Film im HR. Zitat Ockel: Das muss ich den Bürgern noch beibringen
RTL Beitrag
Unter dem Protest von bestimmt 1000 Ausbaugegnern, die meisten davon Kelsterbacher Bürger, wurde am Montag abend unter unlauteren Bedingungen das besagte Eckpunktepapier mit unbekannter Mehrheit beschlossen.
Bereits gegen 19.15 war der große Veranstaltungssaal des Fritz-Treutel-Hauses besetzt, so dass die interessierten Besucher mal wieder im Foyer Platz nehmen sollten. Eine große Menschentraube versammelte sich vor dem Eingang und protestierte ebenso gegen den Ausschluss von der Sitzung, wie gegen den Waldverkauf und den Kooperationsentwurf. Kurze Zeit später mussten die Ordner dem Ansturm nachgeben und die Ausbaugegner stürmten in den Sitzungssaal, um mit Bannern und Plakaten die Stadtverordneten davon abzuhalten, sich mit dem Verkauf des Waldes an dem Ausbaufrevel mit schuldig zu machen. Auch auf der Bühne wurden 4 große Banner entrollt.
Mit erheblicher Verspätung, aber dafür mehr als gut besucht, begann die Stadtverordnetenversammlung schließlich mit einem Antrag der Wählerinitiative Kelsterbach, die Entscheidung heute auszusetzen: Die Bürger haben bei einer solch weitreichenden Entscheidungen das Recht, mit in die Entscheidung einbezogen zu werden, und selbst den Stadtverodneten fehlen trotz mehrfacher Aufforderung immer noch wichtige Unterlagen, wie bspw. der noch immer gültige Kooperationsvertrag mit der Fraport von 1968. Der Antrag stiess auf großen Beifall bei den Besuchern, die Abgeordneten der CDU und der SPD hingegen lehnten diesen unter großem Protest der Bürger ab.
Daraufhin gab es einen zweiten Antrag aus den Reihen der SPD, die Entscheidung aufgrund der Zustände in dem Raum ohne Diskussion direkt herbeizuführen. Alle Argumente seien auf der Ausschusssitzung letzten Donnerstag hinreichend erörtert worden, so dass man nun gleich mit der Abstimmung beginnen könne. Diese Beiträge gingen wie die folgenden jedoch in dem Raum komplett unter, so dass alle Zuschauer komplett entsetzt waren, hinterher zu erfahren, dass zwischen Tür und Angel tatsächlich erst dieser Antrag, und daraufhinh die besagte Eckpunktevereinbarung mit unbekannter Mehrheit abgegnet wurde. Die Abgeordneten und Bürgermeister Ockel verliessen daraufhin unter dem Schutz der Polizei und einem geschlossenen „Ockel raus“-Chor die Sitzung, die inzwischen von den Ausbaugegnern erstürmt worden war.
Ob eine Abstimmung unter diesen Umständen rechtsgültig ist, darf schwer bezweifelt werden.
Ein wütender Protestzug von 500 Leuten zog anschliessend noch zum Rathaus, um dem Gemäuer den neuen Chor „Ockel, Bender, Bannwaldschänder!“ entgegenzuschmettern, aber leider hatten sich die Abgeordneten woandershin verkrümelt, um eine Krisensitzung abzuhalten. Die Stadtverordneten der WIK haben sie bei all dem Tumult wohl vergessen, mit einzuladen…
Hier gibt´s ehenswerte Fotos, Filme und Berichte
echo online
hr-online
rtl hessen
fluglärm-eppstein.de mit Audio-Mitschnitt
über dieses traurigste Kapitel Kelsterbacher Stadgeschichte… aber ein Bürgerbegehren gegen diese Entscheidung ist in Vorbereitung. Und dies hat echte Chancen auf Erfolg.
Den Wald und das Camp, dessen Tage hiermit wohl auch gezählt sind, bringt dies leider nicht wieder.
