Calm down, Mike …

and carry on. Sagen Vertreter der britischen Flughäfen zu Michael o` Leary. Der Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair will es auf einen Showdown mit der britischen Regierung ankommen lassen, falls diese nicht einem „harten Brexit“ ausweicht. Auch die kontinentalen Flughäfen spielen in dem Machtpoker eine Rolle.

„Harter Brexit“ bedeutet, dass bis zu dem Austrittsdatum März 2019 die bilateralen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU nicht neu geregelt sind. Die Flugverkehrswirtschaft wäre davon hart betroffen- sie profitiert -bisher- von dem „open sky“ Abkommen der EU, welches Landerechte innerhalb der EU garantiert und vor protektionistischen Bestrebungen von Mitgliedsstaaten schützt. Stark betroffen ist auch die in Luton /GB ansässige Firma Easyjet, die in Wien bereits einen Ableger nach EU-Recht gegründet hat.

Bei Ryanair läuft das mit deutlich mehr Tam-Tam.

Sollte bis September 2018 -dann muss der Flugplan für 2019 stehen- keine Nachfolgevereinbarung getroffen sein, droht o`Leary mit einer Stillegung aller Aktivitäten von und nach Grossbritannien, bis eine akzeptable Regelung gefunden sei. Das ist durchaus auch ein Risiko für ihn, der ein Drittel seines Geschäfts auf der „grossen Insel“ abwickelt. Er meint aber, dass die Folgen für die BritInnen schlimmer wären als für ihn als Iren -und Europäer.
„Die Franzosen und Deutschen warten doch nur darauf, den Briten eins auszuwischen“ sagt er in seiner direkten Art, die dem Brexit-Lager schon 2016 einige Stimmen zugespült haben dürfte. Er werde seine Flugzeuge von England auf Regionalflughäfen in der EU abziehen,“so dass die gar nicht mehr wüssten, wie sie das Wachstum verkraften könnten“.

Unter diesem Hintergrund macht die Temposteigerung beim Terminal 3 – hier sollen bis zu 15 Ryanair-Maschinen hinkommen-unternehmenspolitischen Sinn für Fraport.

Da lässt sich als Ausbaugegner/in nur sagen: „Liebe Britinnen und Briten, bei diesem „Battle of Britain“ , stehen wir auf eurer Seite. Wenn o`Leary England und Deutschland für seine umweltschädlichen Kapitalinteressen gegeneinander ausspielen will, machen wir nicht mit. Seine Luftflotte wollen wir hier nicht, und erst recht kein Terminal 3.
Calm down Mike, and stay away.


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