Warmwasserflughafen ab 4. April

Kurz nach Ostern nächsten Jahres soll der Flughafen Kassel-Calden seinen Betrieb aufnehmen. Er ist schlappe 60 Prozent teurer geworden als geplant. Es gibt auch schon eine Aktionsidee für den Stolz Nordhessens….
Lange Zeit hörte man wenig aus dem Flughafenmanagement in Kassel. Das Chaos um den Flughafen BER und die damit verbundene Planungsunsicherheit bei den Airlines sei schuld daran, dass man mit der Aufstellung eines „ordentlichen Flugplans“ nicht vorankomme. Das würde aber noch, so Geschäftsführerin Anna Muller.
Inzwischen habe man aber bereits für den Sommerflugplan 2013 einigen Gelegenheitsverkehr mit Charterairlines gewonnen- genannt werden Germania, Tailwind Onur Air und „XL“–, welche Kassel mit Warmwasserzielen wie Mallorca, Teneriffa, Fuerteventura oder Antalya verbinden würden.

Angesichts dieser Bereicherung des Gemeinwohls bietet sich eine Aktionsidee, welche das Gemeinwohl noch weiter steigert, geradezu an.
Dazu braucht es nicht viel: Eine mobile Strassensperre, ein Mauthäuschen und eine Geldkassette.
Und Nerven.
Angesichts der Tatsache, dass der abgelegene Airport wohl nur per Privat-PKW erreichbar ist und die Parkplätze bestimmt kostenlos sind, ist der Platz an der Einfahrt für das Mauthäuschen sicher noch frei. Den Flugwilligen wird eröffnet, dass sie pro Nase und Abflug 200 Euro Solidarbeitrag zahlen müssen. Kinder sind frei – sie haften ohnehin für Klimawandel und Schuldendienst für ihre Eltern mit.
Nicht alles Geld wird für die Sanierung des hessischen Staatshaushaltes, Lärmschutzfenster für Han.-Münden und ökologische Ausgleichsmassnahmen verwendet. Ein gewisser Anteil geht an den Flughafen Paderborn, der durch die Subventionierung von Calden ins Defizit rutschen dürfte. Paderborn stellt dafür den für Dortmund existenzgefährdenden Rechtsstreit mit dem dortigen Flughafen (es geht um widerrechtliche Subventionierung) zurück.
Ach ja: Und wenn die Leute wiederkommen, kostet es nochmal 200 Euro. Diesmal als Ausgleichsabgabe für dîe Bewohner jener fernen Traumziele, wo das zu warme Wasser künftig zu hoch steigt .