Eine Räumung noch diese Woche ist damit wohl mehr als wahrscheinlich, Solidarität und Unterstützung wichtiger denn je…
Die „Tumulte“, ich würde es eher eine angeheizte Stimmung in einem passend zu KArneval dekorierten Saal nennen, wurden m.E. von Ockel bewusst herbei geführt, bzw. provoziert. Man wusste sehr genau, dass noch mehr Menschen kommen würden als vergangenen Donnerstag (der große Saal hätte wesentlich mehr aufnehmen können, wenn die Bestuhlung so eng gewesen wäre wie z.B. bei Kulturveranstaltungen, auf denen sich Geld verdienen lässt), sonst hätte man nicht draußen das Foyer gleich mitbestuhlt. Um für den Krawall zu sorgen, verfuhr man aber wie bei der Sitzung des Bau- und Hauptausschusses und sperrte Hunderte Menschen einfach aus, indem die auf ganzer Front verlaufenden Verbindungstüren zwischen Saal und Foyer geschlossen blieben. Kein Wunder, dass sich die Stimmung da schon aufheizte. Der zweite Affront der Ockel-Kamarilla gegen die Bürger der Stadt war die Ablehnung des Antrags von Mario Imbrogno, die Entscheidung über das Eckpunktepapier zu vertagen. Das Volk kochte erwartungsgemäß ud Ockel konnte sich zufrieden zurücklehnen: Abstimmung ohne vorherige Aussprache, anschließend Abgang unter Polizeischutz.
Fazit: Ockel ist ein gewiefter Taktiker, der es sogar mit einem Koch aufnehmen kann, aber ob er ein Bürgermeister ist, der außer seinen eigenen auch die Interessen seiner Stadt vertritt, das bleibt dahin gestellt.
Diese Vorgehensweise nennt sich scheinheilig „Demokratie“, wobei ich den Begriff Fiskatur passender fände. Aber nicht vergessen: Alle 20 Jahre im Schnitt nur so zwischen 10 und 20 Kreuzen…
K O N T A K T D A T E N S P D K E L S T E R B A C H
Der nette Herr Ockel gibt sich auf seiner sympathischen Webseite, mit der er die Bürgermeisterwahl gewann, sehr volksnah: Neben verlogenem Gefasel von der Ablehnung der Landebahn und der Wichtigkeit von Naherholungsgebieten schreibt er dort:
„Der direkte Kontakt mit der Bevölkerung ist unverzichtbar!“
Also los gehts:
Manfred Ockel
Pommernstr. 64
65428 Rüsselsheim
Telefon zuhause: 06142 – 56 22 88 (Quelle: Telefonbuch)
Telefon Sekretariat: 06107 – 773 309 (Quelle: Kelsterbach.de)
E-Mail: info@manfred-ockel.de
Alternativ freut sich sicher auch die SPD Kelsterbach über Feedback:
E-Mail: info@spd-kelsterbach.de
Webseite: www.spd-kelsterbach.de
Aber Achtung, der Stand der Webseite datiert noch aus grauer Vorzeit, als die Partei noch gegen die Landebahn war. Die Seite verfügt übrigens noch nicht einmal über ein öffenlich einsehbares Impressum („Sie sind nicht berechtigt, diesen Bereich zu sehen!“). Die Seite deshalb bei der Polizei anzuzeigen, um hier – genau wie im Wald – Zucht und Ordnung einkehren zu lassen, halte ich allerdings für völlig SINNLOS, ÜBERTRIEBEN und LUSTIG.
Wer hat uns verraten?
Sozialdemokraten…
wer war mit dabei?
fast jede partei…
http://www.fr-online.de/top_news/1672756_Tumulte-im-Parlament.html
mitkommentieren!
Was soll ich tun, um „Willkommen zurück Friedrich“
zu schliessen und dieses „Antwort hinterlassen“ nicht mehr mit meinem Namen und meiner mail-Adresse erscheint?
