Archiv für März 2010

Weitere Waldverluste

Auch nach dem vorläufigen Abschluss der Waldrodungen für den Flughafenausbau, fallen weiterhin Bäume diesem Projekt zum Opfer.
Zu erwähnen sind insbesondere Sturmschäden, denen viele Bäume am Rand der Rodungsflächen zum Opfer fallen, die bis kurzem noch mitten in einem geschlossenen Waldstück standen, und dementsprechend auf Stürme in dieser Intensität überhaupt nicht eingestellt sind. Davon ist unter anderem die Südseite des Mönchwaldsees betroffen.
Die folgenden Bilder entstanden am 14.03.
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Zwei neue Waldbesetzungen in Großbritannien

Nachdem der besetzte Wald in Schottland, Mainshill vor zwei Monaten geräumt wurde, um ihn zu roden und Braunkohle abzubaggern wurden nun innerhalb von wenigen Tagen zwei neue Wälder besetzt. Bei beiden Besetzungen ist es ebenfalls der Plan den Abbau von Braunkohle zu verhindern. Allein in Schottland hat die Regierung die Erlaubnis für 20 weitere Braunkohletagebaue gegeben.

Kelsterbach: Eckpunktepapier ist wieder da!

Lange Zeit war nichts mehr zu hören, wegen dem Eckpunktepapier der Stadt Kelsterbach für einen Vertrag mit der Fraport. Sein Inhalt: Verkauf zahlreicher Flächen an die Fraport, Verzicht auf Klagen gegen den Flughafenausbau, Enge Kooperation zwischen der Stadt und der Fraport. (mehr…)

Prozess gegen Ausbaugegnerin am Mittwoch


Pressemitteilung der Unterstützer_innen-Gruppe:

Hochsicherheitssaal für Prozess gegen Umweltaktivistin in Frankfurt

Am heutigen Mittwoch (17.3.) begann vor dem Amtsgericht Frankfurt am Main der Prozess gegen die für ihr umweltpolitisches Engagement bekannte französische Kletteraktivistin Cécile Lecomte.

Vor Gericht muss sie sich wegen ihrer Beteiligung an Demonstrationen gegen den Flughafenausbau im ehemaligen Kelsterbacher Wald ( Harvesterbesetzung und Baumbesetzung) sowie wegen einem luftigen Spaziergang auf dem Dach des Frankfurter Hauptbahnhofs verantworten. Der erste Verhandlungstag wurde von Kontrasten geprägt: Bunter Protest mit Transparenten vor Gericht versus massives Polizeiaufgebot; üblicherweise für schwere Gewaltverbrechen vorbehaltener Hochsicherheitsaal versus auf sehr dünnem Eis liegende Beweislage.
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Straßentheater gegen Repression in Frankfurt

transpi

Heute in Frankfurt: Ein Fernsehteam vom Mars war auf der Konstablerwache gelandet und interviewte Passanten. Sie versuchten herauszufinden wieso Erdlinge kriminalisiert werden, die auf Bäumen leben und diese vor der Abholzung bewahren wollen. Die befragten Erdlinge konnten dies auch nicht verstehen und waren überwiegend selbst gegen den Flughafenausbau. Ungläubig flogen die Marsianer wieder ab. Warum auf der Erde von oben gegen den Willen der Menschen entschieden wird, konnten sie sich nicht erklären. Das Spektakel im Gericht wollen sie nicht verspassen, da es dort die Gelegenheit gibt, die Robenträger persönlich zu befragen.
Weitere Hintergründe hier

Termin: 17.3. – 9 Uhr Amtsgericht Frankfurt am Main – Gebäude E in der Hammelgasse 1 – Raum 23 (auf Raumänderung achten!)
Vorausischtlich zweiter Verhandlungstag: 31.3. – 13.30 Uhr selber Ort


Repression gegen AusbaugegnerInnen geht in die nächste Runde

Die juristischen Repressalien gegen Menschen, die sich gegen den Flughafenausbau gewehrt haben, gehen weiter. Am Mittwoch dieser Woche, dem 17.03.2010 um 09 Uhr findet vor dem Amtsgericht Frankfurt (Hammelgasse 1 Gebäude E) ein weiterer Prozess gegen eine Ausbaugegnerin statt. Vorgeworfen werden ihr a) die Besetzung einer Rodungsmaschine b) die Besetzung eines Baumes auf der Rodungsfläche und c) eine Kletteraktion im Rahmen des Jugendumweltkongress 08/09.
Wir rufen alle solidarischen Personen auf, den Prozess kritisch zu begleiten!

Heute abend (15.03.) findet um 19:30 Uhr im Cafe Exzess in Frankfurt-Bockenheim (Leipziger Straße 91) ab eine Infoveranstaltung statt, bei der über die Gerichtsverfahren gegen AusbaugegnerInnen informiert werden wird.

Transition Heathrow verwandeln – von dem Bau der 3. Startbahn bedrohte – Brachfläche in Gemeinschaftsgarten

Von klimaschutzvonunten.blogsport.eu

AktivistInnen der Gruppe „Transition Heathrow“ haben eine ehemalige Gärtnerei besetzt und die Brachflächen in einen öffentlichen Gemeinschaftsgarten verwandelt. Die Fläche ist bedroht vom Bau der 3. Startbahn des Londoner Flughafens Heathrow.
Gegen Mittag besetzten etwa 20 AktivistInnen die Fläche bei Sipson, eines der Dörfer die beim Bau der 3. Startbahn komplett zerstört würden. Nach der Besetzung wurden die neuen Nachbarn und der lokale Widerstand sofort über die Widereröffnung der Gärtnerei als Gemeinschaftsgarten zum Nutzen aller informiert.
Das „Grow Heathrow Projekt“ hat zum Ziel den lokalen Nahrungsmittelanbau zu unterstützen in einer Region die ehemals mit die fruchtbarsten Böden Großbrittaniens hatte. „Transition Heathrow“ hat dieses Projekt gestartet um zu verdeutlichen, dass ein lokal kontrollierter Nahrungsmittelanbau entscheidend ist um fosile Energien zu überwinden und das Klimachaos zu verhindern.
Die alte Gärtnerei soll aber auch für andere Aktivitäten genutzt werden: Eine Fahrradwerkstatt soll entstehen, eine Kleiderproduktion, Solidaritätsunterstützung für lokale ArbeiterInnen und direct Action Workshops für AnwohnerInnen die die 3. Startbahn verhindern wollen.

Als erstes musste die Gärtnerei aufgeräumt werden, da sich in der Zeit des Leerstandes viel Müll angesammelt hatte.
Amy Summer, eine AktivistIn gegen die 3. Startbahn sagt: “ Wir bekämpfen die 3. Strtbahn seit Jahren, das hat die Gemeinde geprägt. Diese Art von Aktion hift nicht nur die Startbahn zu bekämpfen, sondern auch die Gegend zu regenerieren, lokale Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen und biologischen Anbau zu unterstützen“

Das sympatische an vielen direkten Umweltaktionen in Großbritannien ist, das sie radikal sind von Inhalt und Aktionsform – die Fläche beispielsweiße ist nun besetzt – dass sie es aber auch schaffen den lokalen „bürgerlicheren“ Widerstand einzubinden durch nette Ideen, wie besispielsweiße der Gemeinschaftsgarten.