Echt bestechend, warum der Wald gefallen ist

Eine gigantische Polizeiaktion gab es in Folge des Bestechungsskandals betreffs Grundstücksvergabe in der „Cargo City Süd“. Gegen massiven Investorendruck und die Landespolitik hatte der Wald seinerzeit keine Chance. Auch ein Fraport-Angestellter erlag diesem Druck und wurde schwach…

Möglich wurde die Schmiergeldpraxis durch die Vermarktungsstrategie, die begehrten Grundstücke im Süden des Flughafens nach Erbbaurecht zu vergeben. Das bedeutet, dass das Grundstück in der Hand des Eigentümers (Flughafen) bleibt, der Nutzer aber gegen Zahlung einer regelmässigen Pacht berechtigt wird, auf dem Gelände eigene Gebäude zu bauen und zu nutzen.

Dies war wohl von der Landesregierung so gewollt und stellte unter den angebotenen Konditionen eine Begünstigung der Wirtschaftsunternehmen gegenüber einer von Fraport selbst durchgeführten Bautätigkeit und Eigenvermietung dar.

Die Unter-der-Hand-Vergabe, an einer chancengleichen Vergabepraxis vorbei, dürfte für die Öffentlichkeit kaum einen zusätzlichen Schaden verursacht haben. Der Schaden für die Öffentlichkeit war insbesondere bereits die Abholzung des Waldes. Es ist zudem nicht anzunehmen, dass Fraport gemeinnützige Vergabekriterien hatte. Angeprangert und angeklagt sind offenbar auch nicht die Firmen, die den Deal gemacht haben, sondern nur der ehemalige Fraport Mitarbeiter und insbesondere auch ein Immobilienkaufmann und ein Treuhänder, welche das Schmiergeld gewaschen haben. Besonders dieses verzeiht der Fiskus niemals.