Der tiefe Fall von Roland Koch

Der Baukonzern Bilfinger hat auf seiner jüngsten Aufsichtsratssitzung beschlossen, die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Koch und Bodner auf 120 Millionen Euro Schadensersatz zu verklagen.

Roland Koch -der Intimgegner der WaldcampbewohnerInnen im Kelsterbacher Wald- wechselte 2010 überraschend von der hessischen Staatskanzlei in die Privatwirtschaft.

Er war dann von 2011 bis 2014 Chef des grössten Baukonzerns, der Firma Bilfinger und Berger. Er beerbte seinen Vorgänger Herbert Bodner und sollte das Unternehmen durch harte Sanierungsschnitte hochprofitabel machen.Er wollte es auch von einem klassischen Bau- in einen Dienstleistungskonzern umbauen. Nach drei Jahren hatte er es allerdings so weit gegen die Wand gefahren, dass er bei zunächst vollen Bezügen herausgesetzt und sein Vorgänger aus dem Ruhestand zurückgeholt wurde.

Konkret vorgeworfen wurde ihm der Absturz des Aktienkurses nach Gewinnwarnungen sowie der angebliche Versuch Informationen über geplatzte Geschäfte zurückgehalten zu haben.

Jetzt holt ihn und seinen Kollegen Bodner der Vorwurf ein, Vorgaben zum Aufbau eines Anti-Korruptionsmanagements vorsätzlich und pflichtwidrig nicht umgesetzt zu haben. Daraus seien dem Unternehmen bezifferbare Verluste von 120 Millionen Euro entstanden. Der Konzern stand -und steht- nach internationalen Verfehlungen unter dem Kuratel amerikanischer Rechtsanwaltssozietäten.

„Aufgeräumt“ wurde nach 2016 durch den neuen Firmenchef Tom Blades. Um Schaden von dem Unternehmen abzuwenden, will er sich nun an seinen Vor-Vorgängern schadlos halten.

Roland Koch bestreitet indes jede Schuld. Der bekennende Merkel-Kritiker sass bei dem CDU-Landesparteitag am Samstag (noch) in der ersten Reihe….


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