Festnahmen und Polizeistrategie

Die Polizei hat auf der Demo am Samstag mehrere Personen festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen Sachbeschädigungen begannen zu haben. Zwei Aktivisten die sich symbolisch während der Demonstration auf die Harvester gesetzt haben wurden später abgegriffen und auf die Polizeiwache gebracht. Einer der Personen wurde vorgeworfen die Leuchtsäulen beschädigt zu haben. Der Beschuldigte, der im Auftrag einer Radiosendung Interviews führte, hatte vor dem Vorwurf der Sachbeschädigung und der Festnahme die Dienstnummer eines Polizisten in Zivil verlangt. An der Beschädigung war der Beschuldigte nicht beteiligt und ist die No. 2 der unabhängigen Berichterstatter die von der Verfügung betroffen sind.
Den Beschuldigten erging eine Verfügung nach HSOG (Hessische Gesetz über die Öffentliche Sicherheit und Ordnung) wonach sich diese Personen bis zum 28.02 nicht mehr auf dem Rodungsgebiet bewegen dürfen.
Ein Festgenommer Berichtet:
„ich bin am schluß der demo vorübergehend festgenommen worden , edbehandelt und etwa 20. 30 uhr in frankfurt freigelassen worden. ich war mit einem anderen auf einem arbeitsfahrzeug der fraport gestanden. unsere politische forderung war eine tafel
schokolade.
ich habe bis zum 28.2. aufenthaltsverbot erhalten. bei der schriftlichen verfügung die mir überreicht wurde steht folgendes drin, was ich unverschämt finde:
sachverhalt:
sie besetzten als teilnehmer einer demonstration das dach eines brückenzuges der fraport ag. es besteht daher der verdacht des hausfriedenbruchs. des weiteren standen sie in der vergangenheit im verdacht des landfriedenbruchs (pk heidelberg) dieser letzte satz finde ich unverschämt. ich bin noch nie verurteilt worden, selbst ein bußgeld wegen irgend etwas das auf landfriedensbruch sich gedanklich hinquälen könnte liegt nicht vor. da geistert ein eintrag, der konkret nichts aussagt in den polizeiakten über mich rum, wohl seit 25 jahren (startbahn west) und taucht frech in der verfügung auf. da wird ein bürgerprofil über mich erstellt.

Das HSOG setzt einige Grundrechte ausser Kraft. Nach §10 kann aufgrund dieses Gesetzes die Grundrechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes, Art. 3 der Verfassung des Landes Hessen), der Freiheit der Person (Art. 2 Abs. 2 Satz 2 des Grundgesetzes, Art. 5 der Verfassung des Landes Hessen), das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis (Art. 10 Abs. 1 des Grundgesetzes, Art. 12 der Verfassung des Landes Hessen), die Freizügigkeit (Art. 11 Abs. 1 des Grundgesetzes, Art. 6 der Verfassung des Landes Hessen) und die Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 des Grundgesetzes, Art. 8 der Verfassung des Landes Hessen) eingeschränkt werden.
Im Klartext: Die Polizei kann mit dem Hilfe des HSOG Überwachen, Wohnungen durchsuchen und leute für die Gefahrenabwehr für die Dauer des Aufenhaltsverbotes in Gewahrsam nehmen. Link zum Gesetzestext

Für die Erstellung der Verfügung reicht es nach §31 Abs 3 aus wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass es zu weiteren Straftaten kommt. Ähnlich wie die Rodung vor der Hauptverhandlung werden hier vor einer Beweisserhebung und Rechtssprechung vor Gericht Tatsachen geschaffen. Dazu ist es ausreichend wenn Polizei und Fraport Tatbestände konstruiert oder übertreibt. Mit dieser Strategie möchte die Fraport das Camp räumen und einschüchtern sowie kritische Berichterstatter fernhalten.


14 Antworten auf “Festnahmen und Polizeistrategie”


  1. 1 Mitbürger 25. Januar 2009 um 15:56 Uhr

    Der Admin Eurer Seite entfernt ja auch Meinungen die Euch nicht passen. Ich kann Euch übrigens nur empfehlen so weiter zu machen wie bisher. Dann dauert es nicht mehr lange bis alle Camp-Bewohner im „Knast“ sitzen. Ihr macht Euch echt lächerlich.

