Terminal 3 : Neuer Waldeinschlag droht

Für die Erschliessung der Terminal 3- Baustelle soll eine neue Brücke über die Autobahn A 5 gebaut werden. Auf der Flughafenseite arbeiten sich bereits die Bagger vor. Noch steht beiderseits der Autobahn ein halber Hektar Wald, der für die Anschlussknoten gefällt werden müsste. Wann es losgeht, ist noch unklar. Klar ist hingegen, dass für den Flughafen keine Bäume mehr fallen dürfen !

Wer sich das bedrohte Waldgelände anschauen will, kann dies von Zeppelinheim aus (Hurenschneise/Walldorfer Pfad in Richtung Süden an der L 3262, hier deuten Absperrhütchen auf baldige Aktivität hin) oder von Walldorf aus tun . Dort vom östlichen Ende der Nordendstr(Wendehammer) nördlich halten, den kleinen Bahnübergang überqueren und links der Riedbahn die Autobahnunterführung benutzen, dann parallel zur Autobahn ca. 300m bis zur Widderschneise halten. Dort knickt der Weg leicht nach rechts ab.
Zu erkennen sind die Dimensionen der bedrohten Fläche an den Krötenzäunen, mit denen Amphibien vor dem Einsickern in das geplante Rodungsgelände abgehalten werden sollen. Es handelt sich um Buchenhochwald, Eichenjungwald und entlang der Autobahn- hier wird ein über 500 Meter langer Streifen für Be- umd Entschleunigungsspuren benötigt.- um Kiefernwald.
Das angegrenzende Waldstück ist zur „Durchforstung“ vormarkiert, es kann sein, dass Fällungen für das Terminal in einem Zug angehängt werden – es soll ja nicht so auffallen.
Unsicher ist , ob die Bäume noch vor der nächsten Vegetationsperiode fallen sollen, aber angesichts der verstärkten Bau-Aktivitäten auf dem Flughafengelände ist das nicht auszuschliessen. Gerade hat eine von Fraports Hausfirmen , die Adolf Lupp GmbH & Co, mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens begonnen. Die Baustrasse, die parallel zur Elly Beinhorn Str. zur Brücke führen soll , wird zur Zeit vermessen. Am Rand der Terminal 3 Baustelle, hinter dem LKW-Grossparkplatz, wurde ein bühnenähnlicher, hölzerner Baukörper aufgestellt. Dabei könnte es sich um eine Designstudie fürs Terminal handeln.


3 Antworten auf “Terminal 3 : Neuer Waldeinschlag droht”


  1. 1 Ritsch 19. Februar 2013 um 12:09 Uhr

    Ob nun Holger Börner oder seine Nachfolger, von allen Politikern wurde das Wort gebrochen: „Kein weiterer Baum wird fallen“. Alle haben gelogen und lügen weiterhin frech die Bürger an. Genaugenommen ihre Wähler. Also stimmt doch endlich mal gegen sie! Bald ist wieder Landtagswahl! Denkt doch mal endlich dran, wie ihr bislang betrogen wurdet! Das Einzige, was in der Demokratie wirklich funktioniert, ist „Liebes-und Machtentzug“! Ihr könnt doch nicht immer wieder diesselben Fehler wie die Politiker machen, sonst seit ihr genauso beschränkt. Traut Euch mal, eine der Oppositionen anzukreuzen. Die Welt geht danach bestimmt auch nicht unter.

  2. 2 lebensbaum 19. Februar 2013 um 18:33 Uhr

    Die Besessenheit von Fraport ist grenzenlos.
    So langsam müssten alle daran gewöhnt sein, dass im Wahljahr viele Versprechungen gemacht werden. Deshalb sollten wir bereit sein, die Wahlen so zu beeinflussen, dass diesen Schandtaten ein Ende bereit werden.
    Kein Baum darf mehr – so wie es uns versprochen wurde – für den Flughafenausbau gefällt werden.
    Die Landebahn NW muss weg!

  3. 3 vega -lounge 20. Februar 2013 um 10:15 Uhr

    Ob wählen (allein) etwas ändert ? Es geht nur über gesellschaftliche Auseinandersetzung, denke ich. Ein gutes Beispiel ist Stuttgart 21. Sollte es gelingen, das Tunnelprojekt doch noch zu stoppen, ist dies dem bürgerschaftlichen Engagement bis hin zu zivilem Ungehorsam zu verdanken. Die PolitikerInnen, auch die Grünen und Linken haben nur reagiert wenn der Druck stärker war als der Vorteil aus einer Anpassung. Und können auch nur, gestalterische Möglichkeiten gibt es nur bei einem Umdenken in der WählerInnenschaft.

    Das Terminal 3 darf nicht gebaut werden, seine Nachteile überwiegen die gemeinwirtschaftlichen Vorteile bei weitem. Es ist an uns, gesellschaftlich akzeptabel zu machen und nachzuweisen, dass es deshalb auch „nicht wirtschaftlich“ ist.
    Der Flughafen hat östlich der A 5 nichts zu suchen. Wer sich die Planskizzen des Terminal 3 anschaut, braucht wenig Phantasie um sich vorzustellen, dass aus der Mini-Brücke einmal der Hauptzubringer für das Terminal werden soll. Die Lage bietet sich auch für eine S Bahn-Station mitten im Wald an- falls die superteure Tunnellösung für das Billigflugterminal nicht realisiert wird. Zudem könnte die Zufahrt zu einer Hochleistungsstrasse nach Osten bis Seligenstadt als Entlastung des Frankfurter Kreuzes und der A 3 verlängert werden.
    Auch lohnt sich ein Blick auf das Terminal-Design. Der westliche Andockpier ist so kurz gehalten, dass sich dort ein Rollweg zu einer weiteren Startbahn im Südwesten realisieren lässt.

    Den Flughafen Protest sollte das „T 3″ mehr bekümmern und er sollte sich mehr darum kümmern !

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.