Fraports Immobilienkäufe: Die Region als Airport-City?

Ende des Monats endet die Antragsfrist für Fraports Casa-Programm. Im Rahmen des Programms kauft die Fraport Häuser und Wohnungen von Fluglärmneubetroffenen in Flörsheim und Kelsterbach auf. Der Kaufpreis orientiert sich am Immobilienwert vor Eröffnung der Landebahn. Als die Fraport 2005 damit begann, war selbst in der FAZ noch von der einhelligen Empörung und Ablehnung der betroffenen Kommunen zu lesen. Aber obwohl die Inanspruchnahme des Programms nicht immer einfach und oft nicht einmal vorteilhaft ist, kann von einem Misserfolg keine Rede sein. Aktuell hat die Fraport 245 Immobilien zusammengekauft, 113 weitere Kaufanträge sind laut FNP noch in Bearbeitung.
Wenn die Fraport in Bezug auf das Casa-Programm schreibt, „Unsere Anstrengungen sind darauf gerichtet, die Beeinträchtigungen der Menschen in den betroffenen Wohngebieten in Grenzen zu halten.“, ist das Augenwischerei. Denn schließlich werden die betroffenen Häuser auch weiterhin bewohnt. Fraport dürfte es eher um eine Art Überdruckventil gehen. Indem einige besonders existentiell Betroffene die Möglichkeit haben wegzuziehen, senkt sich das lokale Widerstandspotential insgesamt.
Noch bedenklicher sind aber die langfristigen Effekte. Denn was bedeuten die Immobilienkäufe für Fraports Einfluss auf die Region?
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Maaraue Mainz-Wiesbaden: Kastanien stehen noch

Was ist schlimmer, der Phytophtora-Pilz oder der Ulmensplintkäfer? Schwer zu sagen. Derweil wird am Samstag , 8.11., ab 10 Uhr erstmal der Miniermotte, einem Fressfeind der Kastanie, der Kampf angesagt. Die Tierwelt dient als Stellvertretung in einer Auseinandersetzung um die Bäume auf der Maaraue zwischen einer Bürgerinitiative und dem Wiesbadener Umweltdezernenten. Dahinter steht auch die Rivalität zwischen Mainz und Wiesbaden um das Gebiet an der Mainmündung. Und -genauso zeitlos- zwischen BürgerInnen und Obrigkeit. (mehr…)

Aenderung des Konsortialvertrages zum T 3

Zumindest ein symbolischer Erfolg ist die Aufnahme eines Passus aus der schwarz-grünen Koalitionsvereinbarung in den Konsortialvertrag zum Flughafen zwischen Stadt Frankfurt und Land Hessen, nach dem der Bedarf für das T 3 zu prüfen und nach Alternativen zu suchen ist. Ebenso wird die Vermeidung von Lärm als Ziel festgeschrieben.
Aber: gegen den Strich gelesen steht im Vertrag, dass das Terminal gebaut werden wird wenn der Bedarf dafür nachgewiesen ist. Die Vereinbarung macht das neue Terminal keinen Deut unwahrscheinlicher, wenn nicht energisch der weiteren Expansion des Flugverkehrs entgegengewirkt wird. Der Demo-Druck darf nicht nachlassen.

Piloten von heute streiken für den Flugverkehr von gestern

Nach der Spartengewerkschaft der Lokführer hat nun die Standesorganisation der Piloten gestreikt. Fast genauso stark wie die Lufthansa hat das die stark von ihr abhängige Fraport getroffen. Es ist ein berechtigter Streik mit dem Charakter eines Abwehrkampfs, der aber kaum zu gewinnen ist. (mehr…)

Rodungen an der Bahntrasse

Im Bereich der Ueberführung der B 43 über die Riedbahntrasse und den einschwenkenden Fernbahntunnel haben entlang der Gleise umfangreiche Rodungen begonnen. Sie haben nichts mit dem Terminal 3 zu tun, sondern dürften mit den Bauvorbereitungen für den Gateway-Garden-Tunnel zusammenhängen. Dieser ist für den eigentlichen Flughafenverkehr nachteilig und nur Immobilieninteressen geschuldet.

Bahnstreik trifft Flughafen

Teilweise chaotische Zustände gab es im öffentlichen Nahverkehr zum GDL-Streikwochenende am Frankfurter Flughafen. Das traf vor allem die Beschäftigten, aber es waren auch fluchende Fluggäste zu sehen. Die Konzentration des Verkehrs auf Megaflughäfen ist anfällig und führt schnell zum Kollaps. (mehr…)

Streit um T 3 – Gutachten

Im Landtag wurde aktuell über das weitere Vorgehen zum Terminal 3 diskutiert. Verkehrsminister Al-Wazir erklärte, er wolle mit weiteren Gutachten eine Art „zweite Meinung“ einholen. (mehr…)

Möglicher Deal um Terminal drei und Stunde fünf ?

