Radtour: Rund um den Flughafen-Kahlschlag

Einladung zur Radtour: Rund um den Flughafen-Kahlschlag

Die BI Mörfelden-Walldorf lägt zu einer Radtour am Sonntag, den 01. Februar 2009
ein.

Am Radarturm wurde mit der Rodung von 60 ha Wald begonnen. Die 60 Ha gehören zu den Ausbaumaßnahmen im Süden, die mit den Bannwaldabholzungen für die A-380-Halle vor drei Jahren begonnen haben. Der Wald, der jetzt gefällt wird, ist immens wichtig als Schadstofffilter und als Lärmschutz gegen den Flughafen.
Wir werden uns das Gelände der (geplanten) Rodungen auf der Radtour ansehen.
Treffpunkt ist um 13:00 Uhr am Gundhof in Walldorf.
Die Tour führt zuerst zum Radarturm. Bei einem Zwischenstopp dort können sich auch Fußgänger und Autofahrer mit uns gemeinsam über das Ausmaß der Zerstörung informieren. Danach fahren die Radfahrer zusammen ins besetzte Camp in den Kelsterbacher Wald.

Wir erinnern nochmals daran, dass das Terminal 3 und die insgesamt 80 Ha (inklusive A-380-Halle), die zwischen Walldorf und dem südlichen Flughafenrand den Profitinteressen der Fraport zum Opfer fallen sollen, erst kurz vor Ende der Mediation den Beteiligten „untergeschoben“ wurden und in die Öffentlichkeit gelangt
sind. Auch die Zusage der damaligen FAG in den 70er Jahren gegenüber der Stadt
Mörfelden-Walldorf, den Wald dort nicht anzutasten, wurde nicht eingehalten. Bei dem Wald handelt es sich um Bannwald, der die höchste Schutzstufe genießen sollte, da sein Erhalt im Öffentlichen Interesse liegt.
Und: In der abschließenden Beurteilung des Regierungspräsidium zum Raumordnungsverfahren wurde ganz eindeutig der Verlust dieses Wald hier im Süden abgelehnt: Doch auf Druck des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums wurde dieser Passus geändert und damit der Weg frei gemacht für ein Verbrechen an Mensch und Umwelt.


11 Antworten auf “Radtour: Rund um den Flughafen-Kahlschlag”


  1. 1 Anonymous 27. Januar 2009 um 13:45 Uhr

    hej,

    will morgen in wald kommen und socken, regenjacken etc. mitbringen. komme ich damit durch die kontrollen?
    oder gibt es ein bevorzugten weg ins camp?
    danke

    j

  2. 2 Schmuggler 27. Januar 2009 um 16:43 Uhr

    Grundsätzlich gilt für jeden Versuch wichtige Dinge sicher durch eine Polizeikontrolle zu bringen: Treten Sie bestimmt auf ohne bockig zu wirken. Geben Sie bei einer eventuellen Durchsuchung den rechtmäßigen Zweck der Lieferung an ohne ausführlich zu werden. Inwieweit sich die einzelnen Polizisten der Möglichkeit bewusst sind dass ihr gesamter Einsatz nachträglich für illegal erklärt werden könnte ist unterschiedlich.

  3. 3 Nachdenker 27. Januar 2009 um 21:02 Uhr

    Bislang werden meines Wissens nur Utensilien beanstandet, die für einen beabsichtigten, längeren Aufenthalt dienlich sein könnten (Schlafsack, Isomatte, Zelt…) oder auch Kletterausrüstung.

    Verpflegung und Wäsche wird nicht angehalten. Es könnte sein, dass die Polizei Wetterbekleidung unter „längerer Aufenthalt beabsichtigt“ subsumiert und man dies hinterlegen muss und nicht mitnehmen darf.

  4. 4 soconda33 27. Januar 2009 um 22:14 Uhr

    könnt ihr noch baumaterial und werkzeuge aller art gebrauchen?
    wenn ichs einrichten kann, würde ich demnächst auch mal „reinschauen“. für mich stellt sich nur die gleiche frage – kommt man damit durch?

