Nach der Demo in den Wald !

Am Sonntag wird im Flughafen gegen die verfehlte Luftverkehrspolitik demonstriert. Es ist 5 nach zwölf, aber dafür liegen neue 11 Stunden 55 Minuten vor uns, bis es wieder schlägt ! Das Terminal 3 ist zwar im Bau, aber unser Ziel ist es , dass es gar nicht oder wenigstens verzögert und verkleinert in Betrieb geht. Oder zumindest wenig Betrieb hat- auch das wäre schon ein kleiner Erfolg für uns und die Umwelt. Appellativ auf eine Aenderung der Landespolitik zu setzen ist unrealistisch. Es wären doch nicht die ersten Wahlen, wo nach der Regierungsbildung Katerstimmung aufkam. Wenn es zu Aenderungen kommen soll, müssen sie mühsam erstritten und erkämpft werden. Deshalb freuen wir uns, wenn nach der Demo Leute ins Waldcamp kommen. Für die Waldbesetzung dürfte nämlich die vollzogene Wahl ein Ende der Schonzeit bedeuten….

Aktionsbündnis Stay Grounded veranstaltet weltweite Aktionswochen

Stay Grounded vernetzt weltweit Initiativen, die gegen neue Flughafenprojekte kämpfen und nach Alternativen zum umweltschädigen Fliegen suchen. Für die Verkehrswende (Transport Transition) gab es vom 1-14.10 Aktionen auf allen Erdteilen. In Frankfurt veranstaltet das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen Flughafenerweiterung , welches auch Mitglied bei Stay grounded ist, eine Sonntagsdemo im Terminal am 21.10. Wegen der Herbstferien und des Jahrestags der Landebahneröffnung findet die Aktion eine Woche nach dem Aktionszeitraum statt. (mehr…)

TSG kritisiert Flughafenpolitik der Landesregierung

TSG ( hier nicht Turn- und Sportgemeinschaft, sondern Thorsten Schäfer-Gümbel) hat die Arbeit Tarek Al Wazirs kritisiert. Er nannte die Ansiedlung von Ryanair bei Fraport einen politischen Fehler. Allerdings ist er als Flughafen-Einpeitscher bekannt. So wundert es nicht, dass er die Ansiedlung nur wegen der schlechten Sozialstandards bei Ryanair ablehnt und nicht auch wegen der umweltpolitischen Problematik.

Mallorca: Nach uns die Sündflut

Auf Mallorca herrschen weiterhin sommerliche Temperaturen. Letzten Dienstag hat im Ostteil der Insel ein Extremgewitter 13 Todesopfer gefordert. In einem kleinräumigen Gebiet rund um den Ort Sant Llorenc fielen innerhalb 2 Stunden bis zu 250 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Spaniens Ministerpräsident Sanchez verkündete : „Wir werden alles tun, damit sie hier bald wieder einen weitgehend normalen Alltag haben können“ Ob er beim „Wir werden Alles tun“ auch an den Kamf gegen den menschgemachten Klimawandel gedacht hat ? (mehr…)

Nach dem Klimaschutzbericht: Weiter so, auch mit Terminal 3 ?

Gemischte Reaktionen hat die Veröffentlichung des Sonderberichtes des Weltklimarates IPCC der UN ausgelöst. Es geht darum, dass ein Klimaschutzziel der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad erreichbar ist, wenn kurzfristig drastische Massnahmen getroffen werden. Das würde mutige, sicher auch unpopuläre und gesellschaftlich umstrittene, Entscheidungen erfordern . Wie sieht das hier in Hessen aus, gerade auch mit Blick auf die eingeforderte Verkehrswende ? (mehr…)

Herbst Skillsharing hat begonnen !

Heute nachmittag startete das Skill-Sharing Camp, das noch bis Sonntag dauert. Es sind schon eine ganze Reihe Leute da. Genauso freuen wir uns aber auch über die Menschen, welche sich noch spontan entschliessen her zu kommen – ob für ein paar Stunden oder über Nacht. Zum Frühstücken oder zum gemeinsam Abendessen zubereiten. Zum Zuhören , diskutieren oder auch zum Bauen. Wir wollen das Camp winterfest machen – wir sind hier, damit der Wald bleibt. Willkommen sind auch alle, die noch einen Workshop anbieten wollen. Unsere Waldtelefonnummer ist die 0151/ 29799859.

