Archiv für September 2008

Baumbesetzung gegen Nordost-Umgehung Darmstadt

Darmstadt Aktion Nordost-UmgehungHeute fand in Darmstadt eine symbolische Baumbesetzung gegen den Bau der Nordost-Umgehung statt.

AktivistInnen aus Kelsterbach beteiligten sich an der Aktion mit der Forderung „Keine Nordost-Umgehung – Kein Flughafenausbau“.

Die Nordost-Umgehung ist ein umstrittenes Straßenbauprojekt, durch das viele Bäume in städtischen Parks fallen würden. Ausführliche Informationen findet man bei der Bürgerinitiative ONO.

Hier gibt’s Bilder der Aktion, die auch gerne von Zeitungen und anderen Medien genutzt werden können.

Wieder eine Radtour zur Waldbesetzung…

…und zwar am Sonntag, den 28.09.
Abfahrtsorte unter ‚Termine‘!

Weitere Abfahrtstermine werden gerne aufgenommen.
Bitte kurze Mail an waldbesetzung@riseup.net

Radtourflyer zum ausdrucken und verteilen

Notruf: Wir brauchen Bauholz

Uns ist das Holz ausgegangen, und das ist nicht gut, wenn mensch gerade versucht die Hütten winterdicht zu bekommen. Also, wenn ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr das am besten mit einer Holzspende. Entweder vorbeibringen, oder anrufen, dass wir was abholen können. Auch Tipps wo es was geben könnte sind sehr hilfreich. Ansonsten brauchen wir nach wie vor Holzöfen.

PM von Menschen des Waldbesetzer_Innendorfs

Evakuierung abgewiesen – keine Einigung mit Fraport – Sprengung der Granate nach sechs Stunden Verhandlungsmarathon – Forderung bleibt bestehen: Sofortige Einstellung der Kampfmittelsondierung

Die Vorbereitenden Maßnahmen, wozu auch die Kampfmittelsondierung gehört, sind Teil der Baumaßnahmen der Landebahn Nord-West! Gegen den Bau der Landebahn richtet sich unser Widerstand. Demzufolge wird es von Seiten des Walbesetzer_Innendorfes keine weiteren Zugeständnisse bezüglich der vorbereitenden Maßnahmen geben. Daher wird es keine weitere freiwillige Teilevakuierung des Dorfes zur Sprengung eines Kampfmittels, wie sie am Freitag erfolgte, geben. Für die Gefährdung von Menschenleben im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen, also auch der Munitionssuche, ist ALLEIN die FRAPORT AG verantwortlich.

Das Gespräch zwischen PHK Peter Seiler, Bürgermeister Manfred Ockel und den Waldbesetzer_Innen am Freitagmorgen führte zu keiner Konkretisierung der Informationslage bezüglich des zu sprengenden Kampfmittels. Die Polizei forderte trotz unklarer Sachlage weiterhin die Evakuierung des Camps. Daraufhin stellten die Waldbewohner_Innen die Gegenforderung nach direkten, konkreten Informationen durch den Sprengmeister Herr Oppermann. Dieser wurde stattgegeben.
Im Rahmen des Gesprächs mit Herr Oppermann erfuhren die Ausbaugegener_Innen, dass es sich bei dem zu sprengenden Kampfmittel um eine Granate handelt, die 150m vom Camp entfernt, im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen, freigelegt wurde. Weiterhin wurde deutlich, dass nicht dass komplette Camp, sondern nur Teilbereiche evakuiert werden müssen. Zudem bestehe, laut Herrn Oppermann, die Möglichkeit die Granate zu transportieren und an einem entlegenen Ort zu sprengen. Diese Maßnahme würde jedoch ein erhebliches Risiko für alle beteiligten Personen zur Folge haben.

Aufgrund der neuen, konkretisierten Informationen beschloss das Camp die Evakuierung der betroffenen Teilbereiche durchzuführen, um die Gefährdung von Menschenleben zu vermeiden. Diese Evakuierung ist an die Bedingung geknüpft, dass die Notwendigkeit einer weiteren Evakuierung ausgeschlossen wird. Dies lässt sich nur durch die sofortige Einstellung der Sondierungsmaßnahmen erreichen.