    (nochmal an euch alle meinen fetten respekt… haltet durch und die stimmung oben! kann mir vorstellen, wie anstrengend das ist…)

  5. 5 werwolf 27. Januar 2009 um 23:35 Uhr

    @ any : also wir wurden ziemlich lustlos ein bisschen kontrolliert und am nächsten morgen durften wir nicht mehr den weg zur okriftler nehmen … wir sind aber um den see gegangen und ham dann 2 km später die rodungsmaschine gesehn wegen der wir da nicht duerten …

    sprich erwarte gar nix logisches menschliches oder verständnis von den froschmenschen

    ein paar von denen würden bestimmt gern ma zuschlagen aber miit freundlichkeit und guten argumenten kann man denen immer ein dummes gesicht aufbrummen …

    wenn du vom flughafen kommst is da eine ampel , da is auch sperrung und umleitung tagsüber …. fahr wweiter in den nächten waldweg auf der linken seite … rechts is ja e der see ^^

    versuch da doch ma dein glück aber dann wollen die dir bestimmt erzählen das du das nicht darfst … stehn aber selber mit tausend bussen da also lass dich nicht einschüchtern … wir sind auch auf den normmalen weg zurück , ham den see einmal umrundet ^^ die wolltern das wir kilometer weit latschen , mien kumpel war nett wollte das einer mitkommt … geht net ihr müsst auseenrum ,… ich hätt mir da wahrscheinlich gleich ma ein platzverweis geholt ^^

    bis dann im wald

  6. 6 Yvonne 28. Januar 2009 um 13:22 Uhr

    Hallo Leute,

    ich möchte kommenden Sonntag mit ner Freundin, meinen beiden Töchtern und unserem Hund einen kleinen Spaziergang durch den Wald machen, grins …

    Wie kommen wir am Besten zum Camp bzw. kommen wir überhaupt noch zum Camp?

    Nen lieben Gruß,
    Yvonne

  7. 7 Nachdenker 28. Januar 2009 um 18:59 Uhr

    Hallo Yvonne,

    warum klickst du nicht einfach oben auf das Register „Kontakt/Wegbeschreibung“? Es empfielt sich, einen Ausweis mitzunehmen.

  8. 8 ebi 30. Januar 2009 um 9:47 Uhr

    wollen am Sonntag zur Radtour kommen. Da wir von außerhalb kommen: wie lange wird das ungefähr dauern? was muss man / was darf man nicht mitnehmen, wenns ins Camp geht?

  9. 9 Koch 30. Januar 2009 um 11:54 Uhr

    Ich begreife immer noch nicht was an einem „beabsichtigten längeren Aufenthalt“ unrechtmäßig sein soll?

    Wenn einer vorhat bis zur amtlichen Räumungsaufforderung zu bleiben, wieso soll er dazu keinen Schlafsack bzw. sonstige Campingausrüstung haben dürfen?

  10. 10 Nachdenker 30. Januar 2009 um 20:39 Uhr

    @Koch,
    Die Fraport ist formaljuristisch Besitzer des Geländes, auch des Campgeländes. Der Besitzer übt das Hausrecht aus, nicht der Eigentümer, wie der Mieter einer Wohnung, der auch nicht Eigentümer sein muss.

    Wenn es der Besitzer (z.B. Mieter) einer Wohnung nicht will, dass sein Besuch einen Schlafsack mitbringt, um sich häuslich niederzulassen, ist dies sein privates Recht.

    Die Polizei muss auch private Rechte der Fraport schützen, wenn gerichtlicher Schutz nicht rechtzeitig oder tatsächlich greift. Daran krankt es meiner Meinung nach.

    Die Fraport muss wohl, um das Camp räumen zu lassen, zuvor einen gerichtlichen Titel erwirken. Ein „Vermieter“, der „Besetzer“ in seiner „Wohnung“ toleriert, „mietfrei“ diese zu nutzen, kann sie nicht so ohne weiteres rausschmeißen lassen.

    Allerdings kann der Vermieter mit Hilfe der Polizei verhindern, dass sich an einem bestehenden Zustand etwas ändert, hier, dass noch mehr Besetzer hinzukommen.

    …so meine unmaßgebliche Meinung.

  11. 11 Nachdenker 01. Februar 2009 um 23:58 Uhr

    Bringe mal ein Update zur Fahrraddemo, war als Spaziergänger dabei:

    Ca. 80-100 Radler wurden vom Gundhof Richtung Radarturm von der Polizei eskortiert, womit ich meinen will, dass sie nach vorne und hinten absicherte. Es war kein erkennbarer Verkehr auf der Okriftler Straße, ich vermute, dass die Polizei weiträumige Umleitung organisiert hatte.

    Es war relativ wenig Polizei da, nur solche, die sich um den Verkehr kümmerte und ein paar Mannschaftswagen, die ohne erkennbaren Grund einfach hin und her fuhren. Zwei Polizistinnen hatten wohl das Sagen, eine junge Frau war dabei, die ich schon mal im Camp gesehen hatte.

    Am Radarturm lief dann alles problemlos.

    Ca. 70 Leute fuhren nach den Kundgebungen dann Richtung Norden zum Camp, da bin ich nicht mit, bin wieder zu Fuß zurück Richtung Gundhof. Es war leider saukalt, ich bewundere die Leute, hierbei viele Ältere in meiner Generation, die teilgenommen haben.

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