Fraport in der Krise – Nachtflugverbot

Bedingt durch die Überkapazitäten im Luftverkehr ist die Fraport gezwungen Kapazitäten von anderen Flughäfen abzuziehen. Wie schon bereits in dem Blog angekündigt hat Fraport nach dem Versuch seinen Konkurrenten, dem Flughafen Hahn auszuschalten, die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Landebahn für Billigflieger und Kapazitätsverlagerung statt Wachstum und Arbeitsplätze wie in der Vergangenheit verkündet. Es entsteht eine Profitlogik die darauf abzielt Konkurrenten auszuschalten und eine Konzentration des Luftverkehrs am eigenen Standort zu erreichen. FR
Fragt sich nur wie der Standort für Billigflieger attraktiv gestaltet wird, etwa durch längere Wartungsintervalle an den Maschinen oder durch Leiharbeiter die für 7,50 Euro an den Triebwerken schrauben.
Im Nachtflugverbot wurden Forderungen der SPD verlautet doch mehr auf die Menschen zu achten und „Wort“ zu halten. Dabei steht die SPD für den Ausbau und versucht in sozialdemokratischer Rhetorik das gute Gewissen für die Menschen zu spielen.
Dabei ist das Problem in des Passagier – und Frachtverkehrs nicht in den Nachtflügen zu suchen. Der Passagier und Frachtverkehr hängen so weit miteinander zusammen als das der Frachtverkehr die billigen Flugticket subventioniert und Passagierflüge ohne Fracht zu den Preisen nicht rentabel sind.
Natürlich hat die Lufthansa dabei auf die Arbeitsplätze hingewiesen, die an dem Luftverkehr hängen. Als ob eine Aktiengesellschaft dazu da wäre Arbeitsplätze zu schaffen und sich dem Schaffen von Arbeitsplätzen verschrieben hätte.


9 Antworten auf “Fraport in der Krise – Nachtflugverbot”


  1. 1 Joe 09. September 2009 um 16:06 Uhr

    Soweit alles richtig was Ihr hier kommentiert, aber bitte die Hausaufgaben ordentlich machen !!! Den Airport Frankfurt-Hahn (wie von der Ryan-Air publiziert) gehört nämlich der FRAPORT zu über 50 % !! Und wie z.B. Ryan-Air würde nicht aus Hahn abziehen nach FRANKFURT-RHEIN-MAIN, weil die wollen nämlich entweder nichts oder ganz ganz wenig für Ladegebühren und Handling zahlen, genau wie die LH und andere Geier…. !! Was solls, den Rest legen ja die Steuerzahler drauf… weil wie in Frankfurt (Großaktionär = Stadt Frankfurt und das Land Hessen) ist auch in Hahn das Land Hessen und Rheinland Pfalz beteiligt..

    Vielleicht wird auch jetzt einigen klar, wieso der Kelsterbacher Wald und nicht der Frankfurt-Stadtwald daran glauben mußte… Man will Geld machen, aber auf andere Leute Kosten. Fr. Roth und Hr. Koch würden doch sonst auch vom Fluglärm daheim gestört !!!

  2. 2 Administrator 09. September 2009 um 16:41 Uhr

    Der Airport Hahn gehört nicht mehr Fraport.
    Verkauft wie ein sanierungsbedürftiges Gebäude.

    Siehe hier:
    http://www.fraport.de/cms/presse/dok/334/334089.flughafen_frankfurthahn_fraport_uebertra.htm

  3. 3 Joe 09. September 2009 um 16:46 Uhr

    Sorry, Danke für die Info. Aber Land Hessen (Roland K) ist noch immer an beiden Airports beteiligt……

  4. 4 Donauwelle 09. September 2009 um 17:46 Uhr

    Unter einem Strategiewechsel verstehe ich etwas anderes: Sofortiger Baustopp an der vierten Landebahn und Rückbau der dritten Startbahn innerhalb eines auszuhandelnden Zeitraums sowie unmittelbare Wiederaufforstung des zerstörten Waldes unter Aufsicht des Bündnisses der Bürgerinitiativen. Alles darunter ist doch nur planloses Gewackel.

  5. 5 Matthias 10. September 2009 um 21:52 Uhr

    Wer sagt denn, dass so ein Strategiewechsel überhaupt kommen soll. Ich glaube da ja nicht wirklich dran. Es wird wohl noch eine ganze Weile über den Wald gestritten, aber am Ende werden sich die alten Fraport-Pläne doch durchsetzen, egal wie man das nun verkaufen will oder betitelt. Bin wirklich mal gespannt, was aus dem Frankfurt Airport in den nächsten Jahren noch wird.

  6. 6 Stefan 11. September 2009 um 11:50 Uhr

    Hier sollte man sich doch langsam mal Gedanken machen, wie man Lösungen für das Problem findet. Das ganze diskutieren hilft doch auf Dauer nicht. Wenn das so weitergeht sehe ich für den Airport keine Zukunft.

  7. 7 Donauwelle 15. September 2009 um 11:21 Uhr

    Das Problem der Investoren ist dass sie sich anscheinend lediglich Wucherung oder Schließung vorstellen könnnen, aber nicht dass sich die Anlage auf eine ideale Größe einstellt. So beeinträchtigt eben die Vermittlung der Interessen über das Geld auch die Wahrnehmung der Realität. Was Fraport bzw. seine Investoren aber dennoch unmittelbar zu einer politischen Lösung beitragen können ist die Auswechselung des obersten Flughafenpolizisten. Der Abschied vom perspektivlosen Weiterso ist nicht nur eine Geste dass auf Einklang mit der politischen Willensbildung Wert gelegt wird sondern auch der kleinstmögliche Anfang eines zukunftsfähigen Strategiewechsels.

  8. 8 Carrie 21. Dezember 2009 um 17:47 Uhr

    Der Artikel ist sehr schlecht recherchiert. Überkapazitäten im Luftverkehr? Und die Landebahn für Billigflieger? Es kann sich ja jeder seine Meinung bilden, wie er will, aber doch bitte auf der Grundlage von Fakten.

  9. 9 vega-lounge 22. Dezember 2009 um 16:08 Uhr

    Den Beitrag von Carrie kann ich nicht nachvollziehen. Jeder Fracht- und Passagierrückgang erzeugt Überkapazitäten sowie Konzentrations- und Verdrängungsprozesse.
    Die Fraport baut mit der Landebahn Nordwest ihre Kapazitäten stark aus. Diese muss sie füllen, Nichtauslastung ist teuer. Sie wird versuchen, ein gestaffeltes Angebot zu machen. Attraktive Zeiten/ Slots werden teurer, unattraktive billiger. Da sollen die Billigflieger reinrutschen, ohne das „gute“ Geschäft zu kannibalisieren. Die Bahn AG macht das ebenso.
    Die Fraport-Wirtschafterei ist eigentlich nicht unser Problem. Aber wir alle sehen doch, dass die Mehrzahl der Leute tendenziell ärmer wird. Sowohl an Geld als auch an Möglichkeiten. Flughafenregionen werden Billiglohnzonen. Fliegen ist Luxus, und trotzdem sind sie dabei, die Gesellschaft weiter so umbauen, dass es für Alle alternativlos wird. Immer mehr Wirtschaftsleistungen werden logistisch mit einem Flug verknüpft werden. Beispielsweise eine Operation- sie werden Dich nicht mehr in ein nahegelegenes Krankenhaus schaffen, sondern europaweit in das Günstigste oder Beste (je nach Geldbeutel) fliegen.

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