Stuttgart 21 GegnerInnen bei Blockupy

Stuttgart 21 GegnerInnen:
„Warum wir bei der Demo gegen Bankenmacht und Sozialabbau mitgemacht haben“

Im Gegensatz zu den Frankfurter Flughafen-BIs haben die GegnerInnen eines anderen Verkehrsinfrastrukturprojekts, die Stuttgarter S 21-GegnerInnen, organisiert an der Frankfurter Grossdemo teilgenommen. Wie und warum kam es dazu? Einige TeilnehmerInnen berichten:

„Wir dachten, dass wir in Frankfurt auf einen grossen Block Flughafenausbaugegner treffen würden. Aber auch in Stuttgart war es keine Selbstverständlichkeit, sich an der internationalen Demo zu beteiligen. Weder Parkschützer noch Aktionsbündnis haben wirklich massiv dafür geworben.
Es ist so gewesen, dass diejenigen, die für Frankfurt mobilisieren wollten, sich frühzeitig massiv dafür eingesetzt und in die Gruppen, in denen sie aktiv sind, eingebracht haben. In einigen gab es dann intensive Diskussionen über die Protesttage in Frankfurt. “
So in der Gruppe in Cannstatt , die in einem Aufruf folgende Punkte anführte:

-Stuttgart 21 ist eines von zahlreichen unnützen und zerstörerischen Grossprojekten in Europa.

-Diese schaden Vielen und nutzen Wenigen, sie sind Bestandteil einer weitreichenden Umverteilungspolitik von unten nach oben.

-Für diese Projekte fliessen Steuergelder in die Taschen privater Investoren, welche dann im Bildungs- und Sozialbereich fehlen.

-Die Frankfurter Aktionstage sollten ein starkes Signal gegen die Macht der Banken und der Finanzmärkte setzen –
-Sie sollten die verschiedenen Protestbewegungen bundes- und europaweit stärker vernetzen

„Die Stuttgarter Protestbewegung hat z.B. schon seit zwei Jahren enge Kontakte zur Bewegung gegen die TAV-Schnellbahntrasse im italienischen Susa-Tal. Den Aufruf haben wir dann auf den Montagsdemos verbreitet, zudem hat ein Sprecher von Attac auf der Montagsdemo reden können und die Zusammenhänge hergestellt.
Am Samstag haben wir es dann koordiniert, dass diejenigen, die schon auf den Aktionstagen waren mit den DemoteilnehmerInnen zusammengetroffen sind. So haben wir einen kämpferischen Block hingekriegt, der nicht zu übersehen- und zu überhören war.“

Zwei Gründe waren uns wichtig, in Frankfurt bei Blockupy mitzumachen:

-Wir wollten bewusst die Vernetzung mit der Occupy-Bewegung herstellen

-Wir wollten allen Leuten ausserhalb Stuttgarts zeigen, dass unser Widerstand weitergeht.