Archiv für September 2009

Mega-Hub in unumkehrbarer Abwärtsspirale

Lufthanseat Nr. 1294 S.4 4.9.2009 Im Lufthansa-Konzern herrscht Endzeitstimmung, zumindest wenn man der sorgenvollen Miene glauben schenken darf mit der Carsten Spohr seinen Untergebenen aus der Mitarbeiterzeitung entgegenblickt. Dadurch dass sich der Flughafen in Zukunft den Interessen der Region anpassen muss, geht in den Augen des Cargo-Managers eine Welt unter: „Unser Geschäftsmodell […] hätte dann hier keinen profitablen Bestand mehr. Es gibt für uns und die Export-Nation Deutschland keine deutsche Alternative zu Frankfurt. Wenn hier nachts dicht gemacht wird, weichen deutsche Spediteure mit ihrer Fracht künftig vermehrt auf Paris, Amsterdam und andere europäische Großflughäfen aus.“ Doch hinter dieser Beschwörung des Wohlstandspatriotismus steckt weitaus mehr die hier angedeutete Panik vor Verteilungskämpfen: In der Speditionsbranche, deren Geschäftsmodelle ohne staatliche Rettungspakete auskommen müssen, rollt bereits heute jeder fünfte LKW nicht mehr, auf diese Weise kommt der wirtschaftliche Wettbewerb der Umwelt zugute. Den nur mittels politischer Manipulationen durchsetzbaren Überkapazitäten des gescheiterten Geschäftsmodells „Mega-Hub“ steht keinerlei tatsächliche Nachfrage gegenüber, also kann eine solche auch nicht abwandern.

Wirtschaftskrise – News


Gewerbesteuer in K-bach bricht um 62% ein

außerdem Lufthansa legt Flieger still
und Fraport will die Billigflieger
wieder ein Beweiss, das ständiges Wachstum im Kapitalismus keine Arbeitsplätze bringt sondern immer neue Krisen heraufbeschwört und die Lohnabhängigen in die Arbeitslosigkeit schickt.
Ganz abgesehen davon, dass dieses Wachstum auch ein Wachstum der Umweltkrise und der sozialen Krise nach sich zieht. Hier und Überall auf der Welt.

Freunde des Waldes – Ehrenmedaille in Silber

VGH genehmigt Müllverbrennungsanlage

Deutschlands größte Müllverbrennung soll in den Betrieb gehen. (Die Kommentierung in dem Artikel durch Sieghart Pawlik bitte nicht ernst nehmen)
Die FR sieht eine Reihe von Wiedersprüchen
- 700.000 Tonnen Müll sollen pro Jahr „verwertet“ werden.
- 480 LKW-Bewegungen für „Normal-Tage“ und 960 für „Spitzen-Tage“ wurden beantragt.

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Sonntag Film an der Mahnwache

Film „Tatort Fraport“
Die Aufführung beginnt am Sonntag, 13. September, um 21 Uhr unter der Zeltplane in der Mahnwache im Kelsterbacher Wald, Gelbegrundschneise. Der Regisseur David Ruf wird an dem Abend anwesend sein. Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Gelegenheit zur Diskussion.

Pm

Es wird BIO Malzbier gegen Spende ausgeschenkt und Veganer Kuchen für das Leibliche Wohl.
Am Abend wird dann die Bar eröffnet.

Statement eines Beteiligten: Offener Brief an die Kerweborsch

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Traditionen vs. Meinung

Der Magistrat der Stadt Kelsterbach hat sich in die Pflicht genommen gefühlt und spricht über Traditionen wenn gegenüber den WaldbesetzerInnen aus einer wortführenden Gruppe heraus rassistische und sexistische Äußerungen bis hin zur Androhung von körperlicher Gewalt angebracht werden. (mehr…)

Erster Prozess gegen Ausbaugegner wurde eingestellt

Am 09.09.09 wurde die erste der juristischen Possen vor dem Rüsselhseimer Amtsgericht eingestellt. (mehr…)

Letzte Bäume in Nähe des ehemaligen Waldbesetzer-Camps trotz Protest gefällt

Pressemitteilung der Umweltaktivisten gegen den Flughafenausbau Frankfurt

Kelsterbach, den 9.8.09
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Fraport in der Krise – Nachtflugverbot

