Unnütze?! Grossprojekte

Noch bis Mittwoch findet in La Paquelais bei Nantes ein europaweites Vernetzungstreffen „gegen aufgezwungene, unnütze Grossprojekte“ statt. Dort treffen sich Initiativen aus dem Verkehrs- und Energiebereich und diskutieren europaweite Strategien für den regionalen Widerstand.
Aus Deutschland beteiligt sich die Gruppe „Stuttgart 21 ist überall“ , welche sich 2010 nach dem Beginn des Bahnhofsabrisses gebildet hat. Gastgeber ist die Bewegung gegen den Bau eines regionalen Grossflughafens, welche am Wochenende das jährliche Aktionstreffen mit über 3000 Teilnehmenden abhielt. Es gibt Hoffnungen, dass die neue Regierung das Projekt fallenlässt.
An dem Vernetzungstreffen beteiligen sich vor allem Initiativen gegen Hochgeschwindigkeits-Bahnprojekte, aber auch einige Gruppen aus dem Umwelt/ Anti-Atom-Bereich und dem Umfeld des europäischen Sozialforums..
Neben Demos und kulturellen Aktivitäten liegt ein Hauptaugenmerk auf der Frage der Selbstlegitimation. Wie kann mensch sich gegen die Argumentation, die Projekte seien im übergeordneten öffentlichen Interesse , wehren?

Es ginge um Projekte, die -durchgedrückt werden sollen, ohne die Bevölkerung wahrheitsgemäss zu informieren
-die überdimensioniert, an den Bedürfissen der Bevölkerung vorbei projektiert seien
-die behaupteten Bedürfnissen dienten, die nicht demokratisch definiert und nicht demokratisch entschieden sind

Die Vorbereitungsgruppe: Bestandteil einer Widerstandsstrategie ist , dass der Kampf „gegen“ etwas nur sinnvoll wird, wenn auch Alternativlösungen vorgeschlagen werden . Darüber soll in Arbeitsgruppen beraten werden.
Im nächsten Jahr wird das Treffen eventuell in Stuttgart stattfinden.