    Lasst die Waldarbeiter ihren Job verrichten, lasst die Polizei Ihren Job verrichten und bleibt friedlich und gelassen im Camp dann hat Eure Aktion einen Sinn.

  2. 2 Camper 25. Januar 2009 um 17:02 Uhr

    Übrigens nett: Wir gucken mal,ob uns Deine Meinung gefällt heißt hier „Dein Kommentar muss noch moderiert werden“ ;-)

  3. 3 anonym 25. Januar 2009 um 17:04 Uhr

    Hi
    Ich möchte von vorneherin klar stellen, dass ich den Sinn hinter euren Aktionen nachvollziehen und zum Teil teilen kann. Allerdings bin ich Pragmatiker und kann auch die wirtschaftlichen Aspekte sehen.
    Nachdem ich euren Blog verfolgt und auch von der anderen Seite viele subjektiv empfundene Informationen erhalten habe, muss ich sagen, dass ihr euch mit Überschriften die einer Bild-Zeitung Ehre machen würden, Übertreibungen und Verallgemeinerungen, dies betrifft vorallem Kommentare (Vergleiche mit Guantanamo, allg. Aussagen über steuergelder, die in dieser Diskussion nichts zur Sache tun, etc.) , leider lächerlich macht. Eine gute Idee oder moralische Pflicht, als die ihr den Schutz des Waldes wahrnehmt, muss in einer Form vetreten werden, die ernst genommen werden kann. Denn werden die Aktionen und Kommentare von Außenstehenden belächelt, schadet das der Idee, denn sie wird mit der negativen Konnotation der Aktionen behaftet. Wodurch ihr vielleicht mehr Schaden durch Überschriften wie “ Fraport rodet Menschenrechte“ verursacht als Nutzen für euer Projekt. Außerdem muss man trotz allem verständnis für beide Seiten dieser Diskussion haben, da auch Security, Polizei, etc. nur ihren Job macht. Außerdem sind nicht nur auch auf eurer Seite schwarze Schaafe ebenso wie auf der anderen.
    Was hilft es eine moralisch gute Sache schllecht zu vertreten und bei aller Liebe für die Natur, die sich wahrlich nicht sellbst vertreten kann, voreingenommen und verbohrt der anderen Seite gegenüber zu stehen ohne ins Kalkül zu ziehen, dass an dem ganzen Projekt auch Arbeitsplätze und Schicksale hängen. Ich möchte hier weder Pro noch Contra Stellung beziehen, sondern nur das Verständnis beider Seiten auf Motive und Probleme, als auch Methoden etwas zu schärfen.
    PS.: Zur erreichung eines zieles sind eben nicht alle Methoden recht ohne dem Ziel zu Schaden und ihm den Sinn zu nehmen.

  4. 4 Willi 25. Januar 2009 um 17:42 Uhr

    Hallo ‚Mitbürger‘,

    du schreibst:
    > Lasst die Waldarbeiter ihren Job verrichten, lasst die Polizei
    > Ihren Job verrichten und bleibt friedlich und gelassen im Camp
    > kann hat Eure Aktion einen Sinn.

    Es geht eben darum, dass Fraport vor dem Ende der Hauptverhandlungen Tatsachen schafft und den Wald abholzt.

    Geh‘ doch einfach mal in den Wald und guck dir die Vernichtung desselben an. Und wenn du dann schon mal da bist kannst du dir auch das Auftreten der Polizei angucken. Wie sagten meine alten Eltern gestern nach der Demo: Wir sind schockiert, wie die Polizei da Auftritt. In der bürgerlichen Presse (u.a. Hessische Rundfunk und Frankfurter Rundschau) erfährst du das nämlich nicht.

  5. 5 Antifa Stani 25. Januar 2009 um 19:22 Uhr

    ich kann Willi nur zustimmen!