Waldcamp soll evakuiert werden

***Bombenfund***
Waldcamp soll am Freitag, 12. September ab 7°° Uhr evakuiert werden

Das Walddorf soll wegen einer Sprengstoffbeseitigung morgen früh evakuiert werden. Bei der Munitionssuche im Rahmen der ‚Vorbereitenden Maßnahmen‘ wurde angeblich in der Nähe ein Sprengkörper gefunden. Am späten Donnerstag Nachmittag erschien PHK Peter Seiler und teilte mit, dass Bürgermeister Manfred Ockel am Freitag um 7 Uhr zum Gespräch kommen wolle. Deren Vorstellung ist es, dass alle BewohnerInnen darauf hin mit zur nächsten Waldkreuzung gehen und dort abwarten, bis die Beseitigung abgeschlossen ist. Die Beiden, 9 (!) Polizeibeamte, die später die Schneisen absichern sollen, sowie das Kampfmittelräumungsteam, wollen an der Aktion beteiligt sein.

Wir laden herzlich dazu ein, rechtzeitig zum Walddorf zu kommen.
Da die Okrifteler Straße angeblich gesperrt werden soll, ist mit Behinderungen zu rechnen!

UPDATE: (10:12 Uhr) Die Verhandlungen über die unschädlichmachung des gefundenen Sprengkörpers dauern zum aktuellen Zeitpunkt noch an. Die WaldbesetzerInnen verhandeln mit der Stadt Kelsterbach, der Polizei und der Fraport. Aktuell geht es wohl darum ob der Sprengkörper geräumt oder vor Ort gesprengt werden soll. In zweiterem Falle müsste ein Teil des Camps evakuiert werden, allerdings könnten 2 Plattformen, die etwas abseits stehen, weiterhin besetzt bleiben. Die WaldbewohnerInnen fordern von der Fraport nun, nach der Beseitigung des Sprengsatzes, weitere Sondierungen im Gefahrenbereich des Waldcamps zu unterlassen bis die Urteile über die Rechte der Fraport am Wald gesprochen sein.
UPDATE: (19:00) Schlußendlich hat sich alles erledigt. Granate gesprengt, Waldbesetzer zurück im Camp und die Fraport hat zugesagt die nächsten 4-5 Wochen keine Munitions-Suche in der näheren Umgebung des Camps mehr zu unternehmen. Zu einer Gefahrensteigerung für das Camp trägt dies warscheinlich nicht bei, denn „alte Munition die schon seit Jahrzehnten, in einem öffentlichen Wald, unter der Erde liegt fliegt normalerweise nicht einfach so in die Luft. Gefährlich wird sie meist dann erst, wenn sie ausgegraben wird.“ meint einer der Aktivisten.

Pressespiegel zur Camp-Evakuierung:

- hr-fernsehen
- hr-online
- FR-Online
- FAZ.net
-Robin Wood-Pressemitteilung

Wir werden auf Wikipedia zensiert

Zum Artikel „Flughafen Frankfurt am Main“ wurde der Beitrag: „Momentan haben KlimaaktivistInnen den Wald besetzt der für die neue Landebahn gefällt werden soll.[1]Sie fordern keinen weiteren Flughafenausbau mehr zu betreiben und die Flugbewegungen stark einzuschränken um die CO2 Emissionen zu verringern, die in der Höhe, in der sie beim Flugverkehr entstehen, dreimal so klimawirksam ind wie in Bodennähe.“ hinzugefügt. Nach nur einer Minute war er wieder gelöscht.

Warum fliegen das Klima so stark belastet

Fliegen ist die klimaschädlichste Fortbewegungsmethode die es gibt. Das hat mehrere Gründe. Zum einen haben Flugzeuge einen extrem hohen Energieverbrauch. Sie benötigen etwa das 3-fache an Energie wie Busse oder Züge. Zum anderen wird bei der Verbrennung von Kerosin nicht nur Co2 freigesetzt, sondern auch die noch klimaschädlicheren Emissionen Wasserdampf und Stickoxide. Hinzu kommt, dass diese Treibhausgase in der Höhe in der sie beim fliegen ausgestoßen werden etwa 3 mal so wirksam sind wie direkt am Boden. Nach Schätzungen des neuesten IPCC-Berichtes ist die gesamte Klimawirksamkeit beim Fliegen 1,9 bis 4,2 mal so hoch wie der alleinige Co2-Ausstoß.
Das Umweltbundesamt listet die einzelnen klimawirksamen Aspekte des Flugverkehrs wie folgt auf:
- Emissionen von CO2 (erwärmender Effekt)
- Bildung des treibhauswirksamen Gases Ozon infolge von NOx-Emissionen
(erwärmender Effekt)
- Minderung der atmosphärischen Konzentrationen des treibhauswirksamen
Gases Methan, auch infolge der NOx-Emissionen (abkühlender Effekt)
- Emission des treibhauswirksamen Gases Wasserdampf (erwärmender Effekt)
- Reflektion der Sonnenstrahlung durch die emittierten Sulfataerosole
(abkühlender Effekt)
- Absorption der Sonnenstrahlung durch die emittierten Rußpartikel
(erwärmender Effekt)
- Bildung von Kondensstreifen (erwärmender Effekt)
- Bildung zusätzlicher Zirruswolken (hohe, aus Eispartikeln bestehende Wolken)
(erwärmender Effekt).


