Ausgeleuchtet

Um den Johannistag, den 24.6., gab es seit Kindheitsgedenken immer ein besonderes Schauspiel: Die Glühwürmchen schwärmten zum Geschlechtsverkehr aus. Dieses Jahr blieb die Suche danach vergeblich.

Beklemmend ist, dass es keine gesicherten Erkenntnisse gibt, woran das liegt. Deshalb müssten eigentlich alle Stoffe, insbesondere Insektizide, die für den massiven Rückgang der Population in Frage kommen, vorläufig verboten werden. Genau das Gegenteil ist der Fall – die Beweispflicht liegt auf Seiten der NaturschützerInnen.

Beispielsweise müssten die chemischen Mittel, welche gegen den Eichenprozessionsspinner eingesetzt werden und auch die Larven zahlloser anderen Insektenarten treffen, verboten werden.

Als Beschleuniger wird auch die Lichtverschmutzung vermutet. Zwar sind die Glühwürmchen ein Meister der Energieeffizienz- sie können über einen chemischen Prozess „kaltes Licht“ erzeugen – aber sie leuchten nur mit dem Bruchteil der Helligkeit einer Strassenlampe. Da sie ihr eigenes Licht benötigen, um aufeinander zu fliegen, wird die Fortpflanzung durch externe Lichtquellen gestört.

Zu fordern ist also auch ein Ende der massiven Ausleuchtung in Grünbereichen. Dies kollidiert allerdings mit dem Sicherheitsbedürfnis zahlreicher Menschen. Wir sollten damit leben, dass nicht jeder Weg im Aussenbereich taghell ausgeleuchtet wird.

Grosse Lichtverschmutzer – wie der Flughafen- sollten zu Gegenmassnahmen gezwungen werden.


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