„Wachstumsschmerzen“ bei Fraport

Fraport wächst , wie Journalisten kommentieren, „unter Schmerzen“. Die Erbringungsqualität der Dienstleistungen könne nicht mit der quantitativen Zunahme mithalten. Dabei wird vor allem auf die Probleme bei der Passagierabfertigung verwiesen, welche organisatorisch hinter ihren Möglichkeiten bliebe. Das Problem liegt allerdings tiefer. Die „Schmerzen“ sind keine Anpassungsprobleme, sie erwachsen aus dem Wachstum an sich.

Auf der Jahreshauptverwaltung legte Fraport einen Bilanzgewinn von 138.587.oo8,50 Euro vor, der über eine Dividende von 1,50 Euro pro Dividende ausgeschüttet werden soll. Fraport-Chef Schulte versprach u.a. den Hauptaktionären Land Hessen und der Stadt Frankfurt, im nächsten Jahr für eine höhere Dividende zu sorgen. Neben dem Auslandsgeschäft soll eine massive Erhöhung des Fluggastaufkommens, angepeilt sind 6 Prozent, Geld in die Kassen spülen. Bis zu 68,5 Millionen Passagiere und 400-430 Millionen Euro Nettogewinn hält er 2019 für realistisch.

Dafür müssten Wachstumshemmnisse überwunden werden. Fraport nennt dabei die enge Auslegung von Betriebsauflagen , eine knallharte Neuorganisation der personalintensiven Passagierabfertigung -die derzeit noch unter der Regie der Bundespolizei läuft- sowie die rasche Genehmigung des Flugsteigs G für das Terminal 3.

Mehr Dividende gibt es also nur, wenn Wiesbaden und Frankfurt den Interessen von Fraport folgen.

Es ist das geplante Wachstum selbst, das Schmerzen macht. Es ist nur über eine unverhältnismässige Verschlechterung der Lebens- und Arbeitsqualität zu erreichen.

Deshalb die politische Forderung an die Stadt Frankfurt: Keine Genehmigung des Flugsteigs „G“, weil die Förderung von Billigflug unseren Interessen zuwider läuft.

Die Sofort-Forderung an Wiesbaden: Abschaffung des Billigflug-Rabattsystems und Einführung höherer Flughafensteuern pro Passagier, welche direkt den Beschäftigten und Programmen in den Kommunen, wo diese wohnen, zugute kommen müssen. Nein zu weiteren Kostensenkungsprogrammen auf dem Rücken und den Bandscheiben der Mitarbeiterinnen.
Nur Billigflug und Luxusflug erfordern ein dauerhaftes Terminal 3. Mit Provisorien für die Phase eines Umbaus von Terminal 1 liesse sich leben.

Verzicht von Fraport auf das Anwerben von Arbeitskräften in Südosteuropa bzw. ein Verbot, diese unter Einfachbedingungen unterzubringen.

Nein zum Terminal 3 — Allerdings ist nicht die Verhinderung seines Baus das strategische Ziel, sondern die Verhinderung seines Betriebs. Stillliegende oder komatöse Flughäfen wie BER oder Calden sind für Mensch und Umwelt recht gut zu vertragen…..
Deshalb: Nein zur Steigerung der Passagiere und zum herausgepressten Gewinn. Das gilt besonders für das Auslandsgeschäft, etwa in Brasilien.

Waldcamp Treebur bleibt bis Fraport geht !


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