Durch den steilen Anstieg der Flugkilometer wird dieser Sektor in Zukunft eine wichtige Rolle beim bekämfen des Klimachaos spielen. Etwa alle 10 Jahre verdoppeln sich die geflogenen Kilometer. Diesen Trend heißt es zu stoppen. Dafür ist es wichtig Flughafenausbaupläne zu verhindern, oder wenigstens nicht ohne Widerstand durchgehen zu lassen. Und das nicht nur in Frankfurt sondern weltweit.
Weitere Infos über Flugverkehr und Klima gibt es hier

Kommenden Freitag: critical mass in Frankfurt am Main

In Frankfurt findet jeden ersten Sonntag im Monat um 14:00 Uhr und immer am darauf folgenden Freitag um 19:00 Uhr eine Critical mass statt, um den stinkenden Autoverkehr zu entschleunigen oder zu blockieren. Bei einer CM treffen sich viele RadlerInnen „zufällig“ zur gleichen Zeit am gleichen Ort und fahren gemeinsam durch die Stadt und zwar über eine gesamte Straßenbreite. OrganisatorInnen gibt es nicht.
Einen Wikipediaartikel gibt es hier zu lesen.
Es wäre eine gute Möglichkeit sich an der kommenden CM zu beteiligen unter dem Motto: Radfahren gegen Flughafenausbau.
Also, kommenden Freitag, 12.09.2008 19Uhr Opernplatz Frankfurt/Main
Mehr Infos gibts hier

NO EMISSION, NO NOISE, BUT MOVEMENT, FREEDOM AND MOBILITY

WIR BEHINDERN NICHT DEN VERKEHR – WIR SIND DER VERKEHR

Taz blog über uns

Im taz blog schreibt Ingo Frost seit einigen Tagen täglich einen Bericht übers Camp. Lesen kann mensch ihn hier.

Eine kleine Kostprobe gibt es hier schonmal in der Ingo erklärt warum die meisten CampbewohnerInnen vegan leben:

Veganer verstehen sich als die “echten” oder “strengen” Vegetarier. Die Gründe, warum sich Menschen für eine vegane Lebensweise entschließen, sind vielfältig. Für eine große Zahl von Veganern sind Klimagesichtspunkte entscheidend oder mitentscheidend. Viele im Waldcamp leben konsequent vegan, genauso wie sie gegen den Flughafenausbau sind. Hintergrund dieser Haltung ist die Überlegung, dass nicht nur durch Verbrennung von Kerosin klimaschädliche Gase wie CO2 freigesetzt werden, sondern auch durch die Produktion von Fleisch und anderen tierischen Produkten. Dazu kommen Methan-Emissionen und ein wesentlich größerer Flächenverbrauch. Man geht davon aus, dass ein weitgehender Verzicht auf tierische Produkte es erlauben würde, den derzeitigen Bedarf an Anbauflächen auf ein 1/7 der zu senken. Daraufhin müssten keine neuen Felder und Wiesen auf Kosten von Urwald (der wiederrum als CO2-Speicher gilt) erschlossen werden.

