Kommentar: Das dritte Camp gegen das dritte Terminal

Bereits zwei Waldcamps haben im Treburer Forst stattgefunden – nun das Dritte. Und sollte es sich etablieren, wäre es auch die dritte Waldbesetzung nach dem Flörsheimer und dem Kelsterbacher Wald. Zum erstenmal seit bald 10 Jahren kann die Seite „Waldbesetzung“ wieder über eine solche vor Ort berichten.

Der Ort, der Treburer Forst, ist kein einfacher für eine Aktion. Er ist verkehrsumtost und dabei abgelegen. Das ist wirklich kein Ort um Urlaub zu machen, aber es könnte ein guter Ort sein um Aufzuklären, um Bildungsarbeit zu leisten und um praktischen Widerstand zu machen – ein guter Ort, um deutlich zu zeigen, was ein „konstruktives Nein“ sein kann.

Dazu gehört Bereitschaft von zwei Seiten, von den Besetzis, sich auf die Problematik vor Ort einzulassen, besonders aber die Bereitschaft der kritischen Teile der Bevölkerung, die Besetzung vor Ort auch als Ausdruck ihrer Interessen zu begreifen- und sie mit zu beleben und zu unterstützen. Auch politisch.

Schliesslich braucht einen langen Atem, wer hier im Flughafenumland etwas stemmen will. Es ist nicht vergessen, wie lange um den Flörsheimer Wald und auch im Kelsterbacher Wald politisch gerungen und einer Räumung entgegengesehen wurde. Dieses Warten ist Chance und Herausforderung zugleich. Nur zusammen können wir etwas bewegen.
Immer schon galt hier: Nach dem Ausbau ist vor dem Ausbau. Gerade in Walldorf, aber auch in Zeppelinheim, Neu Isenburg, Dreieich oder Rüsselsheim wächst die Angst, dass einem Terminal Süd eine Startbahn Süd folgen könnte.

Den Aussagen von Fraport kann man nur tagesaktuell trauen. morgen, nach einer sogenannten Neubewertung, kann es ganz anders aussehen. Wenn wir es zulassen.

Deshalb auch die Hoffnung, dass möglichst viele Menschen das Camp besuchen , über den Flughafen ins Gespräch kommen und dass offene Räume entstehen. Schliesslich sitzen die Besetzis ja auch im Interesse unserer Region in und unter den Bäumen.


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