„Autonomer“ Flügel der CDU freut sich auf den Klimawandel

Im Nachgang der Anti-Klimaschutz- Erklärung von Präsident Trump hat eine Pressemitteilung des „Berliner Kreises“ , einer rechtsoppositionellen Gruppe innerhalb der CDU, für enormen Wirbel gesorgt: Man ärgert sich über das Aufheben , das um den drohenden Klimawandel, insbesondere von Angela Merkel, gemacht würde.

Die Erklärung liest sich wie eine Satire von Titanic oder“Die Partei“ . Gegen den Klimawandel und insbesondere seine Eskalation könne man eh
nix machen , da sollte man ihn doch auch positiv sehen. Das Abschmelzen des Polareises und der Anstieg des Meeresspiegels hätten auch etwas Gutes, da kämen Rohstoffe zum Vorschein die über eine eisfreie Nordwest-Passage abgefahren werden könnten, und neue Fische zum Fangen gäbe es nebenbei auch noch.

Das kommt nicht von hier, sondern von Klimaskeptiker-Instituten aus den USA. Dort ist das Interesse an der Nordwestpassage auch naturgemäss grösser als bei uns. In Deutschland kooperiert das in Jena ansässige „Europäische Institut für Klima und Energie e. V.“ mit der Anti-Klima-und der Kohlelobby in den USA.
Verbindungsmann zum Berliner Kreis ist dort Phillip Lengsfeld, ein Ost- Nachwuchspolitiker der CDU. In die ist er zusammen mit seiner Mutter, Vera Lengsfeld ( ex Wollenberger ) aus der Grünen Szene übergetreten. Man kann die Familie durchaus als „Rechtsautonome“ bezeichnen. Sie steht aufgrund ihrer extrem üblen Stasi-Erfahrungen in hasserfüllter persönlicher Fundamentalopposition zu allen , die ein pragmatisches, sprich: macht-taktisches Verhältnis zum DDR-Erbe pflegen .
Da ist insbesondere Angela Merkel das geborene Feindbild. Vera Lengsfeld und auch ihr Sohn haben , wie mensch sich denken kann, in der CDU nicht die geringste Perspektive.
Der „Berliner Kreis“ wohl auch nicht, nachdem sich die katholisch-konservativen Kräfte aus dem Westen aus ihm weitgehend
zurückgezogen haben.

Letztlich ist das Getöse ungewollte Wahlkampfhilfe für Angela Merkel , deren Stern durch die Angriffe und das Selbst-Ausmanöverieren nur noch heller strahlt. Leider wird damit vernebelt, dass es durch die konservative Bundesregierung keinen wirklich konsequenten, und schon gar keinen sozialökologisch orientierten Klimaschutz gibt. Was vor den Zeiten von Trump „rechts“ war, gilt heute als „Mitte“.
Das klimaskeptische Ganze erinnert an PR-Initiativen wie „Ja zu Fra“, mit denen KritikerInnen die Meinungsführerschaft entzogen werden sollte. Es wurde ein bürgerschaftliches Gegengewicht in bezahltem Auftrag vorgegaukelt.

Natürlich funktioniert das nur auf Zeit, aber was interessiert heute schon, was übermorgen ist ?
Insofern geht das Spiel von Leuten wie dem Klimaskeptiker Horst Joachim Lüdecke durchaus auf.


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