Das Drama BER

Sie suchen Stoff für ein Bühnendrama – oder doch lieber für einen Kriminalroman ? Da ist die Geschichte des Grossflughafens Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“ genau das Richtige für Sie…

Als Einstieg sollten Sie sich durch den Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zu den Bau- und Planungsmängeln des Grossflughafens schmökern. (Vorsicht, PDF mit 1000 Seiten !)

Weil ja eine Geschichte erzählt werden sollte- wie wäre es mit dem Kampf der ungleichen Giganten – Horst Amann gegen Hartmut Mehdorn ? Nach dem Nichteröffnungsdebakel 2012 stellten sowohl die Berliner Lokalpolitik als auch die Bundespolitik parallel einen Ingenieur als auch einen Sanierungsmanager ein .Der eine kam mit dem Endoskop, der andere mit dem Vorschlaghammer. Der eine wollte den Pfuschern und Verursachern ans Leder, der andere wollte eine schnellstmögliche Inbetriebnahme zur Rettung „seiner“ Airline Air Berlin.
Es ist nachvollziehbar, dass sich erstmal der mit dem Vorschlaghammer durchsetzte. Aber mit dem Hammer lässt sich keine Grossentlüftungsanlage reparieren. „Demolition man“ fiel demnach ebenfalls in Ungnade bei denen, die das ganze Spielchen eigentlich verursacht hatten. Weil er keinen „zeitnahen Eröffnungstermin“ hinbekam.

Locations ? Jede Menge ! Wie wäre es mit den Schliessklappen der Entrauchungsanlage ? Da könnten sich dramatische Szenen abspielen. Weil auf Knopfdruck eine ganz andere aufgeht als geplant. Unfall wegen Planungsfehler- oder Absicht ? Ebenso empfohlen werden können die Kabelschächte, welche so geplant sind, dass sie bei Starkregen zu reissenden Bächen werden….. Dann liesse sich auch eine Szene organisieren, wo ein Bauteil urplötzlich im märkischen Sand einbricht und versinkt….Überhaupt: Jede Menge publikumsfreie Drehorte.

So ein Soziodrama oder Gesellschaftskrimi darf natürlich nicht zu politisch werden, wenn er im Fernsehen oder im Kino sendefähig sein soll. Wer sollte also hinter dem BER-Drama stecken ?

Möglich wäre:

- der Feldhamster
- die menschliche Unvollkommenheit
-der Urenkel von Grindelwald
- die Fraport AG und die Lufthansa als direkte Konkurrenten (nee, zu politisch…)
- irgendeine böse internationale Phantasieairline (besser!)
-ein Zusammenschluss der moldawischen Mafia und der koreanischen Triaden ( in Verbindung mit einer Airline)

oder UmweltschützerInnen, die als U- Boote in der Wirtschaft und der Politik den Flughafenbau sabotieren. Könnten mit irgendwelchen „Schurken“ im Drama verwandt oder verschwägert sein. Oder noch eine private Rechnung offen haben. So gäbe es auch noch ein persönliches Motiv. Das wäre politisch superkorrekt, aber auch sehr unrealistisch.
Und damit für einen Drama- oder Krimi-Plot sehr geeignet. Nur: Wer wollte sich das ansehen ?

Epilog: Hartmut Mehdorn ist im Ruhestand und hat noch ein Aufsichtsratsmandat bei der russischen Staatsbahn. Dort setzt er sich dafür ein, dass europäische Technologie eingekauft wird. Horst Amann ist im Teilruhestand. Er schafft noch für die Regionaltangente West- Betriebsgesellschaft. Das ist ein Light Rail-Bauprojekt im Rhein Main Gebiet, welches angeblich den Kommunen, in Wirklichkeit aber fast nur der Fraport nutzt. Der Streckenverlauf ist ausschliesslich auf den Flughafen ausgerichtet – und zahlen sollen für die Strecke die AnliegerInnen.


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