Soli mit und für Kurt Claßen

Eigentlich gibt es solche persönlichen Unterstützungsaufrufe hier nur höchst selten und ungern, aber (kaum)keine Regel ohne Ausname. Kurt Claßen ist ein Selbständiger aus der Gemeinde Buir unweit dem Tagebau Hambach. Ohne ihn gäbe es die Hambi-Besetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit schon lange nicht mehr. Das haben ihm einige Leute, Firmen und Behörden ziemlich übel genommen….. (mehr…)

Zweites Skill sharing Camp bei der Treburer Waldbesetzung

Vom 3.bis zum 8.Oktober findet im Treburer Wald bei Zeppelinheim wieder ein Skillsharing mit Erfahrungsaustausch, Workshops und praktischen Uebungen statt. Die gesetzliche Rodungssaison hat begonnen, und wir müssen in den nächsten Monaten damit rechnen, dass Fraport mit den Rodungen und Bauarbeiten östlich der Autobahn anfangen will. Der Widerstand gegen Umwelt- und Klimazerstörung wirf an vielen Orten geführt. Ziel ist eine vernetzte Bewegung, die genauso global wie lokal aufgestellt ist. Das Skill Sharing soll ein kleiner Teil davon sein. Infos gibt es bei trebur bleibt Twitter und der Treburbleibt-Website.
Wir freuen uns auch Euch !

Hambi- Mediensammlung

Einen guten Überblick und eine umfassende Chronologie der Ereignisse im Hambacher Forst aus UnterstützerInnensicht gibt es auf der Website der Anti-Atom-Initiative Euskirchen.

Hambi-Soli international

Weltweit gibt es Solidaritätsaktionen für den Hambacher Forst. Auch in Istanbul, wo die Initiative zur Erhaltung des Istanbuler Nordwaldes vor dem deutschen Konsulat demonstrierte. Sie gründete sich vor etwa 5 Jahren gegen den Bau des dritten Istanbuler Flughafens, welcher jetzt zum Winterflugplan in Betrieb gehen soll. Die Bauarbeiten wurden unter grossem Zeitdruck durchgezogen und kosteten mehrere Menschenleben. Auch die Istanbuler Initiative hat Unterstützung verdient. Solidarität ist keine Einbahnstrasse, ist nicht nur Start. sondern auch Landebahn…..

La Liga Klimakiller

Die spanische Premium- Fussballklasse( „LaLiga“) will sich globalisieren und in den nächsten 15 Jahren pro Saison zumindest ein Pflichtspiel in den USA austragen. Den spanischen Fans sollen die um 3000 Kilometer verlegten Heimspiele mit Gratis-Flugtickets schmackhaft gemacht werden. (mehr…)

Sturm verschont Waldcamp

Am Sonntagnachmittag zog ein schwerer Sturm über das Rhein Main Gebiet. Während es im nördlichen Bereich “ nur “ zu Starkwind kam, zog ein Orkanwindband über eine Linie Gross Gerau -Aschaffenburg und richtete schwere Schäden an. Das Waldcamp befand sich gerade ausserhalb davon. Es überstand den Sturm unbeschädigt, während nur zwei Kilometer südlich in der Neutra-Siedlung zahlreiche Bäume entwurzelt wurden und u.a. die B 44 blockierten. Auch der Kletterseilgarten in Langen wurde beschädigt.
Das Waldcamp war zum Sturmzeitpunkt sicherheitshalber vorübergehend verlassen worden.

Redebeitrag der Waldbesetzung auf der Montagsdemo

Auf der Trebur-Bleibt-Seite ist der Redebeitrag einer Aktivistin dokumentiert, Link gibt’s hier.
Zeitgleich gab es auch auf der Stuttgarter Montagsdemo einen Beitrag zu den Räumungen im Hambacher Forst, hier der Link zur BAA-Seite.

Bericht aus dem Hambi

Gestern war ein schwarzer Tag für den Hambacher Forst. Begonnen hat es eigentlich ganz gut. Um sechs Uhr morgens begann eine Aktion der UnterstützerInnen gruppe „Aktion Unterholz“, die im Schutz der Dunkelheit eine Waldschneise besetzt hatte. Die Sitzblockade, welche die Baumhausdörfer „Beechtown“ und „Cosytown“ schützen sollte, wurde im Lauf der Morgenstunden von der Polizei geräumt. Die Beteiligten erhielten Platzverweise (mehr…)

Der Trebi auf der Montagsdemo

Gestern gab es einen Redebeitrag der Waldbesetzung Treburer Forst auf der Montagsdemo im Flughafen. Im Angesicht der Räumung im Hambacher Forst wurde es ein beeindruckender Aufruf sich nicht geradebiegen, aber auch nicht brechen zu lassen – und ein Appell, die Waldbesetzung beiZeppelinheim mehr zu unterstützen. Nach dem Redebeitrag haben wir ein Solifoto mit den TeilnehmerInnen der Montagsdemo für den Hambi gemacht und sind anschliessend mit den Transpis vorneweg beim Umzug durchs Terminal mitgegangen. Spannend war, dass es sogar Ovationen von Fluggästen für das Hambach-Soli-Banner gegeben hat !

