TV-Beiträge

Gestern hat das 3sat-Magazin „nano“ ein Spezial zum Thema Fluglärm und Nachtflüge ausgestrahlt, dass unter diesem Link angesehen werden kann.

Zudem lief im hr die Diskussionsveranstaltung „Landebahn, Lärm und Nachtflüge“ über den Flughafenausbau.

Hier ist besonders M. Wilks Ansprache an die Flughafenbeschäftigten hervorzuheben. Solange diese mit dazu beitragen, die Fraport AG eher als Sozialunternehmen denn als Aktiengesellschaft darzustellen, als würde es am Flughafen miese Arbeitsbedingungen, Stellenabbau und Gewinnmaximierung gar nicht geben, kann auch ein Bouffier so tun, als vertrete er nicht den größten Fraport-Aktionär, sondern würde für einen Interessenausgleich eintreten. Eine Gesellschaft, in der die Einen, um ihr Leben materiell abzusichern, dazu beitragen müssen, Lebensqualität und Gesundheit der Anderen zu ruinieren, kann aber nicht ausgeglichen sein.

Sehr kritikwürdig war auch der Überblick zur Geschichte des Frankfurter Flughafens. Wie schon in der Vergangenheit schafft es der hr auch hier, kein Wort zur militärischen Bedeutung für die Nazis und den Flughafenausbau durch KZ-Häftlinge zu verlieren, ja selbst die Hakenkreuz-Fahnen bei der Einweihung des Flughafens unkommentiert zu lassen. Das die Fraport diesen Teil ihrer Geschichte aus der Firmenchronik gestrichen hat, ist widerlich genug. Das der hr es als seine Aufgabe anzusehen scheint, diesen Geschichtsrevisionismus im großen Stil zu verbreiten, ist eigentlich ein Skandal für sich.