Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt Abholzung von 63,3 Hektar Bannwald nahe des Flughafens

Unmittelbar vor der Landtagswahl hat das RP in Darmstadt der Firma Sehring die Abholzung von 62,3 Hektar Bannwald zur Kiesgewinnung genehmigt. Die Kiesgrube befindet sich nur wenige Kieslasterminuten entfernt von der Baustelle des Terminal 3….

Geplant war ursprünglich eine Abholzung von 82,2 Hektar, überwiegend Eichen-Buchen-Mischwald. Allerdings erwies sich eine Umwidmung der Waldfläche, die Walldorf am nächsten liegt, als schwierig. Sie ist als Wasserschutzgebiet ausgewiesen.
Mörfelden-Walldorf fürchtet eine Verschmutzung seiner Trinkwasserbrunnen durch den Tagebau, und das wohl auch weiterhin. Allerdings sind die Klagemöglichkeiten jetzt schlechter. Man darf gespannt sein, wie sich die Stadt künftig verhält.
Die Gemeinde Zeppelinheim, die in Grundwasserfliessrichtung liegt, bekommt eine neue Wasserversorgung bezahlt.

Das Bergamt Wiesbaden, das federführend bei dem Genehmigungsverfahren war, ist für seine „serviceorientierte“ Haltung gegenüber den bodenschatzfördernden Industrien bekannt. Widerstand kam aus dem Bereich Raumordnung des RP Darmstadt, der offenbar den Kürzeren gezogen hat. Der Kompromiss ist -angesichts der Gesamtbelastung- keiner.

Das RP erklärte, die Umweltauswirkungen seien zwar erheblich, aber vertretbar. Man argumentierte mit dem wirtschaftlichen und öffentlichen Interesse an den Ausbauvorhaben von Sehring und seinen Auftraggebern, welche die Eingriffe rechtfertigen würden. Gemeint ist damit u.a. das Terminal 3.

Diese offizielle Rechtfertigung ist eine im Interesse weniger. Wir brauchen keinen Kiesabbau für Projekte, die hier niemand braucht und will.
Deshalb gilt: Terminal 3 und Kiesabbau gemeinsam stoppen !