Sehring droht Klage gegen Aktionsbündnis auf Unterlassung an

Einige Mitglieder des Aktionsbündnisses für den Bannwald Langen haben kürzlich unliebsame Post von einem Rechtsanwaltbüro bekommen. Im Auftrag ihres Mandanten Sehring fordern die Anwälte, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Täte man das nicht fristgerecht, würde eine Vertragsstrafe von 5000 Euro fällig. Ein Flugblatt, welches das Bündnis als Werbung für die Saalveranstaltung am 5 März verteilt, soll „falsche Tatsachen“ behaupten.

Betroffen sind neben anderen der presserechtlich verantwortlich zeichnende Sprecher des Aktionsbündnisses, als auch die Grünen Langen, welche das Flugblatt mit den beanstandeten Passagen auf ihrer Internetseite abdruckten. Bei den inkriminierten Passagen geht es nach Angabe der Onlineseite der Offenbach Post darum, dass Sehring „weder die Lebensgrundlage seltener Tiere und Pflanzen achtet…noch auf laufende Gerichtsverfahren Rücksicht genommen“ wird. Man halte sich an alle gesetzlichen Vorgaben. Ebenso wird die Passage beanstandet , dass „Sehring im Zuge der Ausweitung des Kies- und Sandabbaus….eine Jahrzehnte alte „Tradition“ fortführt.“ Das sei nicht der Fall.

Jetzt müssen sich die BündnispartnerInnen wohl selbst anwaltschaftliche Hilfe nehmen – das ist sicher Bestandteil der Strategie von Sehring, seine Gegner zu beschäftigen und vielleicht auch auseinanderzudividieren. Als ersten Schritt haben die Grünen -wohl aufgrund juristischer Empfehlung- die Passagen von der Homepage genommen.
„Sehring wird langsam nervös“ kommentierte eins der Bündnismitglieder. Die Grünen Langen: „Sehring versucht, seine Kritiker mundtot zu machen“.

Ob für die Grünen aus Wiesbaden Unterstützung kommt? Pikant ist, dass die Langener Grünen nicht nur Kritiker von Sehring, sondern auch von der laxen Haltung des grün geführten hessischen Umweltministeriums sind.

Vieles Schlechte hat auch seine gute Seite: Die Bereitschaft mancher Unentschlossener dürfte massiv steigen, am Montagabend um 19.30 Uhr in der Langener Stadthalle Präsenz zu zeigen.
Auch der für den Samstag, den 17.3. um 11 Uhr ab Stadtkirche Langen angesetzte nächste Protestzug könnte diesmal etwas grösser ausfallen als beim letzten Mal.

Ach ja: Das Rechtsanwaltbüro möchte auch etwa 1300 Euro für seine Bemühungen und Auslagen sehen. Man sieht: Widerstand könnte seinen Preis haben, vor allem wenn er offensichtlich wirksam ist.


0 Antworten auf “Sehring droht Klage gegen Aktionsbündnis auf Unterlassung an”


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


neun − acht =