Das Banner am Mörfelder Wasserturm soll bleiben !

In Mörfelden-Walldorf hat sich eine Koalition aus SPD, Freien Wählern und FDP gebildet. Eine ihrer ersten Aktivitäten war eine Vorlage für die nächste Stadtverordnetenversammlung, die Protestbanner und Aufsteller für Nachtflugverbot und gegen Flughafenausbau zu entfernen. Betroffen ist auch das große Banner am „Merfeller“ Wasserturm – ein Symbol, das es sich zu verteidigen lohnt.

Denn bei diesem Banner handelt es sich um etwas anderes als beispielsweise um das Grossplakat am Walldorfer Rathaus. Wenn die neue Koalition für den Flughafenausbau und möglicherweise auch für eine Nachtflugerlaubnis (das muss sich das neue Bündnis fragen lassen) eintritt, dann ist es durchaus konsequent, dass sie das Banner schleift.

Beim Wasserturm ist es etwas anders. Das dortige Banner -es ist nicht das erste- hängt dort jetzt seit September 2008. Es wurde im Zuge der Besetzung des Kelsterbacher Waldes und dem Kampf gegen die Süderweiterung des Flughafens in einer Robin Wood Aktion von Kletterern aufgehängt – damals im Einvernehmen mit der Stadt. Mit dem Ziel, es erst wieder abzunehmen, wenn der Kampf gegen den Ausbau erfolgreich abgeschlossen ist.

Das ist er nicht – im Gegenteil. Die nun oppositionellen Grünen, die aus der „Grünen Bürgerliste“ hervorgegangen sind, haben durchaus mir der Befürchtung recht, dass Fraport künftig mit- und hineinregieren wird. Und den Flughafen in den Ort hinein ausdehnt. Der könnte bald den Charme einer multiplen Mietwagenwaschanlage ausstrahlen.

Das Banner am Wasserturm ist mit seiner Geschichte Sache der BI und der Bürgerinnen und Bürger – es soll weiter für die Vergangenheit und -to whom it may concern- eine Zukunft des Protestes stehen!


2 Antworten auf “Das Banner am Mörfelder Wasserturm soll bleiben !”


  1. 1 Petra 14. Mai 2016 um 14:50 Uhr

    Hallo,
    schade, dass der Autor nur das Mörfelder Wasserturm Transparent für erhaltenswert erachtet und die anderen 3 in beiden Stadtteilen schon quasi aufgegeben hat. Dabei ist die Symbolik bei allen 4 Bannern die gleiche. Es sollen übrigens ALLE Transparente entfernt werden. Am 7. Juni ab 18:30 ist die Stadtverordnetensitzung im Walldorfer Rathaus, bei der das beschlossen werden soll. Die Sitzung ist öffentlich, wer einen guten Platz haben möchte, sollte frühzeitig dort sein.

  2. 2 vega -lounge 15. Mai 2016 um 13:42 Uhr

    Eigentlich ist das Banner am Rathaus das wichtigste und aussergewöhnlichste. Es hat eine ganz klare politische Aussage verbunden mit dem Standort.
    Aber ist es zu retten, wenn die SPD nicht mehr zu retten ist ? Ob das Rathausbanner abgehängt wird, hängt von der SPD ab. Die
    Diskussion wird jetzt vor allem darum gehen, ArbeitnehmerInnen- und Kapitalinteressen als solche zu benennen/ zu trennen und der SPD vorzuhalten, was sie will – Unbegrenzten Kapitalismus verbunden mit der unbegrenzter Freiheit für das Sozial- und Umweltzerstörungsmodell Fraport.-Oder wenigstens eine Erhaltung des Status Quo, dem Flughafen den Preis so hochzutreiben, dass sich nicht jede Landnahme für ihn rechnet. Wichtig ist,sich nicht vom Flughafen erpressbar zu machen, letzthin eine gewisse Souveranität zu bewahren und ihn in seinen Grenzen zu halten. Ihn wieder zurückzudrängen, schafft eine Gemeinde angesichts der Landes- und Bundesgesetzgebung nicht…

    Natürlich muss es die Forderung des BBI sein, dass alle Plakate,
    die ja gerade das ausdrücken,bleiben – gerade auch an die SPD. Der muss auf die Finger geschaut werden, dass sie sich nicht auf Absprachen hinter geschlossenen Türen mit Fraport einlässt. Das ist gerade im Hinblick auf das Terminal 3, für welches Fraport Mörfelden-Walldorfer Grund benötigt, zu befürchten.

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