    „mitbürger“ warst du schon mal im camp? hast du gesehn was da abgeht?
    unsere leute werden da psysisch demoliert indem die frasec leute und die polizei um das camp stehen und alle terorisiert.
    ja sie machen ihre arbeit aber ich wette das es genau so wie bei der start bahn west ist bzw. sein wird das enorm viele ihren dienst quitieren werden weil sie einfach einsehen das es eigentlich falsch ist und gegen ihre eigenen prizipschen ist.

    hier noch mal an die kräfte der polizei die diesen eintrag vielleicht lesen!
    ihr müsst eure arbeit machen das ist klar aber ihr könnt auch euch wehren das zu machen …
    die kontrollen am eingang der personalien, die eskorten bis zum camp, die übertriebene leibesvisitation, das filmen der personnen und und und …
    es ist einfach nur übertrieben! was sollen wir denn im camp machen? seit da doch echt locker! wir werden keinem ihrer vorgesetzten sagen das sie uns beispielsweise doch einen schlafsack mit nehmen …
    UND ihr könnt euch WEIGERN etwas zu tun was ihr nicht wollt!

  6. 6 Mitbürger 25. Januar 2009 um 19:53 Uhr

    Hallo Willi,

    Was wollt Ihr immer mit Hauptverhandlung? Fraport hat das Recht mit den Bauarbeiten zu beginnen seit dem der Planfeststellungsbeschluss unterzeichnet wurde. (Ende 2007)

    Es war ein reines entgegenkommen seitens Fraport die Besitzeinweisung und die Eilanträge abzuwarten. Die sind alle zugunsten Fraport’s entschieden wurden.

    Das schlimmste was Fraport in der Hauptverhandlung passieren kann ist das die Richter auf das Nachtflugverbot pochen.

    Je mehr ich hier im Blog lese bekomme ich das Gefühl das es hier weniger um den Wald geht sondern mehr darum Randale zu machen.

    PS: haben Deine Eltern auch gesehen wie mutwillig fremdes Eigentum seitens der Demonstranten beschädigt wurde?

  7. 7 Muartiez 25. Januar 2009 um 20:13 Uhr

    Hi.

    Zuerst muss ich meine tief empfundene Verbundenheit mit eurem Verlangen den Wald zu schützen bekunden. Es bedeutet nicht nur „Freiheit“ unter Bäumen zu leben, sondern es bedeutet vor allem auch „Freiheit“ für das was einem wichtig ist alles erdenkliche zu unternehmen! Und auch wenn die Natur nie vor Gewalt zurück schreckt, so kann der Mensch unterscheiden zwischen gewaltigem Auftreten mit dem Ziel vor Augen, und vergeudeter Energie mit dem Wissen das ein Erfolg nicht statt findet.

    Meiner Meinung nach helfen radikale Wege schon, aber man muss vorher wissen wo man ansetzen sollte. Ein radikales Auftreten auf dem Schlachtfeld in den eigenen Reihen fordert nur vermeidbare Verluste und Zerstörung des eigenen Gebietes. Ein Angriff auf die eigentliche Quelle jedoch bringt den Fluss zum versiegen. Somit hätte zu früherer Zeit ein Angriff auf die Finanzierer den gewünschten Effekt bringen können.
    Doch auf einem wahrlich verdammten Land auf ein Wunder zu hoffen hat keine Zukunft. Und auf Dauer hat nichts eine Zukunft.

    Also bleibt solange ihr noch könnt in eurem kleinen, traumhaften Lager. Genießt die Zeit, denn der der Moment kommt nicht wieder. Doch erkennt wann es Zeit ist zu gehen und schadet nicht den jenigen deren Motive ihr nicht nachvollziehen könnt. Die reiche „Upper Class“, auch wenn sie sich vielleicht nicht als solche sieht, ist für das Todesurteil verantwortlich. Doch ist jede einfache Arbeitskraft ersetzbar. Und jeder Mensch der nur seine eigene Arbeitskraft zum überleben bieten kann unterliegt nicht dem Willen der Gierigen, sondern seinem natürlichen Instinkt in seiner Umgebung am Leben zu bleiben…

    Ich sah euch mit Affengeschrei gegen den Zaun springen. Und ich drückte hin und her gerissen dagegen. Ich fühl mich auf der falschen Seite. Aber die Wahrheit ist das ich zwischen beiden Seiten stehe und versuche mich selbst am Leben zu halten indem versuche beide Seiten voreinander zu schützen. Aber die Macht der einen Seite hat vor kurzer Zeit den Kampf gewonnen. Es wird viele unschuldige Opfer der Natur geben. Lasst nicht zu das es noch mehr werden. Dieser Wald ist verloren. Die Menschheit schon lange dem Untergang geweiht. Ich rate nur jedem Menschen die letzten Kämpfe an Orten und mit Mitteln zu schlagen die den Sieg auch möglich machen. Am Ende hat nichts davon eine Bedeutung mehr und in dem Augenblick kurz davor bleibt nur der Rückblick darauf welche Entscheidungen man gefällt hat und welche Taten daraus entstanden.

