Auswirkungen von Paris auf die Frankfurter BBI-Montagsdemo ?

Die letzte Montagsdemo war schwach besucht wie lange nicht. Einige TeilnehmerInnen verbinden das -unter anderem- mit den Folgen der Anschläge von Paris.

Mir kommt es vor, als blieben die Aengstlichen momentan der Montagsdemo fern, kommentierte eine Beobachterin die Demo am Flughafen vom 23.11.
Tatsächlich könnten auch Demos , genauso wie Pop-Konzertveranstalter,Weihnachtsmärkte oder Flughafengeschäfte, zu den Verlierern gehören, wenn Menschen grössere Ansammlungen aus Furcht meiden.

Objektiv begründet ist die Angst meistens nicht – die Wahrscheinlichkeit, im eigenen Haushalt einen schlimmen Unfall zu erleiden, ist ungleich höher.

Sie bildet aber die Grundlage, dass weitere Einschnitte in die BürgerInnen- und Demo-Rechte womöglich ohne Widerstand hingenommen werden. Das Verbot von Demos wegen einer gefährdeten öffentlichen Sicherheit und Ordnung ist leichter geworden – nicht nur zum Klimagipfel in Paris.
Es gibt aber noch viel direktere Eingriffe.
Nicht vergessen werden sollte der Bombenanschlag auf eine oppositionelle Wahlkundgebung in Ankara vor den Parlamentswahlen, über dessen Urheberschaft massiv diskutiert wird, weil er im zumindest im Interesse der staatlichen Terrorabwehr gelegen haben konnte. Solches wurde zumindest auf Spontandemos – auch in Frankfurt- behauptet.