Happy Landings?

Fraport feiert die Zerstörung des Kelsterbacher Waldes

Vom 24. bis 26 Juni feiert die Fraport AG auf dem Areal der zukünftigen Landebahn Nordwest ein Volksfest. Auf den Gräbern hunderttausender Bäume wird der Triumph über die Ausbaugegener zelebriert.

Es werden verschiedene Aktionen hierzu stattfinden, u.a. einem Flashmob (als angemeldete Demonstration) im Terminal, aber auch vielfältige Veranstaltungen auf dem Gelände der ehemaligen Mahnwache, u.a. Vorträge, Workshops und Konzerte. Ein Aufklärungsflyer, der auch an die Passanten des Flashmobs und an die Volksfest-Besucher gerichtet ist, wird neben viel Information selbst auch auf unser Programm hinweisen. Das ist im Gegensatz zu der Augenwischerei des Flughafenbetreibers vor allem sachlich-inhaltlich orientiert. In verschiedenen Vorträge werden die sensiblen Punkte wie Lärmentwicklung, Lobbyarbeit und Prozesse gegen Ausbaugegner thematisiert, anstatt die Bürger mit einem Volksfest zu verblenden.

Hier die endgültige Version des Flyers einschließlich dem Programm des Wochenendes zum Download.


2 Antworten auf “Happy Landings?”


  1. 1 vega-lounge 11. Juni 2011 um 15:57 Uhr

    „Bürger nehmen ihre neue Landebahn in Besitz“ – solche Schlagzeilen dürften sich Fraport und Landesregierung nach ihrem Volksfest -das sie sich einiges kosten lassen- wünschen.
    Die Fraport besetzt Terrain und öffentliche Meinung – und wir haben das Problem, den Leuten klar zu machen, dass die Fraport auf der Oeffentlichkeit weggenommenes(gestohlenes)Gelände einlädt und der Flughafenkonzern Teil einer Verwertungslogik ist, die den BesucherInnen viel mehr wegnimmt (stiehlt) als sie je mit Freibier zu vergelten bereit ist. Dass es sich nicht mal um ein Kompensationsbemühen, sondern um einen Entmündigungsversuch handelt.
    Aber wie den Leuten beibringen, dass sie draufzahlen obwohl/weil sie etwas Schönes umsonst geboten bekommen ?

    Die Gegenaktionen müssen mehr als ein blosser Reflex sein- wenn wir richtig schlecht drauf sind, können wir als Verlierer dastehen, die mehr verloren haben als ihren Wald- nämlich auch unsere politische Definitionsmacht und unsere Gestaltungsspielräume. Wir müssen analysieren, worin wir eine Niederlage erlitten haben und worin nicht. Wir müssen aufzeigen, wofür wir über die Jahre gekämpft haben und was wir in Zukunft erreichen wollen. Deshalb heisst „Flughafen“ auch viele andere Themen mitdenken. . Das Klimaschutzthema und die Gefahr individueller und gesellschaftlicher sozialer Verelendung als drohende negative Auswirkungen der Landebahn kulmulieren mit deren Inbetriebnahme, der Protest verlief und verläuft (sich) in Wellen. Und kommt wieder. Da bietet es sich an, das Wochenende für eine Bestandsaufnahme mit Aktionen und Diskussionen zu nutzen, an die künftiger Protest anknüpfen kann.

  2. 2 BfU Eddersheim 14. Juni 2011 um 16:00 Uhr

    Der 25.Juni 2011 ist weltweiter Aktionstag gegen Umweltzerstörung, Ölforderung und für erneuerbare Energien
    unter dem Motto „Hands across the Sands“.
    Mehr Infos unter
    http://www.handsacrossthesand.com/
    Anregung: Eine riesige Menschenkette – wo auch immer – am
    25.06.2011 um 12 Uhr für 15 Minuten, als mediales Gegenstück zu
    der Götzenparty „Happy Landings“…..

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