    Konzentriert eure Kräfte auf die wichtigsten Punkte. Vergeudet keine Zeit weiter damit noch so viel Schaden wie möglich anzurichten. Orientiert euch neu, gruppiert euch neu und hinterlasst markante Spuren dort wo sie nicht so leicht vom Wind der Zeit verweht werden können. Ihr habt in dem Wald euren Frust, und den Frust von anderen, deutlich vertreten. Gute Arbeit! Dieser Kampf ist leider verloren. Doch hat man ihn nicht im Wald verloren sondern in der Politik. Dort wären die Kräfte wirklich von Nutzen gewesen.

    Ich bin müde von sinnlosen Kämpfen. Doch momentan scheint es das ich durch euch damit meinen Lebensunterhalt verdiene und gleichzeitig auch mein Leben damit aufs Spiel setze. Ich würde nur gerne nicht für einen hoffnungslosen Kampf mein Leben verlieren, sondern lieber mit voller Hoffnung auf den Sieg kämpfen. Und das setzt die richtige Nutzung der Zeit, des Momentes und des Raumes drumherum, voraus.

    Ich wünsche euch Alles Gute beim richtigen einsetzen eurer Kräfte, welche die entfachte Liebe eures Herzens aus euren Augen wieder spiegeln.

  8. 8 Mörfelder 25. Januar 2009 um 20:31 Uhr

    Was wurde denn beschädigt?

  9. 9 Woody 25. Januar 2009 um 21:16 Uhr

    Der Admin sorgt nur dafür, dass hier kein Flooding mit Inhaltsloser Polemik stattfindet. Das wurde nur deshalb notwendig, weil zu Hauf Kommentare mit dem Inhalt ihr Faulen, Irs solltet lieber mal duschen u.s.w. kam. Wenn das hier so wäre wie du beschreibst, dann könnte man deine Beschwerde hier nicht lesen. Dann würde ich es nicht für nötig halten dich aufklären zu müssen. Ich hoffe dass du es verstehst, dass die Diskusion unübersichtlich wird und das lesen hier zu Augenkrebs führt, wenn man die ernsthaften Kommentare erst aus der Masse an polemischen gefluche irgendwelcher Kommentarterroristen herausfiltern muss. Das ist Sabotage, die das Admin verhindern muss. Das ist der Job eines Admins.

  10. 10 CarstenSC 25. Januar 2009 um 21:33 Uhr

    Hallo Mitbürger,

    schon lange keinen größeren Unsinn gelesen. Beim Abholzen des Waldes wird das Eigentum der Bürger der Region mutwillig und dauerhaft zerstört. Nicht umsonst wurde das Waldgebiet vor Jahren zum Bannwald erklärt. Weil es in der dicht besiedelten Frankfurter Region kaum noch (beinahe) unberührte Natur gibt.

    Wir alle wissen, dass inzwischen auch der Flugverkehr an seine Grenzen stößt. Teures Kerosin und wirtschaftliche Turbulenzen haben im letzten Quartal zu einem Rückgang der Flugbewegungen in Deutschland geführt. Viele Bürger weichen auf Billigfluglinien aus, die sowieso nicht in Frankfurt starten. Und genau in dieser Situation leistet man sich eine vierte Flugbahn, die eigentlich nicht gebraucht wird. Abgesehen davon – nur Kirchturmpolitiker wollen eine Konzentration in Frankfurt. Für unsere Volkswirtschaft und unsere Ökologie wäre ein gleichmäßiges Auslasten aller deutschen Flughäfen eher sinnvoll.
    Ich war am Samstag zufällig in Kelsterbach und war entsetzt über all die Polizei und die vollendeten Tatsachen, die Fraport schaffen möchte. Mein Respekt gilt den jungen Leuten im Hüttendorf, die mit friedlichen Mitteln sich diesem Wahnsinn entgegenstellen. Und trotz dem teilweise brutalen und unnötigen Vorgehen der Polizei ihren defensiven und freundlichen Widerstand beibehalten.
    Schade nur, dass so wenig Bürger sich beteiligen.

