Bericht vom Waldspaziergang in Langen

Etwas über 30 Leute haben die Gelegenheit genutzt, sich die „Abwicklung“ des Langener Stadtwalds -fachkundig erläutert durch Vertreter des BUND- anzusehen.

Wieder einmal wurden die Bäume im bedrohten Waldgebiet mit Plakaten und schwarzen Bändern markiert. Solche Hinweise hängen meist nur wenige Tage. Es musste auch festgestellt werden, dass die vor Wochenfrist an den Bäumen aufgehängten Kinderbilder – die Aktion einer Kindertagesstättengruppe – spurlos verschwunden sind.

Thorwald Ritter vom BUND-Kreisverband erklärte in einem Statement an der Rodungsfläche -wo letzte Woche (erst) die Kampfmittelsuche stattfand – man sehe weiter gute Chancen, den Ausbaufortschritt juristisch zu stoppen. Die im Planfeststellungsbeschluss vorgegebenen Vorgaben und Auflagen seien in erheblichem Umfang nicht eingehalten worden. Es könne keine Rede davon sein, dass hier neue Eingriffe erst nach Rekultivierung vorheriger Massnahmen vorgenommen würden.

Sehring sei allerdings ein „regionaler global player“ – mit Niederlassungen auch im Braunkohlengeschäft in Sachsen ( TDE Mitteldeutsche Bergbau Service GmbH) und im Osten der EU – dem es das noch aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg und der Austeritätspolitik stammende Bergrecht ermögliche, ihre Förderinteressen über gleichberechtigte andere Interessen des öffentlichen Wohls zu stellen. Hier sei es an der Zeit, auf ein Umdenken hinzuwirken.

Am Sonntag, dem 19.6.2016 findet ab dem späten Vormittag wieder ein Sponsorenlauf ab Langen Wasserwerk statt, um Geld für die Kosten der Klage in der Berufungsinstanz einzuwerben.


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