Treburer Wald soll ab 8.1.2018 an die Fraport gehen

….so will es, sagt zumindest der Treburer Bürgermeister Carsten Sittmann, das grün geführte Regierungspräsidium in Darmstadt.
Dieses habe signalisiert, aus Gründen des Allgemeinwohls ab Anfang Januar eine vorzeitige Besitzeinweisung des Geländes an die Fraport AG anzuordnen.

Die Fraport benötigt das Gelände für die Errichtung einer Baustrasse und einer Autobahnbrücke, um die Baustelle des T 3 ohne Tangierung des überlasteten Knoten Zeppelinheim anbinden zu können.

Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass sich dieser Anschluss auch in der späteren Betriebsphase „verstetigen“ wird. Trebur, dass in diesem Areal noch mehr Wald besitzt, rechnet damit dass dieser auch noch vom Flughafen in Anspruch genommen wird, und die Mehrheitskoalition möchte ihn mit einer Wertsteigerungsklausel mitverkaufen. Dadurch könnte Trebur seinen Haushalt sanieren.

Wenn Fraport in den Besitz des Waldes kommt, bedeutet das nicht automatisch sofort die Rodung – ähnlich wie im Juni 2008 in Kelsterbach. Fraport darf das Areal allerdings dann betreten und nutzen. Zuerst muss das Gelände auf Kröten, Fledermaushöhlen und Altmunition abgesucht werden. Aber mit der Inbesitznahme wird beispielsweise eine Zaunstellung möglich.

Wahrscheinlich ist, dass Trebur unter dem Druck des RP verkaufen wird, denn die Chancen auf eine Besserstellung durch ein günstiges Gerichtsurteil sinken durch das Engagement der Behörde.
Dabei hat das Ganze einen Beigeschmack. Denn das RP untersteht dem Land Hessen, dem die Mehrheit an der Fraport gehört. Es enteignet in eigener Sache für ein angebliches Gemeinwohl. Schon aus diesem Grund und der Demokratie zuliebe sollte Trebur es eigentlich trotzdem auf eine Gerichtsentscheidung ankommen lassen.

Die Umweltorganisiation Robin Wood, die sich seit über fünf Jahren gegen das Terminal 3 engagiert, hat einen aktuellen Blogbeitrag veröffentlicht.


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