Kurze Frage: Wo waren bitte so an die 1000 Demonstranten? Also in den Berichten wird zwischen 200 und 300 Menschen gesprochen, und diesen Eindruck hatte ich auch. Die restlichen – fehlenden 700 – saßen wohl an den Radios und Fernsehern, oder schauten aus den Fenstern?
Mensch, Berichtschreiber. Blase doch „den Ballon“ nicht so auf, wenn Dir die „Luft“ hierzu fehlt. Braucht die Protestbewegung Übertreibungen oder nicht nachvollziehabre Schätzungen? Ich denke mal, dass unsere „Tatsachen“ gewichtiger sind, als „7stöckige Rabennester“
Waldemar
lest euch diesen artikel mal durch!!
Ich sage nur das die schreiberin der cdu SEHR nahe steht. Was ich sagen kann da ich sie schon länger kenne.
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/regional.php?oid=6124108
viel spaß
Sorry, habe den bericht erst später gefunden, das ist der link zur hessenschau.
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?key=standard_document_36339308&jmpage=1&type=v&rubrik=36082&jm=2&mediakey=fs/hessenaktuell/20090210_ha15_kelsterbacherwald
@Arbeiter:
Ich war vor Ort und finde den Artikel so schlimm nicht, auch wenn er von einer Flughafenausbaubefürworterparteianhängerin geschrieben wurde. Klar hätte man erwähnen können, daß die Bürger erst ausgesperrt werden sollten, aber an einem kleinen Detail sehe ich, dass die Schreiberin handwerklich ordentlich gearbeitet hat: „Der Bürgermeister VERLIEß den Saal in BEGLEITUNG von Polizisten“. In vielen anderen Medien war zu lesen oder zu hören: „Der Bürgermeister MUSSTE den Saal unter PolizeiSCHUTZ verlassen.“ Die Wortwahl macht hier einen gehörigen Unterschied aus, und die ist im AZ-Artikel sachlich und korrekt.
@Waldemol:
Nach meinem Eindruck liegt die Wahrheit dazwischen. Schätze 500-600 Zuschauer waren da, allerdings waren darunter natürlich auch viele Medienvertreter und Fotografen. Die Enge des Raumes, die vielen Banner und Transparente, und die Stimmung und der Lärm, die von uns ausgingen, hinterließen allerdings den Eindruck eines vollbesetzten Stadions, das kommt selbst in den Videos nicht annähernd so tumultig rüber, wie’s live war. Auch wenn er nicht mit dem gewünschten Ergebnis geendet ist, fand ich den Abend beeindruckend. Der Abend hat gezeigt, dass der Widerstand lebt.
@ wald emol: ich weiss nicht, wie die anderen berichte auf ihre zahlen kommen, ich jedoch hatte am abend selbst ebenfalls eine weitaus größere zahl an menschen überschlagen: die ca. 200 bestuhlungen waren bereits um 19.10 uhr besetzt. zu beginn der versammlung nach 20 uhr haben im raum selbst mindestens 3/4 der zuschauer gestanden, und das foyer war ebenfalls voll.
an der späteren demonstration haben sich mindestens 400 personen in richtung rathaus in gang gesetzt und ebensoviele blieben im bürgerhaus zurück oder verloren sich in andere richtungen.
die backen aufgeblasen haben, und das empfinde ich als viel wichtiger, andere: die spd- und cdu-stadtverordneten und bürgermeister ockel haben im anschluss an ihren „abstimmungserfolg“ den verkauf des waldes gegen den willen der bürger mit champagner gefeiert (siehe fotobericht auf fluglaerm-eppstein.de). ein skandal angesichts des themas, des ablaufs, der rodungen, der „ockel raus“-rufe und der immer wieder beteuerten zwangslage, die der stadt ja angeblich keine andere wahl liesse. eine krisensitzung sieht anders aus…
@wiesbadener, dein freund hat doch ganz am ende vor dem rathaus ein foto machen lassen?
Lg