    Gruß Carsten

    PS: Hier ein paar Fotos gefunden
    http://www.gibtnet.de

  11. 11 Stefan 25. Januar 2009 um 22:57 Uhr

    Hallo Liebe Leute,

    zu allererst muss ich sagen … ich kan neuch verstehen.
    Auch uns wird einiges „genommen“ wir gehören zu den Modellfliegern die hinten auf der Kaltexwiese fliegen.
    Plätze für uns sind Rar bzw. fast schon nicht mehr zu finden.

    Jedoch ist zu berücksichtigen … wieviele Arbeitsplätze der Ausbau schafft. Habt Ihr euch da mal gedanken drüber gemacht.

  12. 12 anonym 25. Januar 2009 um 23:03 Uhr

    Liebe Waldbesetzer,

    durchhalten! Nur durch ungebrochenen Widerstand kann sich der Widerstand in der Region entwickeln. Wir aus der Region sehen jetzt wie Recht und Gesetz missachtet wird und ich werde noch mehr leute für das nächste mal mobilisieren!

  13. 13 Mörfelder 26. Januar 2009 um 3:39 Uhr

    Hallo lieber Stefan, hallo lieber Mitbürger,

    es ist wahrscheinlich, dass die eventuell hinzukommenden Arbeitsplätze im Rahmen der Zeitarbeit abgedeckt werden, dem Arbeitenden also nur geringen Lohn bei kaum vorhandener (Planungs-)Sicherheit bietet und somit die Situation der Familienversorger kaum verbessert.

    Im Übrigen kann ich mich Carsten nur anschließen: die Zerstörung eines knappen, zum Wohlergehen des Volkes erforderlichen, Gutes ist ein weit schwereres Vergehen als das Umwerfen einiger Meter Bauzaun. Das Ansinnen der Fraport, das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes, als auch das Einknicken als Ausbaugegner gewählter Volksvertreter sind kurzsichtig und das Waldcamp -selbst wenn es den Ausbau nicht verhindert- von grundlegender Bedeutung.

    Als Vorbild an Einsatz, Willenskraft und Mut. Hier(über) kommen Menschen ins Gespräch. Hier erfahren Kinder, dass man phantasievoll und gewaltlos Widerstand leisten kann und es wird neue Tatkraft und dringend benötigte Solidarität mobilisiert, die hier und an anderer Stelle Ungeahntes Bewirken kann.

    Eindrücke vom Sonntag, den 25.01.2009

    Danke and alle Engagierten — Besetzer, BI und neu dazukommende Unterstützter!

    @Muartiez — Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du es draufhast eine andere Stelle zu finden, die bei ähnlicher Bezahlung weniger gegen Deine & unsere Prinzipien geht. Würde mich freuen. :]

    @Besetzer — Könntet ihr nach Durchsicht bitte nochmal eine aktuelle Wunschliste posten? Werden noch Decken gebraucht? Husten-/Schnupfenmedizin? Dicke Socken?

  14. 14 Muartiez 26. Januar 2009 um 22:45 Uhr

    @ Mörfelder & Peter

    Es gibt keinerlei Entschuldigung für die Vernichtung von zum aussterben bedrohter Arten. Der Baum-Bestand schwindet und damit auch die Überlebensmöglichkeit für die alles überschwemmende Flut der menschlichen Rasse. Solange keine Natur-Gewalt dem Einhalt gebietet wird es bis zum Schluss so weiter gehen. Ich bin der festen Überzeugung das es immer an den entscheidenen Stellen Menschen geben wird die es nicht anders kennen, und evtl. sogar aus Unwissenheit, ihre zerstörerischen Ansichten durchzusetzen. Ich glaube nur noch an das was für mich wichtig ist. Verdorben? Schon längst tot!

    Mich kümmern weder die Sympathien anderer Menschen noch das was sie stört. Für mich zählen nur noch die Liebe die ich ausstrahle und den bissel Spaß den ich suche. Aber mir macht es auch Spaß zuzusehen wie die Hoffnung in manchen Menschen ihre Leidenschaft voran treibt. Erinnert mich daran wie viel Spaß ich früher hatte. Und es erinnert mich daran das ein Mensch bei all seiner von ihm verleugnenden Blindheit immer noch den Drang verspürt zu helfen. Also das obwohl Menschen, bis auf die der Natur am nähesten, sich für das eine wild entschlossen einsetzen, und gleichzeitig gar nicht wirklich so leben könnten das es nicht großflächig schädlich wäre. Also man wirft nach den andereren und hängt aber trotzdem am gesellschaftlichen Faden.

