Bericht von der 21. Montagsdemo

Wie werden wir die neue Landebahn wieder los? Diese Frage beschäftigt seit über einem halben Jahr die MontagsdemonstrantInnen. Und auch am Vorabend der Walpurgisnacht machten die ( diesmal deutlich unter 1000) DemonstrantInnen deutlich, dass sie von dieser Forderung nicht abrücken.
Dabei sind die Schwerpunkte des Protests, Flörsheim im Westen und F-Sachsenhausen im Osten, ausgewogen verteilt. Und von dort strömten auch die wildesten, entschlossensten Hexen.


Eine Alternative zur Landebahn, die an diesem Montag aus Walldorf vorgestellt wurde, ist beispielsweise die „Airline Hexania“. Das Reisen auf dem Besen sei emissionslos, geräusch- und sogar subventionslos, wurde versprochen.

Ein grosser Vorteil: Weil jede selbst fliegt und die Besen auch selbst basteln kann, braucht diese Airline niemand entlassen wie die Lufthansa, wenn es mal nicht so brummt.
Und mit einer solchen Airline ist der Flughafen ganz gewiss auch auf dem Weg zur Nummer eins (nur, es brauchen ihn dann ja eigentlich nur noch die flugunfähigen Männer..)

Und was ist mit den bösen PolitikerInnen, die das vielleicht verhindern wollen? Für die hatten die BI-Oberhexen eine Art Teufelssud gebraut, der sie um Sehen und Hören brächte. Oder war das eher so eine Art Zaubertrank gegen intern lahmende Widerstandsbereitschaft?

Als den schlimmsten Ausbaubetreibern in einem Zaubergedicht Furunkel an die Füsse verwünscht und Schmalz in die Ohren eingeflucht wurde, verliessen zwei Demonstrantinnen empört das Terminal. Das Lärm-Thema wäre doch zu ernst für so etwas, und es schadete dem Anliegen wenn diese Ergüsse in die Presse kämen .
Es gelang nicht, sie zu beruhigen, auch nicht mit dem Argument, dass die Medien genau auf solche adrette bürgerliche Hexen fliegen wie die hier. Nun, zu einer Zauberveranstaltung gehören nicht nur zu 100 Prozent Böse und die gloriosen Verfechter des Guten, sondern auch Widerworte, Zank, Gegenflüche und Zauberunfälle. Die „maulende Myrthe“ mault eigentlich nicht und ist im Potter-Universum eine feste Grösse, die ihren Beitrag zum Widerstand leistet.
Dementoren oder böse Flugsaurier wurden im Terminal nur vereinzelt, eigentlich gar nicht, gesichtet. Auch dann nicht, als die Hexen (und Hexer) zu einer Charme-Offensive in den ganzen Terminalbereich ausschwärmten. Das hat wirklich Spass gemacht und dabei unsere Forderungen gut vermittelt.

Die bösen Flugsaurier waren aber alle noch da, als das Spektakel um 19 Uhr um war. Die Maschinen dröhnten weiterhin über das „Square“. Auch die Beschallungsanlage liess sich leider nicht in den PKW-Anhänger hexen. Klappt ja vielleicht nächstes Jahr, oder ist dann -das wäre noch wundersamer- überflüssig geworden.