“.
Für (zivile) Infos den Flossblog besuchen, für einen Besuch das Bootstelefon (0151/24694009) anrufen.

Aktionsbündnis Langener Bannwald appelliert an Hessen-Grüne

Auf seiner Sitzung am 27.8. hat das Aktionsbündnis Langener Bannwald, ein regionaler Zusammenschluss von Parteien, Initiativen und Umweltverbänden, einen offenen Brief an die Ministerin Priska Hinz und die Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid beschlossen. (mehr…)

Flosstour Update

Schon in den nächsten Tagen ist es soweit: Das Robin Wood Floss „Fahren statt Fliegen“ geht in Frankfurt auf dem Main vor Anker. Liegeplatz ist in der Nähe des Eisernen Sreges vermutlich auf der südlichen Seite. Es kann am Freitag nachmittag und über den Samstag hinweg besichtigt werden, bevor es am 1. September ablegt. Am Samstag , 31.8. ist um 18 Uhr eine Info-Veranstaltung über die Geschichte des Flughafenausbaus- und des Widerstands dagegen. Ort: Attac-Geschäftsstelle Münchner Strasse 48 im vierten Stock. Das ist fast direkt am Hauptbahnhof.

Neues Sehring-Kieswerk auf dem Terminal 3 Gelände

Die Firma Sehring hat an der Cargo City Süd eine neues Kieswerk errichtet. Dies steht im Zusammenhang mit den beginnenden Rohbauarbeiten am Terminal und dem Baubeginn bei den Flugsteigen. Die Zufahrt der Kieslaster muss über den bereits heute überlasteten Knoten Zeppelinheim erfolgen. Für die neue Zufahrt im Süden, für die im letzten Herbst das Camp geräumt und der Wald gerodet wurde, ist bislang noch kein Häufchen Erde bewegt worden. Neue Rodungen , diesmal für die Erweiterung des Sehring-Kiesabbaus könnten schon im September beginnen, dürften sich aber wegen juristischer Klagen verzögern. Es sind auch Aktionen gegen den neuerlichen Verlust von Laubwald in Planung.

Kommentar: Radikal umplanen

Nur langsam erholen sich die Menschen in der südlichen Rhein Main Region von den Eindrücken, welche das Supergewitter vor genau einer Woche hinterlassen hat. Das Aufräumen ist weitgehend abgeschlossen. Aber an manchen Stellen fehlen ganze Waldstücke. Daran wird man sich gewöhnen müssen. Aber das heisst nicht, jetzt zur Tagesordnung überzugehen – nach dem Sturm ist vor dem Sturm. Und: Es muss ermittelt werden, wer oder was für den Riesenschaden verantwortlich ist – nur dann wird etwas gegen das nächste Schadensereignis getan werden. (mehr…)

Klimaneutrales Fliegen ab 2050 ?

Die UN hat das Ziel ausgegeben, dass ab 2050 das „dreckige Fliegen“ der Vergangenheit angehört. Das ist noch eine lange Zeit bis dahin, doch die Luftfahrtbranche hat bemerkt, dass sie heute „liefern“ muss : Sie macht sich inzwischen ernsthaft Sorge um ihr zukünftiges Image – und das ist auch gut so. Bei der ersten nationalen Luftfahrtkonferenz in Leipzig gaben sich PolitikerInnen die Klinke / das Mikro in die Hand: Eine nationale Strategie zum Strukturwandel der Luftfahrt müsse her. (mehr…)

Downburst in Langen

Eigentlich war es ja ein schöner Sommertag. Nur 10 Minuten Gewitter reichten, ihm ein unschönes Gesicht zu geben. Und: Es war nicht einmal ein richtig schweres Gewitter – aber besondere Wetterphänomene machten es zu einem überaus zerstörerischen. Und: Das Gewitter traf auf Natur und auf Menschen, welche gleichermassen schlecht darauf eingestellt waren. Aus unterschiedlichen Gründen…. (mehr…)

Megagewitter in Rhein Main

Schneisen der Verwüstung hat am heutigen Spätnachmittag eine aufziehende Kaltfront hinterlassen, welche in Südhessen auf besonders warme Luft traf. In der Gewitterfront bildeten sich sogenannte „Superzellen“, welche ganze Baumbestände niederlegten, Dächer abdeckten und mancherorts die Blätter von Bäumen und Sträuchern abrissen . Das Ereignis war – wie auch ein kleineres Ereignis im September letzten Jahres – ( wir berichteten) auf eine scharf abgegrenzte Fläche beschränkt, so dass auch das Auftreten von Tornados diskutiert wird.

