Archiv für Mai 2012

Pfingsten 1983

Es gab mahnende Stimmen in der Bürgerinititiative: Geht da bloss nicht hin, die Gefahr einer gewalttätigen Konfrontation ist viel zu gross. Ihr wisst nicht, wer da mitmacht. Werdet ihr organisatorisch das Heft des Handelns in der Hand behalten? Oder doch die Gegenseite…..
Die Rede ist nicht von Blockupy 2012, sondern vom Pfingstcamp der StartbahngegnerInnen 1983. Schauplatz war nicht ein Zentrum der Bankenmacht, sondern ein Zentrum der Militärmacht, die US-Airbase… (mehr…)

Stuttgart 21 GegnerInnen bei Blockupy

Stuttgart 21 GegnerInnen:
„Warum wir bei der Demo gegen Bankenmacht und Sozialabbau mitgemacht haben“

Im Gegensatz zu den Frankfurter Flughafen-BIs haben die GegnerInnen eines anderen Verkehrsinfrastrukturprojekts, die Stuttgarter S 21-GegnerInnen, organisiert an der Frankfurter Grossdemo teilgenommen. Wie und warum kam es dazu? Einige TeilnehmerInnen berichten:

„Wir dachten, dass wir in Frankfurt auf einen grossen Block Flughafenausbaugegner treffen würden. Aber auch in Stuttgart war es keine Selbstverständlichkeit, sich an der internationalen Demo zu beteiligen. Weder Parkschützer noch Aktionsbündnis haben wirklich massiv dafür geworben. (mehr…)

(K)ein Platz für Tiere – Tierheim Kelsterbach sucht PatInnen

„Pass auf wenn Du da reingehst. Da ist schon ein kräftiger Esser drin“. Tatsächlich. In der Küche des Waldcamps im Kelsterbacher Wald hat sich ein Eichhörnchen eingerichtet. Kaffee -wie ich- will es nicht, es macht sich nur über unser Bestes, die Haselnüsse, her.

Damals im Februar 2009 kamen während der Abholzung des Kelsterbacher Waldes immer mehr Wildtiere in die letzte kleine Waldinsel rund um das Waldcamp, das bald darauf von der Polizei geräumt wurde. Die Tiere blieben, bis sie im September erneut vertrieben wurden.“Das sind ja richtige Verteilungskämpfe, die futtern unser Essen weg“ kommentierte ein Besetzer.
Was sollen die Tiere auch machen, wenn ihr Platz weiter eingeschränkt wird? Sie weichen aus. Im Sommer 2009 kam es dann zu zahlreichen Wildunfällen an Durchgangsstrassen, auch auf der A 3, welche zum Wildwechsel für Wildschweine wurde.
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Politischer Frühling?

Diesen Montagabend, so plant es die Bürgerinitiative Sachsenhausen, sollen die TeilnehmerInnen der Montagsdemo Wecker ins Terminal 1 mitbringen. Um 18 Uhr und 10 Minuten sollen sie loslegen- als Weckruf an die PolitikerInnen.

Auch in der Frankfurter Innenstadt werden wohl zeitgleich Weckrufe zu hören sein – hier gelten sie in Form von Martinshörnen tranigen TeilnehmerInnen des Berufsverkehrs, die nicht rechtzeitig den Polizeikonvois Platz machen.

Für 17 Uhr ist eine Demo gegen das Demo-Verbot (auch der Mittwochabend-Rave der Jugendlichen wurde verboten) und die geplante vorgezogene Entwohnung des Occupy-Camps geplant. Die Anmelder des Occupy Camps am Willy Brandt Platz haben eine Auflage zu ihrer nur bis zum 23.5. verlängerten Genehmigung erhalten. Diese gilt nur noch, wenn sie das Camp von Mittwoch 8 Uhr bis Sonntag vorübergehend räumen.
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Flughafen Frankfurt – die Ruhe nach dem Sturm?

Die heutige Aktionärsversammlung der Frankfurter Flughafenbetreiberin Fraport fand unter Protest von AusbaugegnerInnen und lärmgeplagten AnwohnerInnen statt. Während die Aktionäre, die am Verlust der Lebensqualität im Rhein-Main-Gebiet mitverdienen und Klimaschäden, Naturzerstörung, Feinstaub- und Lärmbelastungen mitzuverantworten haben, sich zur Hauptversammlung begaben, kamen sie nicht umhin, Protest und Forderungen der DemonstrantInnen wahrzunehmen. (mehr…)

Einfluchschneise auf der Fraport-Hauptversammlung

„Blockupy“ kommt – Du auch?

Unter dem Motto „Besetzen-Blockieren-Demonstrieren“ finden bekanntlich vom 16. bis 19.Mai die Aktionstage „Blockupy Frankfurt“ statt. Dafür, dass hier eine Veranstaltung von europäischem Rang stattfinden soll, die an Heiligendamm, Strassburg oder sogar Seattle anknüpfen will, ist es hier noch erstaunlich ruhig. (mehr…)

Fraport bestätigt Vorarbeiten für Terminal 3

Heimlich, still und leise baggern die Bagger der Fraport an der Vorbereitung des Terminal 3. Dies auch nicht erst seit gestern – aber die Presseabteilung der Fraport hat es kürzlich der Frankfurter Rundschau bestätigt, die damit wieder Futter für einen neuen Artikel hat.

Die Forderung ist klar: T 3 – Nix da ! Ein Terminal 3 für 25 Millionen Passagiere/Jahr braucht hier in der Region kein Mensch. Hier kann doch -und will auch nicht, hoffentlich- niemand alle zwei Tage nach Malle fliegen. Wenn dann die schöne Landebahn umsonst gebaut ist, lässt sie sich ja prima wieder aufforsten. Angesichts der Erwärmung durch den Klimawandel sind wir ohnehin auf zusammenhängende Waldgebiete mehr angewiesen als auf einen Stundentakt zum Ballermann.

Bericht von der 21. Montagsdemo

Wie werden wir die neue Landebahn wieder los? Diese Frage beschäftigt seit über einem halben Jahr die MontagsdemonstrantInnen. Und auch am Vorabend der Walpurgisnacht machten die ( diesmal deutlich unter 1000) DemonstrantInnen deutlich, dass sie von dieser Forderung nicht abrücken.
Dabei sind die Schwerpunkte des Protests, Flörsheim im Westen und F-Sachsenhausen im Osten, ausgewogen verteilt. Und von dort strömten auch die wildesten, entschlossensten Hexen.
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