Trebur: Hick-Hack ums Waldabhacken

Die Gemeinderatsversammlung in Trebur wirft ihre Schatten voraus: In den vorbereitenden Ausschüssen wurde über die Strategie des beabsichtigten Waldverkaufs an Fraport gestritten. Dort hat jede Partei eine andere Position – die Verkaufsabsicht als solche allerdings leider die Mehrheit.

Die für den Anschluss benötigten 4,5 Hektar Wald verkaufen will eine Mehrheit von CDU, FDP und Freie Wähler.
Hickhack gab es darum, wie mit der Kompensationsfläche von 13 Hektar umgegangen wird, unklar ist , ob es zu einer Koppelung des Verkaufs der Baufläche und der Kompensationsfläche kommt. Darin steckt noch viel Konfliktpotential.

Keine Mehrheit fand ein Antrag der freien Wähler, auch die 13 Hektar Kompensationsfläche südlich des Anschlusses zum vorgeschlagenen Preis zu verkaufen. Das brächte eine knappe halbe Million Euro und würde reichen, den defizitären Haushalt 2018 zu sanieren.

Dazu wollen die Freien Wähler eine Art Wertsteigerungsklausel vereinbaren, sollte der aufgewertete Wald einstmals doch Bauland werden.
Die CDU setzt auf eine mögliche Enteignung, bei der ein höherer Preis zu erzielen wäre . Andere , wie die Grüne Liste -bisher in Fundamentalopposition zum Fraport-Deal – könnten sich nach Zeitungsangaben eine Verpachtung des Waldes an Fraport vorstellen.

Fraport dürfte es aber erstmal wichtig sein, ab September den Wald roden zu können, um mit dem Bau des Autobahnzubringers anzufangen. Deshalb ist Widerstand gegen einen Verkauf an sich und gegen eine Rodung das Gebot der Stunde.


0 Antworten auf “Trebur: Hick-Hack ums Waldabhacken”


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


fünf + = acht