Stuttgart-wiederbesucht

Bald zehn Jahre ist es her, dass die Proteste gegen das Projekt „Stuttgart 21″ auf ihrem Höhepunkt waren. Aber sie gehen kontinuierlich und beharrlich weiter- nicht nur Montagabends um 18 Uhr bei der wöchentlichen Montagsdemo. Nämlich beispielsweise dienstagsfrüh um halb sieben vor den Bautoren des Milliarden-Baulochs. (mehr…)

Global Climate Strike

Vom 20. -27. September soll ein weltweiter Streik stattfinden, der wirksame Gegenmassnahmen gegen die Klimakrise einfordern soll. Im Gegensatz zu vorangegangenen Aktionen von „Fridays for Future“ soll er einen generationsübergreifenden Charakter haben, es soll also auch das bestreikt werden, was Erwachsene freitags tagsüber so tun. (mehr…)

Temperaturrekord am Flughafen

Der Frankfurter Flughafen gilt zusammen mit einigen Frankfurter City-Betonschluchten sowie Wetterauer Ackerwüsten als heissester Ort Hessens. Am Donnerstag, den 25.7.2019 wurden hier erstmals 40,0 Grad gemessen. Bei der vorangegangenen Hitzewelle war Frankfurt Airport mit 39,3 Grad sogar wärmster Ort Hessens. Der Flughafen mit seiner beständigen Expansion ist nicht nur unverträglich gegenüber der Raumplanung und der Umwelt, sondern zunehmend auch als Aufenthalts- und Arbeitsort un(v)erträglich. (mehr…)

Erfolg für Bürgerinitiative gegen Kiesabbau in Dietzenbach

Nach einer Mitteilung der Stadt Dietzenbach hat sich der dortige Magistrat mit der Geschäftsführung der Firma Q-Sand darauf geeinigt, die Pläne für einen grossflächigen Quarzsandabbau nicht weiterzuverfolgen. (mehr…)

Kerosinsteuer- nicht mehr als ein Anfang

Seit vielen, vielen, Jahren fordern die Umweltschutzverbände eine Besteuerung von Flugbenzin. Die gesetzlichen Grundlagen für Regelungen im nationalen Bereich liegen seit 2003 vor. Nun ist Bewegung in die Diskussion gekommen – Österreich möchte ein nationales Gesetz beschliessen, die französische Regierung schlägt eine EU-weite Regelung vor.
Sicher wären solche Regelungen ein Fortschritt. Doch es scheint, dass die Kerosinsteuer erst dann eingeführt wird, wenn -und weil- sie zu diesem Zeitpunkt kaum noch Wirkung hat. (mehr…)

Wasserverknappung wird Thema

In der Diskussion um die Risikoabschätzung der Temperaturerwärmung rückt derzeit das Problem „Wassermangel“ nach vorne. Zwar wird beteuert, die Trinkwasserversorgung sei auch langfristig sicher, aber auf welchen Grundannahmen beruht die Prognose ? (mehr…)

Öko-Rioting

SoziologInnen warnen schon lange davor, dass durch die Hitzeeinwirkung die Zahl von gewalttätigen Ausbrüchen steigen könnte. Dabei geht es auch um den Streit um knappe naturbelassene Ressourcen. Am privat betriebenen Raunheimer Strandbad versuchten zuletzt 200 Menschen das Gelände zu belagern und ansatzweise zu stürmen. Der Zugang zum Bad war zuvor wegen Überfüllung geschlossen worden. Es kam zu einzelnen Steinwürfen in Richtung der Securities und zu einem Alarmeinsatz der Polizei mit bis zu 10 Streifenwagen. Auch jetzt am Samstag ist das Bad bereits ab Mittag voll. Da empfiehlt es sich, lieber daheim zu bleiben. Das Seewasser verspricht bei 23-25 Grad auch keine wirkliche Abkühlung mehr.



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