Nachhaltig ist nur der Verzicht auf das Terminal 3

Fraport hat vor der Aktionärsversammlung den Geschäftsbericht 2017 vorgelegt. Darin legt sie Klimaziele für das Unternehmen fest. Bis 2030 soll der CO.2 Ausstoss des Unternehmens von 125.000 Tonnen auf 80.000 Tonnen gesenkt werden. Die Bemühungen des Unternehmens in Ehren – den energieneutralen oder gar klimaschützenden Ausbau gibt es nicht. Mit jedem Flieger mehr, den Fraport anlockt, verschlechtert sich die Klimabilanz dramatisch. Fraport ist nicht nur für sein eigenes Geschäft, sondern auch das der Airlines verantwortlich. In der Luft wird die Umwelt CO.2-mässig um bis zu das Hundertfache mehr belastet als durch den Energieeinsatz der Bodeninstallationen. Deshalb ist ein Einfrieren und dann Senken der Zahl der Flugbewegungen unerlässlich- und damit verbunden ein Verzicht auf das Terminal 3.

Fraport macht es in seinem Geschäftsbericht deutlich: Ziel des globalisierten Unternehmens sei die „Globalzufriedenheit“. Man „lebe“ seit zwei Jahren ein neues Leitbild namens „Gute Reise“. Flughäfen sorgten zwar für Faszination, die könne aber auch umschlagen, wenn man andere „nicht-wirtschaftliche“ Aspekte vernachlässige. Dazu gehöre alles rund um den Klimaschutz – nachhaltiges Handeln und eine „verantwortungsvolle Zukunftsgestaltung“ seien angesagt. Man müsse schließlich auch den geänderten gesellschaftlichen Erwartungen der Anliegerinnen und der Stakeholder-und selbst der Kunden- entsprechen. So würde“ Klimaschutz“ hinter dem „Lärmschutz“ und dem absoluten Muss „Sicherheit“ zum strategischen Ziel, direkt beim Vorstandsvorsitzenden angesiedelt.

In der Fraport-Sprache liest sich das so:

„Nachhaltige Entwicklung ist ein fortwährender Prozess, unternehmerischen Handlungsspielraum durch konsequente Einbeziehung nicht wirtschaftlicher Aspekte in Managementprozessen zu sichern“

Fraport rühmt sich, die Klimaschutzziele mit konkreten Massnahmen umzusetzen und ein entsprechendes Monitoring aufzubauen. Da kann man aber nur von einer gespaltenen Identität sprechen.
Das Einsparpotential beim Eigenverbrauch von Energie durch mehr Energieeffizienz beim Betreiber ist minimal gegenüber dem Einsparpotential seiner Nutzer , den kerosinkonsumierenden Airlines.
Das ist ein bisschen so, als hätte man früher den Kohleverbrauch im Ofen der Bahnhofswartehalle verringert, nicht aber den Kohleverbrauch der Dampflokomotiven, und das als grossen Erfolg verkauft.
Im ersten Halbjahr 2017 wurde in der BRD 7,9 Prozent mehr Kerosin vertankt als im Vorjahr. Der Energieverbrauch im Verkehrssektor erhöhte sich anstatt zu sinken . Die CO.2 Bilanz ergab 2 Millionen Tonnen mehr als 1990. So ist es zu einem guten Teil der Verkehrssektor, welcher das allgemeine Klimaschutzziel – 40 Prozent weniger CO.2 Ausstoss im Jahr 2020 gegen über 30 Jahren vorher- Makulatur werden lässt.

Die Flugzeuge, die in Frankfurt starten und landen, verteilen jährlich weit über 10 Millionen Tonnen CO.2 rund um den Globus, etwa ein Zehntel davon im unmittelbaren Flughafenbereich und in einer Höhe unter 900 feet.
Rechnen wir dem Flughafen mal die Hälfte davon an, kommen wir über 5 Millionen Tonnen CO.2 generiert in Frankfurt. Wer wirklich CO.2 einsparen will, muss bei den Flugbewegungen ansetzen, nicht bei dem Dieselschlepper im Vorfeld.

Deshalb hatten wir ein Waldcamp, wie es jetzt im Treburer Wald existiert, noch nie so nötig wie heute.
Kommt raus und unterstützt den Kampf gegen das Terminal 3 !


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