Sommeraktionscamp für Flughafenrückbau – Ein Erfolg…

…nicht in dem Sinne, dass der Flughafenrückbau plötzlich in greifbare Nähe gerückt ist. Aber ein weiterer, vielbeachteter und eben erfolgreicher Beitrag zur Formierung einer Bewegung, die dranbleiben wird!


Bericht der letzten Tage:

Am Samstag war wieder etwas mehr los im Camp, auch wenn die Stimmung familiär blieb. Es dominierte ein schon seit längerem politisiertes Publikum, dass mit dem Flughafen wesentlich mehr als Fluglärm verband. Dementsprechend intensiv und auf hohem Niveau wurde nach den Vorträgen zu Flughafen und Stadtentwicklung und zur Integration von Protestbewegungen diskutiert. Fragen wie: „Wie ist das Verhältnis der wirtschaftlichen Zurichtung der Rhein-Main-Region zum Flughafen? Wie muss sich die Region ändern, damit sich der Flughafen ändert? Welche Anknüpfungspunkte und welche Distanzen gibt es zu einer Bewegung, die von einer diffusen Wut und Empörung angetrieben wird?“ wurden dabei angesprochen, sicherlich aber nicht abschließend beantwortet. Hier gibt es einen Mitschnitt des zweiten Vortrags zur Einbindung von Protestbewegungen.
Der Abend klang sehr stimmungsvoll mit einem Konzert von Bodo Kolbe aus.

Der Sonntagsspaziergang führte die etwa hundert TeilnehmerInnen durch ein Tor auf einen abgezäunten Baustellenbereich des Terminal 3 und schließlich zur Zwischenkundgebung auf einem Bagger. Einigen war durchaus ein gewisses Zögern bei dem Schritt durch das Baustellentor anzumerken – doch schließlich wurde es zum entschlossenenen, gemeinsamem Protest gegen das 3. Terminal. Auch bei der Abschlussdiksusion im Camp zeigte sich, dass in den Reihen der MontagsdemonstrantInnen trotz aller Bedenken nach Formen eines direkteren und nachdrücklicheren Widerstands gesucht wird. Über alle unterschiedlichen Erfahrungshintergründe hinweg diese Suchbewegung gemeinsam weiter fortzuführen, bliebt über das Camp hinaus eine gemeinsame Aufgabe.

Das Camp war ein Erfolg. Nicht nur weil mehrere hundert Menschen im bedrohten Treburer Wald und zum Teil auch auf der Terminal-Baustelle unterwegs waren. Nicht nur wegen dem hohen medialen Interesse. Sondern auch, weil hier das junge aktivistische Publikum das auf den Montagsdemos so sehr fehlt, eine ganze Reihe regelmäßiger DemoteilnehmerInnen und altgediente AusbaugegnerInnen, die sich an den Demos selten oder nie beteiligen, aufeinandertrafen, diskutierten und neuen Antrieb mitnehmen, sich auch weiterhin gemeinsam für einen konsequenten Flughafenrückbau stark zu machen.

Hier findet sich die abschließende Pressemitteilung
Auf der BBI-Homepage ist am 22.06. ein umfangreicher Bericht mit vielen Fotos erschienen

(Obenstehendes Bild vom Sonntag haben wir von Robin Wood übernommen)


1 Antwort auf “Sommeraktionscamp für Flughafenrückbau – Ein Erfolg…”


  1. 1 DieFrachtbrauchtkeineNacht 27. Juni 2014 um 10:56 Uhr

    Das mir ausgerechnet auf dieser Seite ein Banner der Lufthansa-Tochtergesellschaft „Swiss“ eingeblendet wird, ist an Ironie nur schwer zu überbieten. Aber man muss das wohl einfach mit Humor nehmen …

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