    Deswegen habe ich es bei vielen Themen niemanden angeklagt, weil ich wusste das jeder schuldig ist. Somit gab gilt es sich auf das zu konzentrieren was übrig bleibt. Den Rest, wie etwa die Vernichtung der Natur kann man nicht ändern, bis nicht wenigstens ein umweltfreundlicher Plan für die Überpopulation dar liegt. Ich weiss nicht ob ich mich richtig verständlich gemacht habe ohne zu blöd rüber zu kommeen. Aber ich sehe keine Lösung für das Problem der menschlichen Überschwemmung, welche den Gedanken an eine Lösung der stabilen grundversorgung überhaupt erst Luft zum atmen lassen würde. So grausam es auch klingt aber in gewisser Weise sind Kriege fast schon eine Maßnahme um die Überbevölkerung zu stoppen. Natürlich ist es unmenschlich. Aber in einem radikalen Sinne fast schon „natürlich“.

    Es ist ein abstraktes Denken. Aber es läßt mir keine Möglichkeit als mich um mein Leben und das derer die mir wichtig sind zu kümmern. Und ehrlich gesagt kann ich seit dem ich akzeptiert habe das die Welt nicht besser wird blos weil ich mich für die Menschheit schuldig fühle. Stat dessen lebe ich mein Leben so gut es eben geht. Und ich glaube ich bin etwas minimalistisch veranlagt. Zumindest aus Sicht einer Luxus-Gesellschaft würde ich meinen. Aber wie schon gesagt, seit dem ich nicht mehr laut um die Welt trauere hab ich wieder Energie mich auf die Dinge zu konzentrieren welche mein Leben lebenswert machen. Nicht ehrenhaft. Aber wir sind hier nicht mehr in Schottland, und es bringt nichts mehr Schwerter für die Freiheit zu schwingen. Kalt, trostlos und menschenleer ist die Zukunft. Also lebe jetzt denn der Moment kommt nicht wieder! Aber vergiss nicht. Alles ist relativ da Jedem das Seine. (Vorsicht! Dem kraftvollen Sinn eines Spruches kann nicht durch falsche Einsetzung die eigentliche Bedeutung genommen werden.)

    Ich will euch nicht eurer Erfahrungen berauben. Jeder muss seinen Weg gehen. Aber es gibt so viele Perspektiven ein und der selben Sache das auch die stärksten Proteste einen stöhnen und den Kopf hängen lassen können. So viele Faktoren und keiner trägt zur Lösung bei. Denn der Weg ist das Ziel. Perfektionismus der Untergang.

    Ich denke ich habe mich nun genug geöffnet und kann nur sagen das ihr eure Energie nun nicht in einem Protest gegen meine Meinung vergeuden braucht. Dafür weiß ich zu sehr das ihr eben auch recht habt.

    Zum Schluss noch…
    Der Gehaltslohn ist nicht unwürdig. Ich habe schon in so vielen Bereichen gearbeitet und für meine Umstände ist es akzeptabel. Es reicht nicht für den Luxus den ich nicht brauch. Aber es reicht für das was mich gedanklich und körperlich am Leben hält.

    Und glaubt mir… Die Menschen dort im Wald… Nun… Nicht alle! Aber viele haben auch ganz natürlich etwas gegen die Rodung. Selbst die Chefs. Aber ein Menschenleben zählt in diesem Teil der Welt, wie in so vielen anderen, mehr als ein Baumleben. Und ein Job ist ein Job. Nicht jeder kann es sich leisten Job und Privatleben zusammen fließen zu lassen. Was ich damit sagen will: Viele sind nicht gegen euch von denen die euch als Feind erscheinen. Aber viele denken nur an sich selbst. Und wer kann es ihnen verübeln. Bei dieser Zukunftslage…

    Genug geheult! Schwingt euch auf die Bäume, zeigt allen was hier passiert und kommt runter sobald man euch anfleht. Mehr ist nicht zu erreichen. Und die Trauer ist groß!

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