Calden mal wieder

Jetzt ist die Chefin des Verkehrsflughafens Kassel Calden wegen Erfolglosigkeit gefeuert worden. Sie hatte nie eine Chance. Ein Flughafen, der auf Lügen, Selbstbedienung und Falschprognosen (auf)gebaut wurde, kann im Anschluss nicht redlich und kauffrauisch geführt werden.
Sinnvoller und konsequenter wäre der Rücktritt der Politikerriege, die das Projekt zu verantworten hat. Das gilt besonders für Herrn Bouffier. Zusammen mit dem Geheimdienstskandal um die NSU in Kassel hätte er dann schon zwei Gründe.
Jetzt übernimmt Fraport, die sicher aus geschäftlichen Gründen bislang nichts dazu beigetragen hat, dass Calden ein Erfolg wird. Wohl auf schwarzgrünes Geheiß. Jetzt heißt es aufpassen, dass nicht neue Subventionen, gerade solche die neue Nachfrage schaffen, in das Projekt fließen. Entweder dichtmachen oder zwangsbewirtschaften. Wozu ein neues Terminal in Frankfurt, wo doch in Kassel eins leersteht?


2 Antworten auf “Calden mal wieder”


  1. 1 vega 20. März 2014 um 17:04 Uhr

    Im Zusammenhang mit der Reduzierung des Flugverkehrs insgesamt, wäre dichtmachen wohl die bessere Alternative…

  2. 2 Administrator 24. März 2014 um 13:16 Uhr

    Wo kam eigentlich der Antrieb für diesen Flughafen her ? Weniger aus der Grosswirtschaft und Bundespolitik als aus der nordhessischen Politik und der Regionalwirtschaft.
    Man erhoffte sich mit dem Flughafen eine Stärkung des sogenannten „Standortes“ Kurhessen gegen die hessisch-darmstädterischen Rivalen.
    (Einen ähnlichen historisch angelegten Konflikt gibt es zwischen Braunschweig und Hannover.)
    Der falsche Glaube an die öffentliche Segenswirkung von Luft-Infrastruktur hat nun den nordhessischen „Standort“ geschwächt: Jetzt fehlt Geld, mit dem für die regionale Entwicklung sinnvollere Projekte hätten finanziert werden können.

    Und leider fördert genau das eine weitere Stärkung und Konzentration im Süden Hessens.

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