Es ist höchste Zeit für eine Kampagne gegen Billigflug!

Bisher beträgt der Anteil der Billigflieger in Frankfurt nur vier Prozent. Ab dem Sommerflugplan wird sich das dramatisch ändern , wenn Marktführer Ryanair und dann sukzessive die Mitbewerber in das Geschäft einsteigen. Fraport will über die damit verbundene Neukundengewinnung die Passagierzahlen steigern. Diese Expansion zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen – dafür werden jetzt Strategien gebraucht !

Das erste Schlüsseldatum ist der 28.3. 2017. An diesem Tag beginnt der Luftverkehr von Ryanair mit der Heimatbasis Frankfurt. Auch wenn Ryanair-Boss Michael ò Leary ausführte, Frankfurt werde nie ein „wirklich grosse“ Basis von Ryanair werden, so möchte man nach der Eintrittsphase bereits zum Winterflugplan im Oktober sieben Maschinen in Frankfurt haben und damit auch Städteziele wie London, Barcelona und Mailand anfliegen – in direkter Konkurrenz zur Lufthansa und auch zum eigenen Angebot ab Frankfurt-Hahn.
In der Endausbaustufe ist an bis zu 20 Maschinen und an Beförderungszahlen von bis zu 10 Millionen Passagieren pro Jahr gedacht.

Ryanair hat mit insgesamt 117 Millionen Passagieren pro Jahr inzwischen die Lufthansa Group, die im Jahr 2016 auf 110 Millionen Passagiere kam, überholt.

Das üble für AnwohnerInnen und Umwelt an der Billigfliegerei ist, dass die Nutzerinnen überwiegende Neu- und Mehrkunden sind – die Reisen würden ohne die günstigen Angebote überhaupt nicht unternommen.

Flughafen-Boss Schulte argumentiert zusammen mit Volker Bouffier, die Leute wollten halt billig fliegen und diesem Wunsch
müsse man entsprechen.

Wir müssten diesen Leuten versuchen klar zu machen, dass ihr Verhalten bei den AnwohnerInnen überhaupt nicht gut ankommt.

Eine Kampagne müsste die „älteren Rechte“ der BewohnerInnen der Region gegenüber dem Recht des Flughafens auf Expansion betonen. Ganz wichtig ist das Argument, die Branche könne nur so billig anbieten weil sie die Folgelasten des Fliegens auf die Allgemeinheit abwälzt.

Wichtig ist auch aufzuzeigen, dass durch den Preiskampf und die damit verbundenen Ueberkapazitäten- Unternehmen wie Ryanair und Wizz kalkulieren für eine bestimmte Anlaufphase Verluste ein- höherwertige Angebote -und Arbeitsplätze- kaputt gemacht werden.

Die Kampagne müsste „sinnlich erfahrbar“ sein, wiederkehrende Aktionstage dürften sie stärker im Bewusstsein verankern.

Die Kommunalpolitik muss ins Boot geholt werden, über Anträge u.s.w.

Für die Billigflieger werden Abferigzungsmöglichkeiten gebraucht, gedacht ist seitens der Fraport an ein Container-Provisorium im Bereich der Cargo City Süd. Ein solcher Bau müsste bekämpft werden.


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