Reaktionen auf Ankündigung des „Aldi-Terminals“

Fraport dementiert, aber das Wirtschaftsministerium erklärt, dass es von Fraport eine Voranfrage zur Genehmigung von Planänderungen bekommen hat. Die Grünen zeigen sich „irritiert“, und Schäfer-Gümbel spekuliert, dass es zwischen dem Wirtschaftsminister und seiner Fraktion „Uneinigkeiten“ gäbe.

Auf Presseanfragen bestätigte das grün geführte Wirtschaftsministerium, dass ihm eine Anfrage von Fraport vorliege. Man habe, so ein Sprecher des Ministeriums, Fraport an den „rechtlichen Rahmen“ des Planfeststellungsbeschlusses erinnert. Dazu gehöre die Gewährleistung von Umsteigeverbindungen in einem festen Zeitrahmen, das gelte für den Gepäcktransport (Gepäcktunnel) und die Passagiere (neue Skyline).

Fraport-Sprecher Christian Engel, behauptet, ihm sei von Billigterminal-Plänen nichts bekannt. Wohl aber gebe es „Gedankenspiele“, um „angesichts des unerwartet positiven Wachstumsgeschäfts“ mehr Kapazitäten zu schaffen. Neben Containerlösungen im Nordosten am Terminal 2 und im Terminal 3-Bereich zählte dazu auch der Bau einer Busabfertigungsstelle an der Schnittstelle zum Vorfeld.

Für die Grünen äusserte sich nicht der Wirtschaftsminister, sondern die stellvertretende Fraktionssprecherin Martina Feldmayer. Ihre am 3.4. veröffentlichte Pressemitteilung liest sich wie eine Kritik aus der Opposition:
Die Entwicklung strafe den langjährigen Beteuerungen von Fraport Lügen, es drohten klammheimlich Fakten geschaffen zu werden und das angekündigte Luxusterminal sei zum Flugsteig aus Fertigteilen degradiert.

Jetzt sei eine Lärmobergrenze um so wichtiger.

Das liest sich , als habe man jahrelang allen Beteuerungen von Fraport geglaubt.

Torsten Schäfer-Gümbel, ein grosser Ausbaufreund, freut sich über die Schwierigkeiten für die Grünen, sorgt sich aber um die Beschäftigten
und die Zukunft des Airports: Die Landesregierung als Mehrheitsaktionär habe bei der „Zukunftsgestaltung“ versagt, zeige „Planlosigkeit“ und komme ihrer politischen Verantwortung nicht nach.
Im übrigen vermute er Uneinigkeit in der Koalition, eventuell auch zwischen der Landesregierung und der Grünen-Fraktion.

Relativ dünn sind bisher die Reaktionen aus dem Bürgerinitiativen-Lager. Auch hier dürfte es eine gewisse „Uneinigkeit“ über das Vorgehen geben. Viele BI-Leute wollen weg vom internationalen Drehkreuz und hin zu Punkt-Ziel-Verbindungen. Das ist genau das Geschäftsmodell der Billigflieger.


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