Demo 04.02. + Montagsdemos gehen weiter

Plakat0402
Außerdem gehen ab Montag (16.01.) die Montagsdemos weiter.


1 Antwort auf “Demo 04.02. + Montagsdemos gehen weiter”


  1. 1 vega-lounge 17. Januar 2012 um 13:12 Uhr

    Die Montagsdemos sollten wir stärker nutzen. Das gilt vor allem für das Verbreiten von Inhalten. Wie stellen wir uns den Flughafen der Zukunft vor ? Ich finde, es besteht eine grosse Kluft zwischen der emotionalen und der sachlichen Beteiligung der Demo-teilnehmerInnen. Etwa nach dem Motto: „Mein politisches Ziel ist….“ Weitergehende politische Inhalte sind zugunsten des „grossen Verneinungs-Konsens“ bei der Demo öffentlich abgemeldet. Hinter den Kulissen werden sie um so intensiver diskutiert. Interessant war diesen Montag die Rede von Dr. Michael Wilk, die absolut am Minimalkonsens (Anti Lärm und Roundup-PolitikerInnenschelte)blieb. Sie betonte den Gegensatz von BürgerInnen und PolitikerInnen. Das unterstrich M. Wilk mit der Bemerkung, die PolitikerInnen, welche sich jetzt gegen Fluglärm stark machen, wären die gleichen, welche die Start- und die Landebahn durchgepeitscht und die Leute aus dem Wald geräumt hätten. Wie jede und jeder zur PolitikmacherIn in eigener Sache werden kann, wurde (noch)nicht weiter ausgeführt. Das wollten die Leute auch gar nicht. Sie hatten Spass, einen intellektuellen Beitrag phonstark zu kommentieren. Michael Wilk liess kurz mal seiner anarchistischen Ader freien Lauf, als er bemerkte, er wolle die Rede „interaktiv“ halten und auch auf Stimme der Teilnehmenden eingehen. Das Publikumsniveau blieb aber leider bodenständig. Dabei ging es um ein wichtiges Thema ,nämlich um die Sondierungsgespräche mit der Landesregierung diese Woche.
    Vieles erinnert an die Entwicklung in Stuttgart. Zwar gibt es hier wie dort einige BürgerInneninitiativen, die mehr Mitglieder haben als in einen PKW passen. Die allermeisten Leute haben nur einen losen Anschluss an eine Dach-Initiative und kommen individuell. Sie handeln nur ausnahmsweise im Kollektiv.Irgendwann kommt ein Scheideweg, nämlich ob eine Wiedereinbindung/Deaktivierung oder eine Radikalisierung erfolgt. In Stuttgart ist ein Brechen des Protests gelungen. Hauptsächlich, weil die meisten Leute keine „Strategie der Strasse“ hatten, die repräsentative Politik mehr als adäquat ersetzt. Mal sehen, was die durch den Fluglärm zum Zwangskollektiv zusammengeschweissten Rhein-MainerInnen so hinbekommen.

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