Das Argument mit den Arbeitsplätzen

Nicht nur beim Flughafenausbau, sondern bei fast allen sinnlosen, oder gemeinen Projekten, hat mensch es früher oder später mit dem Argument zu tun, dass dadurch ja auch Arbeitsplätze geschaffen würden. Für Menschen die die Diskurse der Medien verfolgen, mag dies ganz normal und logisch klingen. Stellt mensch sich aber vor mensch würde gerade vom Mars kommen und die Probleme und Diskurse der Erde nicht kennen, würde es sehr komisch wirken, dass die Menschen sich über Arbeit freuen, und sogar allen möglichen Unsinn machen um mehr Arbeit zu haben. Das wäre ja so, wie wenn jemand in seiner/ihrer privaten Wohnung Scheiße an die Wände schmiert, überall Vodka ausschüttet und das ganze Geschirr zerschmeißt und die Scherben überall in der Wohnung verteilt, nur damit alle Bewohner 2 Wochen Arbeit haben wieder alles in Ordnung zu bringen. weiter lesen

Wer hat Öfen?

Für den Winter brauchen wir noch dringend Holzöfen. Wer noch alte im Keller rumstehen hat oder sonstige Möglichkeiten welche zu organisieren kann sie uns vorbeibringen oder uns bescheid sagen dass wir sie abholen können.
Desweiteren brauchen wir Ofenrohre, Baumholz, Werkzeug, warme Decken u.s.w.
Ruft auch gerne mal an und fragt was wir noch brauchen.

Viele Leute im Wald

Dieses Wochenende war das BesetzerInnendorf gut besucht. Zum Ende der Aktionswoche kamen nochmal einge AktivistInnen und zum Kuchenstand der BI kamen heute bestimmt 200 bis 300 Menschen in den Wald. Ein Vortrag von Michael Wilk mit dem Titel „Militanter Widerstand damals und heute, ein kritischer Beitrag“ war mit 40 TeilnehmerInnen ebenfalls gut besucht.

Baumpflanzung, Transparent aufgehängt, verstecktes Theater

Nachdem zunächst der Eindruck entstand, durch massive Polizei- und Sicherheitspräsenz könnten die meisten Aktionen des heutigen Aktionstages unterbunden wurden, fand im Laufe des Tages noch einiges statt.

Vor dem Flughafengebäude pflanzten Menschen aus dem Waldbesetzungsdorf symbolisch einen Baum. Verschiedene versteckte Theaterdarstellungen fanden immer wieder im und um den Flughafen statt.

Ein Transparent im Terminal 1 mit der Aufschrift »Flugverkehr verursacht Klimawandel« hing mindestens 20 Minuten.

Bilder der Aktion gibt es hier:
http://pictures.hboeck.de/flughafen-aktionstag/

Einige kurze Filmausschnitte (roh, ungeschnitten):
http://video.hboeck.de/oeko/flughafen-aktionstag/

Bilder und Filme können nach Belieben für Medienbeiträge verwendet werden.

Wir in der Hessenschau

hier

Aktionstag im Flughafen

Geplant waren viele kreative Aktionen im Terminal 1 des Flughafens. Nach ersten Erkenntnissen konnten die meisten Aktionen nicht durchgeführt werden, weil die Polizei massiv im Flughafen present war und alle Gesichter der AktivistInnen kannte, und so fast alle festnehmen konnte, bevor die Aktionen ausgeführt werden konnten. Lediglich drei als Bäume verkleidete AktivistInnen konnten für eine Menge Unruhe sorgen als sie ein Flugticket in eine Region forderten in der sie leben können. Damit sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Kelsterbacher Wald für den Ausbau gefällt wird. Ob noch andere Aktionen geklappt haben wird hier bald zu lesen sein.

Aktionswoche hat begonnen

Die Aktionswoche im Camp läuft seit Montag mit rund 60 – 70 Teilnehmern. Viele Workshops und Vorträge finden statt und nebenbei werden Aktionen geplant. Angefangen hatte das Programm am Montag Abend mit einer politischen Clownshow, die sehr amüsant war. Dienstags gab es mehrere Workshops und Abends eine Ton-Bilder-Show mit dem Titel „Fiese Tricks von Polizei und Justiz“ die die Praktiken von Polizei und Justiz anhand konkreter Beispiele thematisierte und die Bande um Bouffier als Rechtsbrecher enttarnte.
Heute ging es dann mit einem Workshop über kreative Antirepression weiter und heute Abend wird es zuerst eine links-politische Gedichtelesung geben und anschließend wird der Liedermacher Peryton spielen.
Bis zum Ende der Aktionswoche rechnen wir noch mit weiteren Aktivist_innen und freuen uns auf viele Aktionen.