(K)ein Platz für Tiere – Tierheim Kelsterbach sucht PatInnen

„Pass auf wenn Du da reingehst. Da ist schon ein kräftiger Esser drin“. Tatsächlich. In der Küche des Waldcamps im Kelsterbacher Wald hat sich ein Eichhörnchen eingerichtet. Kaffee -wie ich- will es nicht, es macht sich nur über unser Bestes, die Haselnüsse, her.

Damals im Februar 2009 kamen während der Abholzung des Kelsterbacher Waldes immer mehr Wildtiere in die letzte kleine Waldinsel rund um das Waldcamp, das bald darauf von der Polizei geräumt wurde. Die Tiere blieben, bis sie im September erneut vertrieben wurden.“Das sind ja richtige Verteilungskämpfe, die futtern unser Essen weg“ kommentierte ein Besetzer.
Was sollen die Tiere auch machen, wenn ihr Platz weiter eingeschränkt wird? Sie weichen aus. Im Sommer 2009 kam es dann zu zahlreichen Wildunfällen an Durchgangsstrassen, auch auf der A 3, welche zum Wildwechsel für Wildschweine wurde.

Vorläufig letzte Zuflucht mancher kleineren Tiere ist das Tierheim Kelsterbach. In einem FNP-Artikel vom 23.4. 2012 berichtet Judith Wagner, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Kelsterbach, dass verstärkt Wildtiere – Vögel, Igel, Füchse und Eichhörnchen – aufgenommen und aufgepäppelt werden müssen. Dies habe sich seit 2009 verstärkt, da “ der natürliche Lebensraum der Tiere durch den Flughafenausbau auf ein Minimum reduziert worden ist“. Dazu sei dann noch der strenge Frost gekommen.

Die Pflege und Wieder-Auswilderung der Tiere ist teuer. „Wir freuen uns über jeden Euro“ Es können auch Patenschaften, etwa für eines der sechs Eichhörnchen oder den Fuchswelpen telefonisch unter 06107 /1501 oder über: info -at- tierschutz-kelsterbach.de vermittelt werden.