Mahnwache am Freitag

Am Samstag und Sonntag sollen die Volksmassen auf die Landebahn strömen, um ein positives Bild der Firma zu erhalten, die sich in der Region vor allem durch Fluglärm, Privatisierung und prekäre Arbeitsverhältnisse bemerkbar macht. Aber schon am Freitagnachmittag lädt die Fraport einen ausgesuchten Kreis Lokalprominenz auf die Landebahn. Wir sind natürlich auch dabei, und halten ab 15 Uhr eine Mahnwache ab. Die Mahnwache findet unmittelbar an der Landebahn, südliche Okriftler Straße bei der neuen Feuerwache, statt. Um 16 Uhr beginnt am Wanderparkplatz (Okriftler Straße nördlich der Landebahn) eine Demonstration, die am Mahnwachenstandort enden wird.
Samstag und Sonntag findet dann das Gegenprogramm an der alten Mahnwache im Kelsterbacher-Restwald statt.
Im folgenden eine Pressmitteilung und Fotos vom Aufbau des Fraport-Events.

„Bereits diesen Freitagmittag wollen Menschen aus der Region gegen die Fraport-Grossveranstaltung „Happy Landings“ demonstrieren.
An diesem Tag findet auf dem Festgelände an der Landebahn das Sommerfest der Fraport AG statt. Im Gegensatz zu den Publikumstagen am Wochenende dient diese Veranstaltung der „Kontaktpflege“ mit Politikern und Geschäftsfreunden.

„Die Landebahn bringt uns Menschen in der Region nicht mehr Lebensqualität“ meint Peter Illert aus Dreieich, der die Mahnwache bei der Stadt Kelsterbach angemeldet hat. „Im Gegenteil: Ein wertvolles Naherholungsgebiet wurde zerstört – für eine Kapazitätserweiterung, die mehr Lärm schafft und nur mit Billigfliegern auszulasten ist. Und billiges Fliegen zieht niedrige Löhne am Flughafen nach sich, die wegen Schwund der Kaufkraft zur Verarmung des Umlands beitragen.“

Die Mahnwache soll mit Blickkontakt zur neuen Landebahn an der Okrifteler Strasse in Höhe der neuen Feuerwache stattfinden und beginnt Freitag um 15 Uhr.
Neben der Forderung, die Entwicklung des Flughafens an den Lebensbedürfnissen der Menschen der Region auszurichten, soll auch für die Solidarität mit Menschen in Umweltschutzbewegungen in anderen Ländern -etwa in Moskau- gemahnt werden.
Die Durchführung der Mahnwache ist jedoch noch in der Schwebe. Grund: Die Stadt Kelsterbach hat das betroffene Gelände an die Fraport verkauft und sieht sich nicht in der Lage, eine Genehmigung auszusprechen. Es wird sich zeigen, wie sich die Fraport gegenüber dem Demonstrationsanliegen verhält.“

Update: Die Mahnwache wurde genehmigt.

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