Klare Ansage für klare Aussagen

Nach 100 Tage Schwarzgrün steht ein weiteres 100er Jubiläum an: Die 100. Montagsdemo. Dort wird es sowohl um eine Standort- wie um eine Strategiebestimmung gehen. Dazu gehört eine klare Ansage gegen mögliche Deals beim Flughafenausbau.

Die politische Forderung an Ministerpräsident Boffier lautet, auf das Terminal 3 zu verzichten. Die Grünen müssen den Verzicht zur Koalitionsfrage machen. Anders als beim Lärmthema – ob auf der Schiene oder in der Luft – sind hier in der Sache keine Seitwärtsbewegungen, Dialogversprechen und Deals möglich. Nur klare Aussagen – Bau oder Nichtbau – in dieser Legislaturperiode.
Davon, dass Grüne in der Regierung sind, wird Hessen nicht grüner.
Es erweist sich eher als Problem denn als Nutzen, dass viele Mitglieder und Funktionäre von Umweltverbänden in Personalunion bei den Grünen sind. Dies wurde bei der schwach ausgefallenen Sachkritik am neuen Bannwaldgesetz (Eigenwerbung der Grünen: „Bannwald wirksam geschützt“) deutlich. Ein ähnliches Problem existiert in Nordrhein-Westfalen, wo die Landesgrünen eher als Bremsklotz denn als Motor für den Braunkohleausstieg wirken.
Da helfen nur politisch unabhängige Bürgerinitiativen, die sich programmatisch nicht einkaufen lassen. Bei der 100. Montagsdemo sind klare Ansagen und Forderungen an die Politik nötig. An den Antworten und Aussagen dazu muss sich die Landesregierung messen lassen.


4 Antworten auf “Klare Ansage für klare Aussagen”


  1. 1 Dirk Treber 11. Mai 2014 um 8:02 Uhr

    Hallo zusammen,
    ich habe die Anfrage schon mal gestellt, allerdings keine Antwort erhalten. Deshalb erneuter und letzter Versuch: Wofür soll es eigentlich gut sein, wenn politische Meinungsäußerungen, wie die, auf die ich mich hier beziehe, grundsätzlich immer, ohne Namensnennung erfolgen.
    Haben die Verfasser keinen Mut, zu ihrer Äußerung zu stehn???
    Und wo bitte, sind Belege für die oben aufgestellten Behauptungen?
    Ich finde dies ist politisch alles sehr „platt und unausgereift“ und lohnt sich eigentlich nicht, darüber in einen Diskurs einzutreten.
    Ich bin ausdrücklich mit der Veröffentlichung meines Names einverstanden und brauche mich nicht zu verstecken.
    In diesem Sinne, Gruß, Dirk Treber.

  2. 2 vega -lounge 12. Mai 2014 um 10:50 Uhr

    Es geht in diesem Beitrag ausdrücklich nicht um Namen, sondern um politische Zusammenhänge.
    Es kann durchaus sein, dass wenn etwas (ein Namen) nicht ausgesprochen ist, diese Person -und die Meinung,die er vertritt- gar nicht gemeint ist.
    Dass Menschen zu Multifunktionären werden liegt zum guten Teil an der mangelnden Bereitschaft vieler Aktiver, sich verbindlich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen.
    Leute, die eine grosse Zahl Posten innehaben – offizielle und inoffizielle- gibt es in jedem, aber wirklich in jedem politischen Lager.
    Das eigentliche Problem liegt dort, wo diese Verbindungen zu Befriedungsstrategien benutzt werden. Wenn da wirklich unbedingt Namen fallen müssen, dann z.B. dieser: Prof. Dr. Kurt Oeser.

    Wenn das der Fall ist, sollte es konkret benannt werden. Da dieser Vorwurf Dir, lieber Dirk, im Kontext des -auf die Landesregierung und die Naturschutzverbände zielenden-Artikels nicht gilt , werde ich auch nicht näher drauf eingehen.

    Autorennennung in einem Blog ist oftmals durchaus sinnvoll, vor allem wenn es unterschiedliche Meinungen und persönliche Kritik gibt.
    Ein Blog lebt von der Diskussion, was hier leider kaum (noch) läuft. In diesem Sinne Dir, Dirk, ein Dankeschön fürs Beteiligen.

    Der Verfasser des obigen Artikels.