Ein neuer Vorschlag aus den Reihen der Grünen sorgt für Wirbel – und um Angst vor Spaltung: Eine Exclusiv-Schliessung der Landebahn Nordwest während der Morgenspitze. Der Preis wäre wohl die geräuschlose Passage des Terminal 3. (mehr…)

„Für Heimat und Natur“ – Konservative Energiebewegung vernetzt sich

Im WaldbesetzerInnenblog wird auch über andere Naturschutz- und Bürgerprotestinitiativen berichtet. So kommt man auf Dauer nicht daran vorbei, sich mit den zahlreichen Anti-Windkraft-Initiativen auseinanderzusetzen. Diese sind dabei, sich bundesweit zu vernetzen und Druck auf die Politik aufzubauen. (mehr…)

Flughafen startet neue Imagekampagne

Sie haben es wieder nötig. Das Burson & Marsteller-Werbepanel „Ja zu Fra“ hat eine neue teure Öffentlichkeitskampagne gestartet:
Markante Gesichter bekennen, was der Flughafen für sie persönlich bedeutet und sollen damit die „weitreichende Bedeutung“ des Flughafens für uns alle unterstreichen. Dabei wird mit stark emotionalisierenden Slogans gearbeitet. (mehr…)

CDU- Boddenberg für kritisches Begleiten

Momentan ist es bei den Grünen in Wiesbaden nach außen hin ruhig. Man ist mit der Prüfung der Fraport-Vorgaben beschäftigt. Um so lauter ist Michael Boddenberg (CDU). Im Rahmen einer Pro-Terminal 3 -Kampagne der FAZ verkündet er, welches das einzig mögliche Ergebnis der Prüfung ist: Das Ding muss gebaut werden! (mehr…)

Artikel zum T3-Camp in der Swing

Kürzlich ist eine neue Ausgabe des regionalen linksradikalen Blätchens „swing“ erschienen. Darin findet sich unter anderem ein lesenswerter längerer Artikel zum Camp gegen das Terminal 3 im Treburer Oberwald.

Akzeptanzwerbung fürs Fliegen: HR 1

Plane Stupid in Grossbritannien führt immer wieder Aktionen gegen Werbung fürs Fliegen durch. Das wäre auch hier sinnvoll. Denn so wie Zigaretten der Lunge schaden, schadet Fliegen dem Klima. Oft appelliert die Luftwerbung ans Lebensgefühl. Zum Beispiel bei HR 1. (mehr…)

Endlich: Fraport und Holm diskutieren alternative Antriebe

Das Nachhaltigkeitsmanagement der Fraport veranstaltet zusammen mit dem HoLM eine Tagung (25.9.) und einen Aktionstag (28.9.) zum Thema alternative Antriebe, zu Visionen und Mobilitätskonzepten für das Jahr 2100. (mehr…)

Viel Lärm um Lärmpausen

Am Mittwoch wollen CDU und Grüne auf der 21.Plenarsitzung des Landtags einen Entschliessungsantrag zu den sogenannten Lärmpausen beschliessen. Die Linke fordert statt dessen ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr. (mehr…)

„Waldcamp-Bäckerei“ schliesst

Wenn es um die Lebensmittelversorgung der Waldcamps geht, ist die Bäckerei Brügel aus Kelsterbach eine feste Grösse. Mit dieser wichtigen Unterstützung dürfte es bald vorbei sein. Wenn „nicht ein kleines wirtschaftliches Wunder“ passiert, bleiben die Backöfen des Familienunternehmens nach dem 28.9. kalt. (mehr…)

Terminal: Baubeginn 2015 verhindern !

Schon oft ist der Baubeginn für das T 3 aufgeschoben worden. Nach den Wünschen der Fraport, sollen nun nächstes Jahr die Bagger rollen und auch die Bäume im Treburer Oberwald fallen. Aber: Die von Fraport vorgelegten Zahlen können zwar eine betriebswirtschaftliche Möglichkeit, nicht aber eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit des dritten Terminals belegen. (mehr…)

T 3: Grüne sehen Prüfungsbedarf für Bedarfsprüfung

Die Geschäftsführung der Fraport hat Gutachten vorgelegt, mit denen sie einen notwendigen Baubeginn für das Terminal 3 schon für 2015 begründet. Der Flughafen würde schon 2021 an seine Kapazitätsgrenzen im Abfertigungsbereich stossen. Die Grünen in Wiesbaden haben eine „ergebnisoffene“ Prüfung der Unterlagen angekündigt. Eine inhaltliche Bewertung oder Kommentierung lieferten sie vorerst nicht ab. (mehr…)

Neue Ausgabe von „Fluglärm und Umwelt“ erschienen

In diesen Tagen ist die dritte Ausgabe der Zeitschrift Fluglärm und Umwelt erschienen. Neben Aktionsberichten aus der letzten Zeit finden sich hier unter anderem lesenswerte Kritiken an der Flughafenpolitik von SPD und Grünen.

Hund und Katze sind beides Haustiere -Go wild!!!

Am Freitag findet in Kelsterbach eine Veranstaltung zur Vorstellung der sogenannten Lärmpausen statt. Tarek al Wazir soll als Verkehrsminister dabei den politisch-öffentlichen, der Wissenschaftsfunktionär Johann Dietrich Wörner den technisch-organisatorischen Part übernehmen.
Das klingt ein bischen so wie die Einigung von Hund und Katze.
Die Bürgerinitiativen sind über diese Konstellation zu Recht alarmiert. Wie bei Eichel und Koch droht jetzt auch bei Bouffier die „Mediationsfalle“ zuzuschnappen.

Ein unfreiwillig komisches Schaubild aus dem Hause DLR/ Wörner. Die -wertlosen- Orangenschalen entsprechen in unserem Falle den Lärmpausen.
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