Bedingt durch die Überkapazitäten im Luftverkehr ist die Fraport gezwungen Kapazitäten von anderen Flughäfen abzuziehen. Wie schon bereits in dem Blog angekündigt hat Fraport nach dem Versuch seinen Konkurrenten, dem Flughafen Hahn auszuschalten, die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Landebahn für Billigflieger und Kapazitätsverlagerung statt Wachstum und Arbeitsplätze wie in der Vergangenheit verkündet. Es entsteht eine Profitlogik die darauf abzielt Konkurrenten auszuschalten und eine Konzentration des Luftverkehrs am eigenen Standort zu erreichen. FR (mehr…)

Hungerstreik und Rodungsarbeiten

Ein RTL-Beitrag über Hungerstreik, Rodungen und Flughafenausbau in Zeiten der Wirtschaftskrise.
Die Allgemeine Zeitung über den Hungerstreik (nein, das braucht mensch nicht in Anführungszeichen zu schreiben).

die Puppe ist wieder zurück

als Resultat der vergifteten Atmosphäre und als Zeichen des guten Willens wurde die Puppe pünkltich zur Kerbebaumversteigerung am Montag Morgen zurückgegeben. Schade!

Kelsterbacher Kerbepuppe: Übergabe gescheitert

Artikel in der fnp
Die Kerbepuppe sollte (traditionsgemäss) öffentlich auf der Bühne der Kerb ausgetauscht werden. Gegen 50 Liter Bio-Malzbier hätte sie unversehrt zurückgegeben werden sollen. Doch dazu kam es leider nicht. Einige aufgebrachte volltrunkene „Kerweborsch“ (die Vernünftigen waren leider in der Minderheit) beschimpften die Waldbewohner, drohten mit Schlägen und wurden handgreiflich, woraufhin wir die Verhandlungen abbrachen. Ihr Hauptargument war, dass Politik auf der Kerb nichts verloren hätte (unbegreiflich angesichts der fortschreitenden Rodungsarbeiten). (mehr…)

kerbepuppe gemopst und ausgetauscht: STOP AIRPORT EXPANSION

in der Nacht erschien den Aktivisten einer die Ihren, wie ein Engel, und er sprach: „Fürchtet Euch nicht, denn heute verkünde ich Euch große Freude! In dieser Nacht wurde Euch zu Kelsterbach…
…die Puppe am Kerwebaum, sprich am Wahrzeichen der Kelsterbacher Kirchweih, gegen ein sehr viel schöneres und aussagekräftigeres Exemplar ausgetauscht.“
Die Kerweborschen, Trunkenbolde fürwahr, waren taub und blind und machten darin der Fraport-Security durchaus Konkurrenz.
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Hungerstreik

Am Dienstag, dem 01.09.09, hat mit dem Ende der Brutperiode die erneute Rodung des Kelsterbacher Waldes begonnen. Unter den verbliebenen 72 Hektar Wald ist auch das einstige Besetzerdorf. Dort fuhren am Dienstag Morgen Rodungsmaschinen auf. Viele Menschen haben über 8 Monate in diesem Wald gewohnt. Sie haben dort gesungen, gearbeitet und gefeiert. Sie haben in den Bäumen geschlafen und friedlich mit allen anderen Mitlebewesen gelebt. (mehr…)

Die Bäume fallen – wir brauchen euch im Wald!

Wie schon geschrieben haben die Rodungsarbeiten für den Bau der Landebahn erneut begonnen. Gestern wurde an 2 Stellen begonnen: am Umspannwerk (nahe Kelsterbach) und beim ehemaligen Widerstandsdorf. (Wer damit was anfangen kann: Belgien ist zum größten Teil platt, da wo mal der Wachposten war auch, sie stehen jetzt vor der Goa-Fläche).
Die Kundgebung der BIs gestern abend war mit ca. 50 Menschen sehr überschaulich. (mehr…)

Rodungsbeginn

Wie erwartet hat Fraport damit begonnen den restlichen Wald zu roden! Das Bündnis der Bürgerinitiativen ruft deshalb zu einer Kundgebung heute um 19 Uhr am Kelsterbacher Bahnhof auf.