Waldcamp-Räumung war Hauptthema auf der Montagsdemo

Mehrere Rednerinnen und Redner berichteten auf der Montagsdemo am 12.11. von der Räumung des Waldcamps. Darunter war auch Isabell, die mehrere Monate im Camp dabei war und am Dienstag als eine der letzten abgeräumt wurde. Im Terminal berichtete sie von ihren Erlebnissen.

Hier die kurze Ansprache:

„Ja Hallo, Viele kennen mich unter dem Namen Tiki oder Isabell, ich war am Dienstag bei der Waldräumung mit dabei, ich war diese ominöse junge Frau, die sich im Rundhaus festgekettet hat, von der es keine Bilder gab, für die die Polizei sieben Stunden gebraucht hat, um sie aus dem Wald rauszubringen (Beifall),
ich wurde dann natürlich als erstes für verrückt bezeichnet, ich musste darauf auch ins Krankenhaus weil mein Arm etwas gelitten hatte, das ist nicht so schlimm, ich kann ihn wieder bewegen.

Es ist sehr schade, dass der Wald geräumt wurde, nicht nur weil es wieder einen Schritt zurück geht weg von Richtung Klimaschutz, sondern auch weil ein Zuhause kaputt gemacht wurde, mein Zuhause kaputt gemacht wurde. Und es für mich gestern sehr schlimm war zu sehen, dass schon wieder Profitinteressen vor Klimaschutz und Klimawandel gestellt werden. Weil eigentlich sollten es ja die Interessen von Allen sein, dass wir hier eine Zukunft haben, und es ist immer wieder sehr schade zu sehen, dass Konzerne über der Menschlichkeit stehen.“

BI-Abmoderation:

„Vielen Dank, du nimmst bitte die Grüsse und die Solidarität von unserer Veranstaltung hier mit, ich hoffe ihr seid so vernetzt, dass Du das auch kommunizierst mit den Anderen, für uns ist es total wichtig was Ihr gemacht habt, und wir werden uns natürlich alle überlegen müssen, wie gehen wir mit diesem relativen Gefühl der totalen Ohnmacht eigentlich um, wo holen wir die Kraft her weiterzumachen, aber ich denke, es gibt da einige Ansatzpunkte, einer sollte sein die Tatsache, dass es eben nicht nur um den Treburer Wald geht, es geht inzwischen tatsächlich um das Klima, es geht um den Wald an vielen Stellen in Deutschland, an vielen Stellen in Europa und weltweit, und da müssen wir natürlich auch unseren Platz finden – der Treburer Wald ist verloren, aber die Sache, für die wir einstehen, gemeinsam mit anderen, die ist längst nicht verloren worden, und da hilft eben Solidarität, und wir haben kein Recht, den Mut sinken zu lassen.“

Sehr hörenswert:

Dienstag hat Isabell noch direkt unter den Eindrücken der Räumung ein Interview mit Radio Dreyeckland gegeben. Es gibt hier einen Link, auf dem das Audioprotokoll angeklickt werden kann.


0 Antworten auf “Waldcamp-Räumung war Hauptthema auf der Montagsdemo”


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


acht − sechs =