Der Flugverkehr in der Krise

Bereits am 23. Oktober hielt Winfried Wolf, Berater der verkehrspolitischen Sprecherin der Linkspartei im deutschen Bundestag, im Bürgerhaus Mörfelden einen Vortrag, der sich u. a. mit der Fragestellung befasste, ob es realistisch sein kann von einem künftigen weltweiten Flugverkehrswachstum auszugehen:

„Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Flugzeugbauer Rüstungskonzerne. Das Geschäftsmodell dieser Flugzeugbauer ist das, dass eine Art Osmose stattfindet von öffentlichen Geldern für Rüstung die rübergehen zum freien zivilen Flugzeugbau, manchmal auch umgekehrt, in der Regel aber in dieser Richtung, das heißt dass dadurch eine Subventionierung mit öffentlichen Geldern stattfindet.“ (40. Minute)

Der gesamte Vortrag zum Download und zum Anhören:

Selbes Thema, andere Perspektive. In einem weiteren Vortrag zwei Tage zuvor im DGB-Haus in Freiburg erklärte Jürgen Grässlin, Deutschlands prominentester Rüstungsgegner:

„Wie können wir die Geschäftsführung der Litef damit konfrontieren, dass sie nicht nur zivile Produkte herstellt, die eingesetzt werden in der Marine oder in Zivilschiffen? Also es gibt auch durchaus eine sinnvolle Produktion bei Litef, nämlich Bordcomputer und Navigationsbestandteile für zivile Schiffe, auch Flugzeuge. Ich denke dagegen gibt es nichts einzuwenden, im Gegenteil, man sollte fordern dass der Rüstungsanteil bei Litef heruntergefahren wird, dass Rüstungskonversion stattfindet, eine sinnvolle Umstellung von der militärischen auf die zivile Produktion, und zwar zu 100 Prozent.“ (19. Minute)

Der gesamte Vortrag zum Download und zum Anhören:

Tatsächlich nicht? Eine saubere Lösung für den Rüstungsetat würde schließlich auch ein Gesundschrumpfen des zivilen Flugverkehrs erlauben. Wie können ökologische und pazifistische Ansätze nachhaltig miteinander verflochten werden?

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