Kommentar: Wenn der Dalai Lama Roland Koch besucht

Eigentlich sollten viel mehr Frauen in die Politik, weil dann die
Politik und auch die Welt besser wird, sagt der Dalai Lama. Ob er dabeiseinen persönlichen Freund Roland Koch angeguckt hat -oder sich selbst-ist nicht überliefert, und wenn, dann hat er bestimmt gelächelt…..
Letzten Mittwoch ist der Dalai Lama in Frankfurt eingeflogen . Auf dem Weg durch den Airport und zum Hotel in Gravenbruch hat Seine Heiligkeit bestimmt schon sehen können, wie kaputt die Natur und die Kultur in Koch Country ist. Aber in Rhein Main ist alles steigerbar, also musste er am nächsten Tag in die Commerzbank-Arena. Das ist ein mystischer Ort, denn
dort befand sich früher das Waldstadion, gebaut in den zwanziger Jahren für die Arbeitersportbewegung. Das wurde platt gemacht für einen Betonklotz, der aussieht wie ein notgelandetes UFO. Die „Arena“ ist eines der ersten Projekte der World City Airport.
Hier predigte der Dalai Lama von der Kunst des (Über)lebens. Die
Buddhisten setzen normalerweise auf Harmonie und Übereinstimmung , jetzt sassen sie auf leeren Betonrängen. Einen „Anwesenheitszwang“ wie bei den Zeugen Jehovas gibt es bei ihnen sympathischerweise nicht.
Also bekamen sie brutalstmöglich demonstriert, wie Kapitalismus funktioniert: Einerseits wurde kritisiert, dass die Eintrittspreise fürs Fussvolk zu teuer wären, andererseits machten seine Anhänger mit ihrer „Buddhismus gGmbH“ trotzdem einen saftigen Verlust. Ob sie bei der Commerzbank eine Kreditanfrage stellen müssen ?
Aber vielleicht hilft ja auch Freund RoKo mit Geld aus irgendeiner
Schatulle. Er schiebt ja auch sonst gerne Geld zwischen Wiesbaden und dem Flughafen hin und her. Die Fraport darf aber offiziell nicht als Steuern absetzender Sponsor in Erscheinung treten, da sie beim Ausbau des Flughafens in Xian/China schwer im Geschäft ist. Hoffentlich sehen die Chinesen nicht die Fotostrecken von Roland Kochs innigen Umarmungen mit dem Dalai Lama. Sonst könnte es ihm noch blühen, dass ihm dereinst mal der Leiter der Flughafenpolizei in Xian Platzverweis und Arrest erteilt. In unserer Achtung würde RoKo damit aber schwer steigen.
Vielleicht laden wir ihn und den Leiter der Frankfurter Soko Flughafen dann auch mal zum Erfahrungsaustausch „Kriminalisierung“ an die Mahnwache ein. Dem Dalai Lama wünschen wir ganz global einen allzeit guten Flug.


4 Antworten auf “Kommentar: Wenn der Dalai Lama Roland Koch besucht”


  1. 1 Donauwelle 11. August 2009 um 15:32 Uhr

    Und wenn die Chinesen sich auch davon nicht abschrecken lassen Opel aufzukaufen dann hat er ein Problem.

  2. 2 Lama 13. August 2009 um 14:12 Uhr

    Der Dalai Lama ist doch echt nur ein reaktionärer alter Sack. Keinen Deut besser als der olle RoKo.

  3. 3 Donauwelle 15. August 2009 um 16:55 Uhr

    Aufstände in Tibet niederzuschlagen ist das Sprungbrett zur chinesischen Präsidentschaft (siehe Lebenslauf Hu Jinatao), da sind die Anforderungen fürs Dagegensein halt nicht so hoch. Und besser die Verwirrten gehen zum Dalai Lama als zu Thor Steinar. Oder noch besser, sie finden Jiddu Krishnamurti.

  1. 1 Persephones Welt » Der Dalai Lama vor der Haustür Pingback am 05. August 2009 um 19:06 Uhr
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