Billigflieger: Bouffier düpiert Al Wazir

Gibt es Krach im Wiesbadener Wohlfühlkabinett ? Ministerpräsident Volker Bouffier hat mit seiner Aussage, Billigflug sei das Geschäftsmodell der Zukunft auch für Frankfurt, den Koalitionspartner nachhaltig verärgert.

Grund des Anstosses ist die mit den neuen Flughafenentgelten angezettelte Rabattschlacht. Schulte versucht die niedrigeren Flughafengebühren für Ryanair als vorrübergehenden Neukundenrabatt zu verkaufen, aber es ist offenkundig, dass er das politisch oktroyierte Gebührensystem damit knacken möchte. Lufthansa beschwert sich wortreich über eine Ungleichbehandlung, ist aber nicht nur Opfer, sondern auch Täter in dem Spielchen.

Fraport möchte Lufthansa unter Druck setzen, da Lufthansa zahlreiche Verbindungen auf der Billigmarke Eurowings umstellen will, diese aber nicht in Frankfurt durchführen will, um der Marke Lufthansa nicht direkt Konkurrenz zu machen.

Schulte möchte Eurowings mit dem Ryanair-Coup nach Frankfurt zwingen. Er setzt auf Steigerung des Luftverkehrsaufkommens durch Billigflieger. Dies wird aber auf Dauer bedeuten, dass die bisherigen hohen Flughafenentgelte nicht zu halten sind, da sie ja in die Höhe der Flugpreise einfliessen.
Für die Beschäftigten auch der Fraport dürfte dies mit hohen Lohneinbussen verbunden sein.

Spannend ist jetzt, ob Verkehrsminister Tarek Al-Wazir die neue Gebührenordnung genehmigt. Schliesslich war es Ziel der Grünen, die Entgeltordnung nach Lärm- Umwelt- und auch Sozialstandards zu gestalten. Die unternehmerische Entscheidung, Frankfurt für Billigflieger zu öffnen, verstösst klar gegen die umweltpolitischen Zielvorgaben der Grünen.

Man darf gespannt sein, ob die Grünen erneut -wie bei der Entscheidung zum Bau des T 3- vor den Schwarzen kuschen.


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