Archiv für Oktober 2015

Grünes Regierungspräsidium beschliesst neuen Sofortvollzug für Sehring

Besser als die FDP: Das von Brigitte Lindscheid geführte Darmstädter Regierungspräsidium hat in Absprache mit der Landesregierung eine neue Fällgenehmigung für 4,23 Hektar Ex-Bannwald erteilt. Grund: Sehring hätte schneller ausgekiest als erwartet und bräuchte für den Weiterbetrieb ab Ende des Jahres dringend neue Fläche im Abschnitt 1B. (mehr…)

Stuttgarter fighten um einen einzelnen Baum

Erst wirkt es als Aufreger ein bischen komisch, als wenn es keine anderen Probleme gäbe. Aber die riesige Trauerweide am Bahnhof Stuttgart-Feuerbach ist wirklich etwas Besonderes. Jetzt soll sie für eine temporäre Baustelleneinrichtungsfläche fallen – obwohl die Bahn den Erhalt ursprünglich zugesagt hatte. S-21 GegnerInnen haben eine Petition an Grube verfasst und unter dem Baum ein Cafe eingerichtet. Verkehrsgünstig gelegen ist es ist es auf jeden Fall ! Bilder von dem ulkigen Baum gibt es auf Schäferwelt.

Starrer Bulle und bewegliche Polizistin

Zum vierten Jahrestag der Landebahneröffnung hatte sich die Bürgerinitiative Sachsenhausen etwas Besonderes einfallen lassen: Zahlreiche Denkmäler im Innenstadtbereich wurden mit Sprüchen versehen, um auf die Unvereinbarkeit von bürgerlichem Kulturstreben und Fluglärm hinzuweisen. Das ging überall glatt, nur bezeichnenderweise an der Börse nicht. (mehr…)

Hambacher Forst: Rodungssaison hat begonnen

Am Tagebau Hambach hat Mitte letzter Woche der diesjährige Waldeinschlag begonnen. Es gibt einen Aufruf, sich den Rodungen entgegenzustellen. Es kommt immer wieder zu Kleingruppenaktionen, die teilweise mit enormer Brutalität und auch mit Inhaftierung beantwortet werden.
Wiederholt wurden in den letzten Tagen Grossbagger und die Schienen der Kohlebahn besetzt.
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Kassel-Calden : Schwierige Lage

Nach Berichten von HR 1 sind vom Flughafen Kassel-Calden in den letzten Wochen Abschiebeflüge, vermutlich Richtung Balkan, gestartet. Derzeit sei man dabei die Situation in dem auf dem alten Flughafen aufgebauten Aufnahmelager mit Erfolg zu stabilisieren. (mehr…)

Wenn Konzerne den Protest managen…


…hieß Ende September eine Tagung von NGOs und Bewegung in Berlin. Ob beim Braunkohle-Tagebau oder bei Verkehrsprojekten wie Stuttgart 21, Konzerne kalkulieren gesellschaftliche Proteste gegen (Groß-) Projekte längst mit ein. Protest einfach nur verhindern oder lediglich zu ignorieren war gestern. Heute sollen spezialisierte PR-Agenturen „Argumente managen“, Proteste durch inszenierte eigene Bewegungen übertönen oder neutralisieren. Da wird so manche LeserIn an die „Ja zu Fra“-Kampagne denken und tatsächlich war sie eins der Beispiele, anhand derer diese Konzernstrategien und mögliche Gegenstrategien diskutiert wurden. Das Video von Quer TV bietet einen sehenswerten Querschnitt durch die Themen der Tagung.

Verbindungen, die wirklich verbinden

Warum die Eisenbahn auch auf der Mittelstrecke das bessere Verkehrsmittel ist als das Flugzeug – Ein Reise- und Stimmungsbericht von der Ost-West-Route, die den Süden und den Norden verbindet.

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An solchen Tagen von Niederlagen…..


….rückt man enger zusammen. So formulierte eine Teilnehmerin ihre Motivation, an der 151. Montagsdemo am Tag des Spatenstichs teilzunehmen. Wer dort aber auf eine politische oder gesellschaftspolitische Analyse und Antwort auf die Argumentation der T-3 -Bauherren gehofft hatte, ging ziemlich leer aus. (mehr…)

Ortstermin am T 3

Statt die Einheitsfeier in Frankfurt heimzusuchen gab es gestern eine kleine Flughafenrundfahrt. Hier ein paar Eindrücke im Vorfeld der Spatenstichfeier. (mehr…)

Können Spatenstich- Freunde weitgehend ohne „ziemlich beste Feinde“ feiern ?

Nach aktuellem Stand gibt es keinen offiziellen Aufruf vom BBI für eine mögliche Demo gegen die Spatenstich-Feier, die am Montag um 10.30 Uhr am Rand der Cargo City Süd stattfindet. Für 17.30 Uhr ist vom BBI ein Pressetermin vorgesehen. Und auf der anschliessenden 151. Montagsdemo soll der offizielle T 3-Baubeginn neben der Kritik der Drehkreuzfunktion Thema der Redebeiträge sein, eine verschärfte Teilnahne an dieser Montagsdemo – die eigentlich wichtiger ist als die 150.te- ist erwünscht. Wir wollen doch ziemlich beste Feinde des Ausbaus, nicht nur des Fluglärms, bleiben.

Spontanes Demonstrieren ist davon natürlich unbeschadet.

Allerdings stellt sich die Frage, ob der von den Medien vielbeachtete Spatenstich nicht ein wichtigerer Demonstrationsanlass ist als etwa die sogenannten Airlebnistage. Deren politischer Gehalt ist deutlich subtiler und niederschwelliger. Dort darf sich mensch mit hamburgermampfenden apolitischen Anwohnerfamilien herumschlagen, die sich einen kostengünstigen und denkfaulen Ausflugstag hereinziehen wollen… Allerdings („Allerdings“-Satzanfang zum zweiten) fällt eine geringe eigene Präsenz und Mobilisierungsfähigkeit auf dieser Partymeile auch weniger auf als am Bauzaun vom Terminal.