BeSinnliche Waldspaziergänge im Hambacher Forst

Der Hambacher Forst bei Düren kam am Montag vor einer Woche wieder in die Schlagzeilen, als die Polizei die dortigen Befestigungen und Barrikaden schliff . Die meisten Baumhäuser blieben allerdings (vorerst) verschont.
Seit Mittwoch bieten BürgerInnen aus der Region tägliche Waldspaziergänge an, die einen meditativen, fast intimen Charakter tragen – eine interessante Erfahrung.

Die Initiatoren schreiben in ihrem Aufruf dass der Verlauf der Spaziergänge ganz stark davon abhängt, welche Impulse die TeilnehmerInnen setzen.

Leise kann sehr wirkungsvoll sein, so wie gewaltfreies Handeln oft mehr verändern kann als brachiales Durchsetzen – Wenn ich in den Wald komme, tauche ich ein in ein komplexes, kommunizierendes Oekosystem. Es verändert sich etwas, bei mir, bei der Gruppe, bei den Beziehungen untereinander – wenn ich mich darauf einlasse.

So lässt sich vielleicht die Intuition beschreiben, aus der die Spaziergänge angedacht und entstanden sind. Auf dem Weg durch den Forst kommt es zu interessanten Begegnungen mit dessen Bewohnern, eventuell der Polizei (Ausweis oder viel Zeit mitbringen). Die ist ständig im Wald präsent,hat sich zuletzt aber kaum mehr für den Spaziergang interessiert und ihn als „harmlos“eingestuft.
Es sind Kontraste zu erleben von durch den Wald geschlagenen
breiten Schneisen und kaum durchdringlichen Dickichten mit alten Bäumen. Darüber der Lärm von den Maschinen, welche die alte Autobahn abreissen, manchmal übertönt vom Buntspecht.

Beginn ist werktags um 10, am Wochenende um 11 Uhr am alten Waldparkplatz. Die Dauer entscheiden die TeilnehmenInnen !
Am Samstag, den 26.3. ist auch noch einmal ein „grosser“ Waldspaziergang, an dem erfahrungsgemäss etwa 200 Menschen teilnehmen.
Auf der Wiese findet in Kürze erneut ein „Skill Sharing Camp“ statt. Weil die eigenen Kräfte derzeit ziemlich erschöpft sind, freuen sich „Wiesen- und Waldmenschen“ auf kräftige Unterstützung und Initiative von „draussen“.