Gateway-Gardens-Tunnel wird massiv teurer

Fast 50 Millionen Euro mehr gegenüber der politisch verabschiedeten Kalkulation soll der „mobile Immobilienanschluss“, die S-Bahnschleife zur neuen Station Gateway Gardens, kosten. Jetzt geht der Streit darüber los, wer diese Mehrausgaben zu tragen hat.

Die Stadt Frankfurt, die sich als Motor des Projektes sieht, möchte dabei die Fraport in die Pflicht nehmen. Die sei doch schliesslich genauso Hauptprofiteur der Stadtentwicklungsmassnahme zur Aufwertung des Flughafenareals.

Frankfurt trägt das Hauptkostenrisiko bei der Baukostenüberschreitung.

Teurer wird das Projekt hauptsächlich durch die extrem aufwändige Unterquerung der Autobahn A 5 unmittelbar am Frankfurter Kreuz – praktisch eine Operation am offenen (Verkehrs-)Herzen. Aber auch die Sicherheitsanforderungen sind im Lauf der Planungszeit gewachsen .

Viele NutzerInnen des öffentlichen Personennahverkehrs hätten sich eine anders gestaltete Anbindung der neuen Bürostadt gewünscht, welche nicht das bestehende S-Bahn-System tangiert. Durch den neuen Halt wird die Pufferzeit der S-Bahnzüge derLinie S 8, die durch neue Züge mit grösserer Höchstgeschwindigkeit gewonnen wurde, mehr als aufgebraucht. Eine grössere Verspätungsanfälligkeit ist die Folge.

Gateway Gardens kann sich erst nach dem Bau der neuen Station weiterentwickeln. Auf schnelle Verbindungen hofft auch das dahin dümpelnde „House of Logistics and Mobility“, welches aus seinen Anlaufschwierigkeiten bis heute nicht herausgekommen ist.


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