Gefunden auf klimaschutzvonunten.blogsport.eu:
- 20. Januar 2010: BS: Polizei und RodungsarbeiterInnen erneut aus dem Querumer Forst vertrieben
Heute, um 15:40 schafften es FlughafenausbaugegnerInnn erneut Polizei und RodungsarbeiterInnen samt Harvestern aus dem Rodungsgebiet zu vertreiben, das ganze wurde gefilm von RTL Nord.
Unterstützt den Widerstand gegen den Flughafenausbau in Braunschweig!
- 19. Januar 2010: Anti-Flughafenausbau-Widerstand in Braunschweig geht weiter
Die AnwohnerInnen des Querumer Forstes, sowie einige AktivistInnen von weiter weg, waren das Wochenende weiter aktiv gegen den Flughafenausbau.
Samstags wurden die Harvester bereits durch eine Sitzblockade von am ausfahren aus ihrer Garage gehindert, um 14 Uhr wurden sie dann mitsamt RodungsarbeiterInnen, von 200 FlughafengegenerInnen, welche kurzerhand die Rodungsfläche besetzten, in den frühen Feierabend geschickt.
Am Montag morgen wurden die Harvester erneut durch eine Sitzblockade von 20 AktivistInnen, bereits um 07:00Uhr früh am ausfahren gehindet.Immer mehr Menschen beteiligen sich am Widerstand. Von den BIs ist Unterstützung von BaumklettererInnen gewünscht.
- 16. Januar 2010: AnwohnerInnen stellen sich Quer gegen die Rodung des Querumer Forstes

Wie hier schon berichtet sollen 60 000 Bäume gerodet werden für den Ausbau des Braunschweiger (VW-) Flughafens. Dies ist die größte punktuelle Waldzerstörung Norddeutschlands seit Jahrzehnten.
Die AnwohnerInnen haben jedoch sichtlich keine Lust auf die Ausweitung des Flughafens und wollen lieber den Wald schützen.Täglich wird deßhalb ein Protestmarsch zur Rodungsfläche unternommen, und das gute ist, dass es nicht beim einfachen Spazierengehen bleibt: Vergangenen Donnerstag beispielsweiße wurden 2 Harvester von 90 FlughafengegnerInnen gestoppt aus dem Spaziergang heraus. Man hatte sich in drei Gruppen aufgeteilt und war seitlich durch den Wald auf die Abholzstelle vorgedrungen. Am Donnerstag gelang es so mehreren Gruppen, bis direkt zu den Abholzstellen der Harvester vorzudringen und die Abholzerei eine Zeitlang zu stoppen. Und das war bereits das dritte Mal das die Rodungsmaschinen blockiert wurden, bereits am vorigen Wochenende wurden diese zweimal für bis zu 4 Stunden blockiert und somit die Rodungen verzögert.

Treffpunkt ist jeweils am Sportheim Waggum,
wochentags täglich um 15 Uhr, Samstag und Sonntag schon ab 14 Uhr
…. und 15 Min. später stehen die Harvester!Nicht nur wegen der Rodung riesiger Waldflächen ist dieses Projekt der totale Wahnsinn in Zeiten des bevorstehenden Klimachaos‘ sondern auch vor allem, da der Flugverkehr dadurch zunehmen wird, welcher die klimaschädlichste Fortbewegungsmethode ist.
Bereits vorletztes Jahr wurde aus diesen Gründen der Kelsterbacher Wald besetzt um den Ausbau des Frankfurter flughafens zu verhindern. Die Besetzung ist nun seit bald einem Jahr geräumt, es besteht aber weiterhin eine Mahnwache nahe der Baufläche der Landebahn.
Auch hier ist unterstützung und vor allem kreative Ideen für den Widerstand gefragt.Auch in London, wo gleich vier Großflughäfen ausgebaut werden sollen gibt es massiven Wiederstand gegen die Ausbaupläne
- 13. Januar 2010: Bericht aus dem Querumer Forst (der gerodet wird für den VW-Flughafen in Braunschweig)
Hier ein paar Informationen von den Aktionen gegen die Abholzung ders Querumer Forstes.
Die Holzerei kommt in mässigem Tempo voran. Seit gestern ist ein zweiter Harverster im Einsatz. Sie schlagen eine breite Schneise in Nord-Süd Richtung den Wald. Der wertvollste und grösste Teil steht noch.
Jeden Nachmittag ist um 15 Uhr Treffpunkt zum Waldspaziergang am Waggumer Sportplatz, der an der Grasseler Strasse liegt. Dort steht auch ein Wohnwagen als angemeldete Mahnwache. Alternativer Treffpunkt ist am Waldeingang Tiefe Strasse unweit des DLR-Geländes.