  3. 3 Dirk Treber 13. Mai 2014 um 21:17 Uhr

    Lieber […],

    ich bin angerührt von Deiner verständnisvollen Erläuterung, was Personen und deren politisches Handeln anbetrifft.
    Diese Beurteilung können „Du und der Waldblog“ (Wer und was ist dies eigentlich? bzw. was muss ich mir darunter vorstellen?) zu dem über 30 Jahre andauernden gesellschaftlichen Konflikt um den Flughafenausbau in Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region vornehmen.

    Dies ist jedoch (d)eine Sicht der Ereignisse und ihren politischen Folgen.

    Ich halte dagegen es mit den folgenden Aussagen, praktischen und konkreten Handelungsvorschlägen.

    In der Realität unserer Weltgesellschaft machen immer noch Menschen Geschichte, politische Systeme, bestimmen die Wirtschaftsweise, die Politik und die Gesellschaft und nicht nur irgendelche anonymen Kräfte.

    Diese so entstandenen und geschaffenen Strukturen lassen sich verändern und daran muss konkret gearbeitet werden.

    Also gelten für mich die folgenden Überlegungen:

    1. Das Sein bestimmt das Bewußtsein!Daraus ergibt sich in Anwendnung der dialektischen Methode (These – Antithese – Synthese: Das Bewußtsein bestimmt umgekehrt das Sein!
    Karl Marx, deutscher Denker, Wissenschaftler und Philosoph.

    2. Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt aber darauf an, sie zu verändern!
    Karl Marx, 7. Feuerbach-These.

    3. Wir brauchen den langen Marsch durch die Institutionen!
    Rudi Dutschke, Politologe, SDS Berlin, später Vordenker und -kämpfer für die Gründung der grünen Partei in Westdeutschland.

    4. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!
    Brecht Brecht, deutscher Schriftsteller, Theatermacher, Kommunist und DDR-Kritiker.

    5. Seid realistisch, fordert das Unmögliche!
    Ernesto „Che“ Guevara, kubanischer Arzt und lateinamerikanischer Politiker, an alle Befreiungskämpfer in der dritten Welt gegen Imperialismus, Kolonialismus, Nationalismus, Rassismus, Unterdrückung, Ausbeutung und Krieg!

    6. Empört Euch!
    Stéphane Frédéric Hessel, französischer Résistance-Kämpfer, Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald, Diplomat, Lyriker, Essayist und politischer Aktivist.

    7. Lokal handeln, global denken!
    Gesellschaftskritische, linke und antikapitalische Losung.

    8. Notwendig ist globale, nationale und regionale Vernetzung von ökologischen, demokratischen, sozialen, antirassistischen, feministischen und gewaltfreien Bewegungen.
    Auf dieser Grundlage lassen sich alternative Gesellschaftsmodelle entwicklen, erproben und leben!
    Dirk Treber

    Ich halte sehr viel von einem persönlichen und wenig vom einem virtuellen Diskurs.
    Deshalb hier keine Fortsetzung der Kommunikation im Wald-Blog, aber gerne an andere Stelle.

    Dankeschön und solidarische Grüße an Dich, […] und den Waldblog
    Dirk

    Formale Anmerkung: Im obenstehenden Kommentar wurden 2 Stellen gekürzt, an denen der Autor des Artikels namentlich genannt wird. Wenn AutorInnen dieses Blogs sich entscheiden, einen Beitrag nicht namentlich zu kennzeichnen, haben Andere das nicht in den Kommentarspalten nachzuholen! Wer etwas Allgemeines über den waldbesetzungs-blog wissen will, kann es hier nachlesen. Es grüßt ein Administrator, nicht identisch mit dem Autor des obenstehenden Artikels.

  4. 4 Dirk Treber 18. Mai 2014 um 16:26 Uhr

    Schöne Grüße an den Admin, wer auch immer er/sie sein möge.
    Merke: Virtuelle Diskurse im WWW sind kein Ersatz für politiche Strategien, um die realen Verhältnisse in unserer globalen und lokalen Welt zu verändern.
    Eine alte chinesiche Weisheit besagt: „Der Mann, der den Berggipfel erklommen hat, begann mit einem erten Schritt.“
    Nichts dagegen ist bis heute in der Geschichte der Menschheit davon bekannt gewordenen, dass virtuelle Debatten in rot-schwarzen Löchern des WWW die soziale, wirtschaftliche und gesellschaftspolitiche Realität konkret verändert haben.
    Also träumt schön weiter von der virtuellen Revolution.
    Sie ist so gewiss wie die Himmelfahrt ins Paradies nach dem Tode.

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