„Blockupy“ kommt – Du auch?

Unter dem Motto „Besetzen-Blockieren-Demonstrieren“ finden bekanntlich vom 16. bis 19.Mai die Aktionstage „Blockupy Frankfurt“ statt. Dafür, dass hier eine Veranstaltung von europäischem Rang stattfinden soll, die an Heiligendamm, Strassburg oder sogar Seattle anknüpfen will, ist es hier noch erstaunlich ruhig.
„Frankfurt dichtmachen“ sagen die Einen. „Frankfurt fluten“ die Anderen. Aber was machen die, die in Frankfurt selber drinstecken ? Seitens des Bündnisses Bürgerinitiativen Flughafen Rhein Main ist wenig zu hören, bei den meisten BI-Gruppen herrscht „Nicht-Verhalten“ vor. Aber das „BBI“ ist Mitglied des Netzwerkes Umwelt und Klima Rhein Main. Dort wird das Thema diskutiert, denn es sind einige Mitgliedsgruppen bei der Organisation dabei. Auch in Rhein Main gibt es VertreterInnen der Klimagerechtigkeitsbewegung, die u.a. den „Oekologie-Finger“ bei der Blockade/Belagerung der Innenstadt unterstützen wollen.

Gegenwärtig startet eine Angstkampagne, um vor einer massenhaften Beteiligung an den Aktionstagen abzuschrecken. Da wurde richtig erkannt, dass eine kreative, vielfältige und doch radikale Protestkultur mit polizeilichen Mitteln kaum in den Griff zu bekommen ist – wenn sie von einer breiten Oeffentlichkeit getragen ist.
Im Fokus ist dabei besonders das Occupy-Zeltlager. Gegenwärtig wird es, unter anderem von der FAZ-Journalistin K. Iskandar , die einen engen Draht zur Polizei hat, publizistisch sturmreif gemacht. Dabei kommen denen ,die eine „Verstetigung“ des Camps fürchten und eine (freiwillige oder gewaltsame) Räumung wollen, die Widersprüche im Camp selber zu Gute.
Unter dem Druck interner und externer gewaltsamer Bedrohungen ist es zuletzt mehrmals nur mit Unterstützung der Polizei gelungen, die autonom verfasste Ordnung zu sichern. Die Polizei wäre das Camp als Unsicherheitsfaktor während der Blockade sicher gerne los – oder findet sich eine Einzäunungslösung wie in Kelsterbach ?

Ob der Flughafen mit seiner Bedeutung für eine globalisierte Weltordnung im grösseren Masstab Thema wird, muss sich noch zeigen. Möglich, dass der Flughafen als „Schengen-Aussengrenze“ nicht nur durch die hier erfolgenden Abschiebungen in den Demo-Focus gerät, sondern auch durch mögliche Einreiseverbote für einfliegende DemonstrantInnen. Angesichts des zu erwartenden Polizeiaufgebots kann nur geraten werden, die Vorzüge eines dezentralen Auftretens zumindest einmal in Erwägung zu ziehen. Die „Entscheidungsschlacht“ um und für eine bessere Welt findet jedenfalls nicht final und freitagfrüh auf dem Baseler Platz