Ziel der Spaziergänge, z.Zt. meist 30 Leute, ist die Unterbrechung der Rodungsarbeiten.Die meisten Teilnehmenden kommen -mit Kind, Kegel und Hund- aus Waggum. Es ist schwerer geworden, bis an die Harvester heranzukommen, aber es geht. Dies wird als Ordnungswidrigkeit angezeigt und es erfolgt ein Platzverweis. Gestern waren 25 PolizistInnen und Reiterstaffel vor Ort. Die Security der Flughafengesellschaft ist ziemlich rabiat.
Politisch tut sich einiges. Vor allem bei der evangelischen Kirche rumort es an der Basis. Die CDU-Politiker versuchen in böse StörerInnen und brave, besorgte BürgerInnen zu spalten.
Für das Wochenende ist ein Protest-Biwak geplant. Vermutlich wird wieder auch am Wochenende gerodet.
Hier ein neuer Bericht aus Braunschweig. Am Dienstag,den 26.1., wurde die Umzäunung – Typ „Wildschutzzaun“– für das zum eigentlichen Startbahnerweiterungsbau benötigten Gelände fertiggestellt. In diesem Areal ist der Kernbereich gerodet, am Rand stehen noch Streifen mit sehr alten Bäumen. Ob diese in den nächsten Tagen auch noch abgeholzt werden, ist ungewiss.
Die Einzäung hat den Charakter der täglichen Demos verändert. Es ist frustrierend, ausgesperrt zu sein. Nach Mass der Dinge waren nur noch Versuche von Torblockaden möglich.
Am Dienstag waren auch GentechnikgegnerInnen im Wald, wegen des Verfahrens um die Feldbesetzung am Thynen-Institut im letzten April.
Momentan wird versucht, den politischen Druck auf VW zu verstärken. Der Konzern soll auf die paar geplanten Airbus-Flüge ab Braunschweig verzichten. Ebenso auf die DLR, nachdem herauskam, dass sie den Umbau von ihrem fetten Forschungs-Airbus vom Hersteller nicht genehmigt bekommen. Die sollen sich nach einem besseren Flieger umgucken.
Als sehr zäh erweist sich die Stadt -alles scheissegal an (Gegen-)Argumenten, wir sind (für) Braunschweig !!!- heisst es da. Bei einem Go-in im Rathaus kam heraus, dass SPD und CDU noch über 10 weitere Hektar Wald für eine Umgehungsstrasse abhacken wollen, die das OVG Lüneburg eigentlich abgelehnt hat. Ein Tunnel unter der Bahn wäre zu teuer. Momentan wird versucht, dem zuständigen Bischof angesichts der schwindenden Pro-Argumente eine klare Stellungnahme zu entlocken. Da ist besonders die versammelte Kirchengemeinde Waggum, deren Pfarrer jeden Tag zur Demo die Kirchenglocken läutet, hinterher .
Bis zum Wochenende werden die täglichen Demos vorerst weiterlaufen. Am Freitag, 29.1., wird es eine grössere Demo geben. Das Biwak steht noch, ist aber unter der Woche meist nicht bewohnt.
Video bei Youtube:
Querumer Forst – Keine Startbahnverlängerung! – Teil 1
Im Querumer Forst nahe Braunschweig wehren sich Anwohner und Bürgerinitiativen gegen den Ausbau des Flughafens. Die Start und Landebahn soll u. a. für das neue Forschungsflugzeug Airbus A320 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt verlängert werden. Die Volkswagen AG unterstützt das Vorhaben. AnwohnerInnen und Bürgerinitiativen bestreiten die Notwendigkeit einer Startbahnverlängerung für die Forschung.und wenden sich gegen einen Ausbau für Mangerflüge des Volkswagenkonzerns.
Nachdem die Gerichte den Weg für den Ausbau des Flughafens freigemacht hatten wird seit Anfang Januar 2010 mit der Rodung von insgesamt 60.000 Bäumen begonnen.
Der Wald war von der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz an die Flughafengesellschaft verpachtet worden. Ihr Vorsitzender ist der evangelische Landesbischof.
Querumer Forst – Keine Startbahnverlängerung! – Teil 2
m 2. Teil ziehen Anwohner von Querum und Waggum mit Spitzhacke und Spaten „bewaffnet“ in ihren zum Teil gerodeten Wald und pflanzen kleine Tannenbäumchen in den gefrorenen Boden. Damit unterstreichen sie ihre Forderung an die politisch Verantwortlichen die Rodungen zu stoppen und stattdessen den ökologisch wichtigen Wald wieder aufzuforsten.
Gleichzeitig besteigen Mitglieder von Robin Wood Bäume und hängen ein Transparent auf mit der markanten Feststellung: VW – Umweltzerstörer mit 2 Buchstaben.
Gruß Willfried (Quer-TV)