Kampf um den Hambacher Forst

Nach Polizeiangaben sind erst 28 von 50 Baumhäusern geräumt. Die Polizei stellt sich darauf ein, dass die Räumung noch über die ganze Woche (mehr…)

Soli-Demo für den Hambi in Frankfurt/M

Heute, Freitag, haben 200-300 Menschen in Frankfurt für einen sofortigen Stopp der Räumungen im Hambacher Forst demonstriert. Ebenso für den Kohleausstieg und für einen Entzug der politischen Unterstützung für RWE. RWE ist auch im Rhein Main Gebiet aktiv. KlimaaktivistInnen in Hambach und auch am Frankfurter Flughafen haben ein gemeinsames Ziel: Die Erderwärmung stoppen. Und lokal die Lebensbedingungen sichern. Ueberall. Organisiert Unterstützungsaktionen für die Menschen im Hambacher Forst, die weiter in den Baumhäusern ausharren ! Sowie: Support your local forest occupation !

Kommentar: Klimaschutz braucht langen Atem

Die Baumbesetzungen im Hambacher Forst haben sich zu einer der wichtigsten Besetzungen der Umweltbewegung entwickelt. Der Konflikt steht auf dem Höhepunkt – schon jetzt muss an weiteren Kampagnen gearbeitet werden , welche die Vielfalt des Themas Klimagerechtigkeit abbilden. Das Problem der klimaschädlichen Mobilität betrifft Rhein-Main besonders. Es sollte hier oben auf die Agenda. (mehr…)

Grosseinsatz im Hambacher Forst

Im Hambacher Forst bei Düren hat heute morgen ein Grosseinsatz der Polizei gegen die dortige Waldbesetzung begonnen. Vom Bau- und Innenministerium wurde „grünes Licht“ zur Räumung der Baumhäuser gegeben. Offiziell wird dies mit Verstössen gegen das Baurecht und der Sicherheitsbestimmungen begründet. BewohnerInnen versuchen dagegen zu klagen. Die Waldbesetzung Treburer Forst ist solidarisch mit der Besetzung im Rheinland. „Wir sind gemeinsam Teil der Klimaschutzbewegung von unten“. sagen BewohnerInnen des Camps. „Wir brauchen Symbole des Protests, welche die meist aus den Augen der Oeffentlichkeit gerückte Zerstörung den Menschen vor Augen führt. Und welche Alternativen aufzeigt, das ein Leben möglich ist,welches mehr mit der Natur im Einklang steht.“ (mehr…)

Kein Ende der Dürre in Sicht

Metereologen haben für die nächste Woche eine neuerliche Hitzewelle mit Temperaturen bis 33 Grad angekündigt. Langfristprognosen halten eine generelle Umstellung der Wetterlage erst Ende Oktober für möglich. Und dann kommen die Stürme…. Da freuen wir uns über den Streik des Ryanair-Personals, welches unter persönlichem Risiko nicht nur etwas für die eigenen Arbeitsbedingungen, sondern unbeabsichtigt auch etwas fürs Klima macht. Wenn Ryanair teurer wird, fallen Flüge weg, die nur bei Niedrigpreis unternommen werden.
Es ist Zeit, dass etwas gegen zu billige weltschädigende Mobilität unternommen wird. Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Verbilligung der Mobilität und einer nachhaltigen Verschlechterung der globalen Lebens- und auch Arbeitsbedingungen.
Es wäre schön, wenn auch die Gewerkschaften und die MitarbeiterInnen dies (an) erkennen würden. Und es gibt ja auch einen Zusammenhang: Gutes Leben gibt es nur bei gerechter Entlohnung und intakter Umwelt. Und wenn dieser Grundsatz ankommt, täten auch die Drohungen von Ryan-Air-Chef O`Leary, höhere Produktionskosten bei Ryanair brächten Jobverluste, ins Leere laufen. Es muss auch Schluss damit sein, die ArbeitnehmerInnen gegeneinander auszuspielen. Es bringt schliesslich niemandem was, wenn ein Liter Öl irgendwann billiger ist als ein Liter sauberes Trinkwasser.



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