Samstag Nacht

An der Okriftler Straße, höhe Landebahnbaustelle werden 3 Menschen für einige Zeit von der Polizei aufgehalten, um ihre Personalien zu kontrolieren. Bei einem durchwühlen sie außerdem die Taschen, und tasten ihn gründlich ab.

Eine (ziviles) Auto hält an, die Insassen steigen aus und wollen erfahren was los ist.
Die Polizisten fordern sie auf weiterzufahren, eine Beamte droht mit „unmittelbaren Zwang“ (sprich: körperlicher Gewalt). Da die Insassen des PKWs zum Teil etwas älter sind, traut sie sich dann doch nicht.
Folgendes erzählen die Polizeibeamten:
Die drei Personen werden aufgrund ihres „äußeren Erscheinungsbildes“ kontrolliert.
Sie sähen aus, als würden sie in der Mahnwache wohnen.
Die Polizei darf in Flughafennähe kontrollieren, wen sie will.
Junge Menschen die schwarze Kleidung tragen, gehören zum Schwarzen Block, und begehen Straftaten. (Die drei waren übrigends dunkel, aber nicht einheitlich schwarz gekleidet. Kurz danach tauchen mehrere junge Polizeibeamte in schwarz auf)
Wenn die Polizei nicht da wäre, würden die drei über den (seit kurzem mit Natodraht gesicherten) Baustellenzaun klettern (Wie sie darauf kommen, sagen die Polizeibeamten nicht).
In der Nacht davor wären erhebliche Sachbeschädigungen am Eigentum der Fraport AG begangen worden (soweit dem Autor bekannt wurden 2 Zaunelemente umgekippt).

Eine ganze Weile später dürfen sich die Drei wieder frei bewegen.

Einige hundert Meter weiter wird die nächste (deutlich größere Gruppe) kontrolliert.
Das sie kontrolliert werden, weil sie jugendlich wirken und einige von ihnen Dreadlocks haben, ist reine Spekulation.
Aber ziemlich wahrscheinlich.

Das die Polizei die Landebahn (wenn nötig mit Gewalt) durchsetzt ist unerträglich.
Das sie im Flughafenbereich willkürlich Menschen belästigt die optisch nicht in ihr Weltbild passen, ist ist nicht hinnehmbar.


7 Antworten auf “Samstag Nacht”


  1. 1 Donauwelle 25. August 2009 um 18:22 Uhr

    Leider muss man es so hart sagen, aber das ist allerprimitivste Reiz-Reaktions-Psychologie. Kaum werden bestimmte Schlüsselreize erfüllt behandelt der gemeine Büttel eine Person als habe diese ohnehin keinerlei Vertrauen mehr in Rechtsstaatlichkeit bzw. Gewaltenteilung zu verlieren. Läßt mensch sich von den staatsgewaltlichen Räuberpistolen nicht beeindrucken ist nachher die amtliche Verblüffung um so größer: Ach, Sie wollen tatsächlich was Sie sagen… Wie seelisch verwahrlost muss man sein um sowas als Beruf anzustreben?

  2. 2 punk.z 26. August 2009 um 15:19 Uhr

    Auf nachfrage, warum die Leute aus dem Auto weggehen sollen, da sie ja nichts machen außer der polizei ein wenig auf die finger zu schauen erläutert eine Polizistin: „Hier schaut niemand der Polizei auf die Finger!“

    …?!

    Bei der durchsuchung bezog sich die Polizei übrigens auch noch ganz offen auf inoffizielle/illegale Listen…

    lg,
    punkZ

    ps. man sollte öfters ein Tonbandgerät dabeihaben…

  3. 3 Donauwelle 27. August 2009 um 7:56 Uhr

    Es ist schon bemerkenswert wieviel Textmenge Du braucht nur um Dich darum zu winden dass die sogenannte Personenkontrolle nichts anderes als ein von den Tätern umbenannter Überfall ist.

    Das unterscheidet ein freies Land von einer Diktatur, dass die Menschen derartige Repressalien eben nicht einfach so als unausweichlich hinnehmen. Ich meine gegen Überfälle wie den oben geschilderten gibt es sehr wohl eine angemessene Prävention, und zwar die unverzügliche Abwicklung der Berufsverbrechereinheiten. Diese Büttel bilden sich ein nur weil sich noch kaum jemand ihrer erfolgreich erwehren kann müssten sie es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Wie beispielsweise Du. Willst an mir Naziklamotten sehen die es gar nicht gibt. Von einer Figur welche unter derartigen Selbsttäuschungen leidet könnte ich reinen Gewissens gar nichts über mich ergehen lassen. Und mit dieser Einstellung gehöre ich nicht nur in diesem Land zur Mehrheit, die Büttel jammern ja mittlerweile sogar in der Presse dass sie keiner mehr mag.

    Was soll der Quatsch die Polizei habe uns vor Nazis geschützt? Dieselben Nazis welche als Hilfsarbeiter des Fraport-Subunternehmers Kötter nur deswegen in den Wald kommen konnten weil die Büttel es ihnen ermöglicht haben?

  4. 4 Donauwelle 01. September 2009 um 17:38 Uhr

    Auweia das ist ja noch mehr Textmenge und Themen aus unterschiedlichen Threads planlos miteinander vermengt. Die Freud´sche Projektion zieht sich aber als roter Faden durch den gesamten Beitrag. Zur Nomenklatur: Der Begriff Büttel ist in diesem Sprachraum selbst Bestandteil traditioneller Ortsnamen. Wieso sollte ich Staatsgewalt beschönigen? Dass diese den Untertanen persönliche Dankbarkeit dafür abverlangt dass sie nicht noch schlimmer über sie kommt ist übrigens auch ein Erkennungszeichen einer Diktatur. Du behauptest Du wolltest uns besser vor Nazis schützen als die Antifa, aber wer schützt uns vor Dir? Die Abhängigkeiten in denen Dein Hilfspersonal steckt sind alles andere als vertrauenserweckend. Du gestehst ja selber es sei „allzuverlockend“ Büttel zu werden wenn man zu feige ist zum Arbeitsamt zu gehen und sich mit dem Kapitalismus auseinanderzusetzen.

  5. 5 Donauwelle 05. September 2009 um 15:16 Uhr

    Ach Gottchen, auf was für nem Film ist denn der hängen geblieben?

    Natürlich soll jeder erkennen können worauf meine Worte abzielen. Das ist es ja gerade. Nur die Büttel selber haben es noch nicht gemerkt. Aber keine Panik das ist bis jetzt immer so gewesen.

  6. 6 Donauwelle 06. September 2009 um 14:25 Uhr

    Könntest Du Dir bitte mal ganz schnell angewöhnen Deine „Spielchen“ nur dann zu versuchen wenn jemand soetwas ausdrücklich wünscht? Sonst muss ich mich bei Deinem Halter beschweren.

  7. 7 Donauwelle 07. September 2009 um 10:20 Uhr

    Wer hat behauptet ein Büttel wäre ein freies Individuum?

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>